Großbritannien und die Europäische Union (EU) haben sich auf Expertenebene auf den Vertragstext für ein Brexit-Abkommen geeinigt. Entsprechende Berichte britischer und irischer Medien bestätigte die britische Regierung am frühen Dienstagabend.

    Die britische Regierung will den Text bereits am Mittwoch billigen. Die Sitzung der britischen Regierung soll am Mittwoch um 15.00 Uhr MEZ beginnen. Bereits am Dienstagabend sollen Vier-Augen-Gespräche von Premierministerin Theresa May mit Regierungsmitgliedern stattfinden. Die EU-Botschafter der 27 verbleibenden EU-Staaten wollen am Mittwoch in Brüssel über den Vertragsentwurf beraten.

    Zuletzt hatte es Zweifel daran gegeben, ob ein Abkommen auch die notwendige Mehrheit im Parlament bekommt. Nach der Regierung muss der Brexit-Vertragstext auch vom Parlament angenommen werden. Auch sämtliche EU-Staaten müssen dem Abkommen zustimmen.

    Der Vertragstext soll auch eine Lösung für die künftige EU-Außengrenze zwischen Irland und dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland enthalten. Der Vertragstext soll eine Absicherung enthalten, die die Wiedereinführung von Grenzkontrollen an der irischen Grenze ausschließt.

    Das britische Pfund kann in einer ersten Reaktion deutlich gegenüber dem US-Dollar zulegen.

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    Britisches Pfund gegenüber US-Dollar (GBP/USD) im Intraday-Chart

    Der Euro tendiert entsprechend gegenüber dem britischen Pfund schwächer.

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    Euro gegenüber dem britischen Pfund (EUR/GBP) im Intraday-Chart