• US-Indizes markieren neue Bestmarken
  • Kursspektakel bei Craft Brew-Aktie
  • ZEW-Konjunkturerwartungen steigen stark
  • USA: vorerst keine Autozölle auf EU-Importe
  • Stimmung deutscher Firmen in China am Boden
  • USA verurteilen Gewalt in Hongkong
  • Infineon schneidet besser ab als erwartet
  • Osram streicht Dividende
  • Continental verbucht Milliardenverlust
  • Deutsche Post reitet weiter auf der Welle des Online-Booms
  • VW-Manager wegen Untreue angeklagt
  • Linde erhöht Gewinnziel erneut

DAX & Wall Street

  • Die Quartalsberichtssaison hat heute noch einmal einen Höhepunkt erreicht. Neben zahlreichen Unternehmen aus der zweiten Reihe haben auch drei DAX-ihre Zahlen präsentiert: die Deutsche Post, Infineon und Continental. Der Autozulieferer hatte unter der schwächeren Autokonjunktur und einer Milliardenabschreibung zu leiden und ist im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Papier von Infineon geht förmlich durch die Decke. Trotz des schwierigen Marktumfeldes hat der Chiphersteller im vierten Geschäftsquartal bei Umsatz und Gewinn besser abgeschnitten als erwartet. Und die Deutsche Post hat im dritten Quartal deutlich vom boomenden Paket-Markt und Express-Geschäft profitiert. Der DAX legte um 0,65 Prozent auf 13.283,51 Punkte zu. Auch der überraschend stark ausgefallene ZEW-Konjunkturindex sorgt am Markt für Erleichterung. Der neue Wert der Konjunkturerwartungen liegt bei minus 2,1 Punkten und ist damit 20,7 Punkte höher als im Vormonat. Dazu trägt die Meldung, dass US-Präsident Trump vorerst keine Strafzölle auf EU-Autos erheben wird, zur gutenStimmung bei.
  • Der Dow Jones in New York ist im frühen US-Handel in der Spitze auf 27.755 Punkte geklettert und hat damit sein in der Vorwoche erreichtes Rekordhoch bei 27.774 Punkten weiter im Blick. Der marktbreite S&P 500 stieg heute erstmals erstmals in seiner Geschichte über die 3.100-Punkte-Marke. Der technologielastige Nasdaq 100 erreichte ebenfalls ein neues Allzeithoch.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Boeing hat Order-Zahlen veröffentlicht. Die Brutto-Bestellungen beliefen sich bis Ende Oktober auf plus 180 Flugzeuge, die Netto-Bestellungen lagen bei minus 95 Flugzeugen.
  • Die Lufthansa hat sich mit der Kabinengewerkschaft Ufo im Tarifstreit auf eine Schlichtung geeinigt und damit weitere Streiks vorerst abgewendet, da für die Dauer der Schlichtung eine Friedenspflicht gilt. Ufo erklärte sich zudem bereit, eine zuvor bereits zwischen Lufthansa und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ausgehandelte Tarifregelung zu übernehmen.
  • Die Nachfrage nach "Disney+", dem neuen Streamingdienst des Medienkonzerns Disney, fällt höher aus als erwartet. Disney teilte am Dienstag per Twitter mit, die Nachfrage übertreffe die hohen Erwartungen weit. Der Nutzeransturm führte offenbar auch technischen Problemen. So berichteten User über Schwierigkeiten beim Einloggen oder beim Zugriff auf einzelne Funktionen.
  • Der Softwarehersteller SAP will in den kommenden Jahren noch profitabler werden. „Wir werden Silodenken im Konzern beseitigen und Doppelarbeit reduzieren", sagte Co-Chefin Jennifer Morgan auf einer Investorenveranstaltung in New York. „Es wird einen klaren Fokus auf Verantwortlichkeit geben“. Der Konzern wolle auch Hierarchien reduzieren, sagte Co-Chef Christian Klein.
  • Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im Zusammenhang Anklage gegen vier hohe ehemalige und amtierende Manager von Volkswagen erhoben. Es geht für zwei frühere Vorstandsmitgliedern sowie einem ehemaligen und einem aktuell leitenden Manager um den Vorwurf der Untreue, teilte die Behörde am Dienstag mit. Geprüft werden soll, ob Arbeitnehmervertretern zu hohe Gehälter genehmigt wurden. "Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, als jeweilige Personalvorstände beziehungsweise Leiter des Personalwesens für die Konzernmarke Volkswagen zwischen Mai 2011 und Mai 2016 mehreren Betriebsratsmitgliedern überhöhte Gehälter und Boni gewährt zu haben", so die Ermittler. Hierdurch sei dem VW-Konzern ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.
