US-Börsen - Euphorie erst einmal vorbei

    Das September-Protokoll der Fed von Vorabend beinhaltete Überraschendes: Die geäußerten Sorgen der FOMC-Mitglieder um den starken Dollar, die niedrige Inflation in den USA sowie die schleppende Nachfrage in Europa deuten darauf hin, dass die Notenbanker vorsichtig sein dürften, eine geldpolitische Straffung loszutreten. Die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik bescherte dem Dow Jones Ind. am Mittwoch den größten Punktgewinn in diesem Jahr. Heute zeigen sich die US-Börsen wieder schwächer. Etwas besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Jobmarkt hellen die Lage etwas auf. Der Dow Jones notiert im frühen Handel 0,41 % tiefer bei 16.925 Punkten.

    US-Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust

    Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche um 1.000 auf 287.000 überraschend gesunken. Ökonomen erwarteten 291.000 Neuanträge. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt fielen sie um 7.250 auf 287.750.

    Apple verschiebt Produktion eines iPads mit größerem Bildschirm

    Apple hat für den 16. Oktober zu einem Event in Cupertino geladen. Der Konzern könnte dann die nächste iPad-Generation vorstellen. Derweil hat Apple Pläne für die Massenproduktion eines Tablets mit einem größeren Bildschirm auf Anfang 2015 verschoben. Der Grund: Die Fertiger kommen bei der Produktion der neuen iPhones nicht nach.

    Icahn hat Apple im Visier

    Der gefürchtete Großinvestor Carl Icahn hat in einem offenen Brief an Apple-Chef Tim Cook eine Ausweitung der Aktienrückkäufe gefordert. Cook und sein Team lieferten exzellente Arbeit, Anleger würden das jedoch nicht ausreichend schätzen, deshalb sei Apple an der Börse unterbewertet. Um den Kurs auf ein angemessenes Niveau zu hieven, solle das Unternehmen mehr eigene Aktien zurückkaufen. Icahn war 2013 bei Apple eingestiegen.

    PepsiCo hebt Prognose an

    Der US-Getränkekonzern PepsiCo hat dank einer Steigerung der Produktivität einen bereinigten Gewinnanstieg je Aktie von 10 % auf 1,36 Dollar verzeichnet. Analysten erwarteten im Schnitt 1,29 US-Dollar. Der Umsatz verbesserte sich um zwei Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar. „Wir haben starke Marken, sind breit aufgestellt und haben uns in unseren Märkten gut geschlagen“, so CEO Indra Nooyi. Die Prognose fürs Gesamtjahr hob die Konzernchefin an. Statt um acht solle der bereinigte Gewinn je Aktie nun um neun Prozent zulegen.

    AMD mit neuer Konzernspitze

    Der Chiphersteller AMD hat mit sofortiger Wirkung Lisa Su als neue CEO eingesetzt. Su war bisher für das operative Geschäft zuständig. Sie löst Rory Read an der Spitze des Unternehmens ab.

    Microsoft könnte das Surface-Tablet-Geschäft einstellen

    Microsoft plant offenbar, die Tablet-Reihe Surface einzustellen und sich ganz aus dem Tablet-Markt zurückzuziehen. Das berichtet die „Digitimes" unter Berufung auf Zulieferer. Als Grund nennen die Quellen die schwache Nachfrage.

    Commerzbank: Stellenstreichungen in London geplant

    Laut einem Pressebericht erwägt die Commerzbank umfassende Stellenstreichungen im Londoner Investmentbanking. Rund die Hälfte der 250 Arbeitsplätze im Renten- und Devisenbereich sollen nach Frankfurt verlagert werden, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag sagten.

    Wirtschaftsinstitute fordern Finanzminister Schäuble heraus

    Ferdinand Fichtner, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sagte am Donnerstag in Berlin, das Ziel einer schwarzen Null im Bundesetat sei ein „Prestigeprojekt“ und „aus ökonomischer Sicht derzeit nicht angebracht“. Minderausgaben im Haushalt verursachten Kosten, die auf lange Sicht gravierendere Folgen hätten als „leicht steigende Schulden".

    Signal Iduna streicht tausende Stellen

    Die Versicherungsgruppe Signal Iduna will in den kommenden vier Jahren rund 1.400 Stellen streichen, rund ein Drittel soll durch Wechsel und altersbedingtes Ausscheiden abgedeckt werden.. Das kündigte das Unternehmen, in dem derzeit rund 12900 Mitarbeiter beschäftigt sind