  • Apple lässt seine in den USA eingeführte Kreditkarte von Goldman Sachs betreiben. Der Finanzkonzern hat nun den Verdacht zurückgewiesen, dass bei der Apple-Kreditkarte Frauen diskriminiert worden sein könnten. Finanzregulierer in New York kündigten eine Untersuchung an. „Jeder Algorithmus, der mit oder ohne Absicht zu einer diskriminierenden Behandlung von Frauen oder jeder anderen geschützten Gruppe führt, verstößt gegen New Yorker Recht", sagte eine Sprecherin der Finanzaufsichtsbehörde der Stadt zu Bloomberg. Ein Tech-Unternehmer hatte bei Twitter kritisiert, dass seiner Frau ein deutlich kleineres Kreditvolumen als ihm eingeräumt worden sei.
  • Anheuser-Busch Inbev übernimmt nun auch den Rest der Craft Brew Alliance, an der das Unternehmen bislang gut 31 Prozent hielt. Beide Unternehmen haben den Deal bekannt gegeben und erklärt, dass das US-Unternehmen derzeit mit 321 Mio. Dollar bewertet werde. Die Anleger wurden davon überrascht, weil Anheuser-Busch noch im August mitgeteilt hatte, kein Gebot für die übrigen Anteile abgeben zu wollen.
  • Boeing rechnet damit, dass sein mit Flugverbot belegtes Modell 737 MAX in den USA ab Januar wieder fliegen darf. Die Auslieferung an Kunden könnte schon im Dezember wieder aufgenommen werden, so der Konzern. Nach zwei Abstürzen sind Maschinen dieses Typs weltweit gesperrt. Eine fehlerhafte Software wird für die Unglücke verantwortlich gemacht.
  • Der Umsatz des US-Fleisch-Verarbeiters Tyson Foods stieg im vergangenen Quartal unter anderem wegen eines Brandes in einem Schlachthaus nur um 9 % auf 10,88 Mrd. Dollar. Der Gewinn lag bei 1,21 Dollar je Aktie.
  • Burger King hat eine fleischfreie Version seines Whopper-Burgers in 25 europäischen Ländern mit Patties von Unilever eingeführt. Unilevers fleischfreie Marke "The Vegetarian Butcher“ werde Patties für Burger Kings "Rebel Whopper" herstellen, gaben die Unternehmen bekannt.
  • Lange war fraglich, ob Disney+ auch beim Anbieter Amazon Prime Video als App auftauchen würde. Amazon und Disney haben sich bei dem Streamingdienst nun geeinigt. Wäre der Deal nicht zustande gekommen, hätten Amazon Prime Video-Nutzer keinen Zugriff auf Disney+ gehabt. Disney+ soll heute in den USA, Kanada und den Niederlanden anlaufen.
  • Dialog Semiconductor erhöht dank einer hohen Nachfrage die Ziele für die Profitabilität. Der Chipkonzern rechnet jetzt langfristig mit einer operativen Marge zwischen 20 und 25 Prozent. Bislang hatte der Konzern mit einer operativen Marge zwischen 18 und 23 Prozent kalkuliert. Bei der Bruttomarge liegt die Spanne jetzt zwischen 50 und 53 (bisher: 47 bis 48) Prozent. Beim Umsatz geht Dialog weiter von einem Anstieg von rund 15 Prozent aus.
  • Der italienische Fernsehkonzern Mediaset stockt seine Beteiligung an der Sendergruppe um ProSiebenSat.1 und Kabel 1 auf 15,1 von bisher 9,6 Prozent auf. Die Tochter Mediaset Espana habe sich weitere 5,5 Prozent gesichert. „ProSiebenSat.1 hat erhebliches Wachstumspotenzial und Mediaset freut sich, seine Position als Großaktionär weiter stärken zu können", hieß es in der Mitteilung der Italiener.
  • Der fusionierte Industriegase-Konzern Linde hat nach einem starken Quartal sein Gewinnziel das dritte Mal in diesem Jahr angehoben. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll 2019 auf 7,25 bis 7,30 US-Dollar zulegen - eine Steigerung gegenüber 2018 von 17 bis 18 Prozent. Zuletzt war das Unternehmen von einem Plus von 12 bis 16 Prozent ausgegangen. Unter anderem sollen Synergien aus der Fusion den Gewinn stützen. 2019 bis 2022 sollen diese in Summe 1,1 Mrd. Dollar betragen.
  • Der Chiphersteller Infineon hat im Zeitraum von Juli bis September seinen Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 2 Prozent auf 2,062 Mrd. Euro gesteigert. Auch beim operativen Ergebnis (Segmentergebnis) konnte der Konzern 311 Mio. Euro die Unternehmensprognose übertreffen. Die entsprechende Marge lag bei 15,1 Prozent. Der Konzernüberschuss sank hingegen gegenüber dem Vorquartal um 28 Prozent auf 161 Mio. Euro. Konzernchef Reinhard Ploss geht davon aus, dass das allgemeine konjunkturelle Umfeld angespannt bleiben wird.
  • Die Deutsche Post reitet weiterhin auf der Online-Welle. Dank des nach wie vor boomenden Online-Handels konnten vor allem das Express- und Paketgeschäft dynamisch wachsen. Aber auch in den anderen Sparten lief es gut. Der Konzernumsatz stieg um 4,7 Prozent auf 15,6 Mrd. Euro. Der operative Gewinn (Ebit) verdreifachte sich fast auf knapp 950 Mio. Euro. Der Nettogewinn sprang auf 561 Mio. Euro 146 Mio. Euro vor Jahresfrist.
  • Der Autozulieferer Continental, der die schwächelnde Antriebssparte im kommenden Jahr abspalten will, hat schwierige Monate hinter sich. Unterm Strich verbuchte der Konzern im Sommerquartal einen Verlust von fast zwei Mrd. Euro. Der Fehlbetrag ist zum größten Teil einem Einmaleffekt verringerter Firmenwerte aus früheren Übernahmen sowie Kosten für ein gestartetes Umbauprogramm geschuldet. Doch auch im Tagesgeschäft sank das bereinigte operative Ergebnis um ein Fünftel auf zuletzt noch knapp 615 Mio. Euro. Bis 2023 will Conti weltweit 15.000 Arbeitsplätze abbauen, 5.000 davon in Deutschland.
  • Der Licht- und Sensorik-Konzern Osram hat erste Eckpunkte zu seiner Jahresbilanz vorgelegt. Das Unternehmen steht wegen der Schwäche seiner wichtigsten Kundengruppe unter Druck. Im abgelaufenen Geschäftsjahr rutschte Osram mit 343 Mio. Euro in die Verlustzone, im vergangenen Jahr war es noch ein Gewinn von 188 Mio. Die Dividende für 2018/19 fällt daher aus. Im Ausblick auf 2019/20 erwartet das Management eine eine Stabilisierung der Geschäfte. Aber: Die schwache Konjunktur und der Technologiewandel machten weitere strukturelle Anpassungen nötig, hieß es einschränkend. Der Konzern empfiehlt das aktuelle Übernahmeangebot des Sensorspezialisten AMS aus Österreich. Die Mitarbeiter seien bis Ende 2022 vor fusionsbedingten Kündigungen geschützt.
  • Der Kraftwerksbetreiber Uniper hat die Prognose für das laufende Jahr erhöht. Das Unternehmen erwartet für das laufende Jahr jetzt einen bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen 750 und 950 (2018: 865) Mio. Euro. Bisher hatte die Prognose bei 550 bis 850 Mio. Euro gelegen. Der Vorstand bestätigte zwar den angestrebten Dividendenvorschlag für das laufende Jahr. Bisher liegt der Vorschlag für die Dividende bei einer Ausschüttung von 390 Mio. Euro.
  • Der Technologie- und Rüstungskonzern Jenoptik dank im dritten Quartal einer starken Nachfrage aus der Halbleiterindustrie den Umsatz um 1,9 Prozent auf 212,7 Mio. Euro gesteigert. Auch Zukäufe wirkten sich hier positiv aus. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um 8,1 Prozent auf 25,9 Mio. Euro zu.
  • Rabatte und gestiegene Kosten haben den Internet-Konzern United Internet gebremst. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz um 1,7 Prozent auf 3,88 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis legte auf 944 Mio. Euro zu. Die Nachfrage von Bestandskunden nach LTE-Mobilfunktarifen sei stark gewesen, allerdings hätten die im ersten Vertragsjahr eingeräumten Vergünstigungen die Erlöse belastet, so das Unternehmen.
  • Die Aareal Bank hat im dritten Quartal einen Rückgang des Betriebsgewinns um neun Prozent auf 64 Mio. Euro verzeichnet. Eine erhöhte Risikovorsorge zehrte die Zuwächse beim Zins- und Provisionsüberschuss mehr als auf. Im laufenden Jahr wird der Betriebsgewinn voraussichtlich nur das untere Ende der Zielspanne von 240 bis 280 Mio. Euro erreichen, teilte der Immobilienfinanzierer am Dienstag mit.
  • Der Autozulieferer Grammer hängt wegen der Schwäche im Autosektor seine Jahresziele an den Nagel. Der Konzernumsatz dürfte im Jahr nach der Übernahme des US-Autozuliefererers TMD von 1,86 auf 2,0 Mrd. Euro wachsen statt wie bisher geplant auf 2,1 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll deutlich über Vorjahr liegen. Die bereinigte Ebit-Rendite dürfte sich allerdings nur „auf dem aktuellen Niveau von 3,8 Prozent bewegen". Vorstandschef Thorsten Seehars kündigte ein Sparprogramm an, ohne Details zu nennen. „Das Branchenumfeld im Automobil- und Nutzfahrzeugbereich hat sich weltweit deutlich eingetrübt", sagte er. Grammer müsse sich auf eine möglicherweise länger anhaltende schwächere Nachfrage einstellen.
  • Der Medizintechnikkonzern Eckert & Ziegler hat seine Jahresziele bestätigt. „Trotz der starken Neunmonatszahlen bleibt der Vorstand vorerst bei seiner Ergebnisprognose von rund 4,00 Euro je Aktie für 2019", heißt es in einer Mitteilung. Der Umsatz in 2019 soll weiterhin bei 180 Mio. Euro liegen.
  • Der britische Telekomkonzern Vodafone ist im ersten Geschäftshalbjahr wieder gewachsen. Die Erlöse legten in den sechs Monaten bis Ende September gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf 21,94 Mrd. Euro zu. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 2,7 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro.
  • Der japanische Renault-Partner Nissan Motor hat im ersten Halbjahr seines laufenden Geschäftsjahres einen Gewinneinbruch erlitten. Die Gewinnprognose für das noch bis 31. März 2020 laufende Gesamtjahr musste der Vorstand aufgeben. Der Nettogewinn sackte zwischen April und September um 73,5 Prozent auf 65,4 Mrd. Yen ein. Als Gründe nannte Nissan neben dem starken Außenwert des Yen auch hohe Materialkosten.

Konjunktur & Politik

  • Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht bisher keine Konjunkturkrise in Deutschland. Der deutschen Wirtschaft sei "ein wenig die Puste ausgegangen", sagte Scholz beim Deutschen Arbeitgebertag in Berlin. Aber alle Prognosen gingen davon aus, dass das Wachstum wieder anziehe. Zugleich sei Deutschland bereit, im Falle einer tatsächlichen Krise zu handeln.
  • Der US-Mittelstandsbarometer der NFIB hat sich im Oktober aufgehellt. Der Indikator legte zum Vormonat um 0,6 auf 102,4 Punkte zu. Experten hatten einen Anstieg auf 102,3 Punkte erwartet.
  • Der Chef der britischen Brexit-Partei, Nigel Farage, hat Spekulationen über eine Einflussnahme von US-Präsident Trump auf seine Entscheidung zum Wahlpakt mit den Tories zurückgewiesen. Auf die Frage, ob ihn Trump zur Zusammenarbeit mit Premierminister Johnson angewiesen habe, sagte er am Dienstag in einem Interview mit der BBC: "Nein, nein natürlich nicht". Das sei eine wilde Verschwörungstheorie.
  • Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im November sehr stark an. Der neue Wert der Konjunkturerwartungen liegt bei minus 2,1 Punkten und ist damit 20,7 Punkte höher als im Vormonat. In der aktuellen Umfrage hat sich die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland um 0,6 Punkte erneut leicht verbessert. Der neue Wert des Lageindikators beträgt minus 24,7 Punkte. „Die Hoffnung steigt, dass sich das internationale wirtschaftspolitische Umfeld in der näheren Zukunft verbessern wird. Dies ist der Grund für den starken Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen im November. Die Chancen auf ein Abkommen zwischen Großbritannien und der EU und damit auf einen geregelten Austritt Großbritanniens sind inzwischen erkennbar größer geworden. Hinzu kommt, dass Strafzölle auf Autoimporte aus der EU in die Vereinigten Staaten weniger wahrscheinlich sind als vor einigen Wochen. Auch eine Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China scheint etwas näher zu rücken“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach.
  • US-Präsident Donald Trump könnte die Entscheidung über eine Verhängung von Strafzöllen auf EU-Importfahrzeuge erneut verschieben. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Offenbar haben sie neue Investitionspläne deutscher Hersteller in den USA unterstützend ausgewirkt.
  • Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan freut sich allen Spannungen zum Trotz auf das anstehende Treffen mit US-Präsident Donald Trump. „Trotz des trüben Klimas in unseren Beziehungen sind wir uns mit Präsident Trump darüber einig, wenn es darum geht, Probleme zu lösen und unsere Beziehungen auszuweiten", sagte Erdogan am Dienstag vor seinem Flug in die USA. Er wolle mit Trump unter anderem über den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen sprechen, sagte Erdogan. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich und fordert seine Auslieferung. Weitere Themen seien die Entwicklungen in Nordsyrien und die sogenannte Sicherheitszone.
  • Die schwächelnde Wirtschaft in China beeinträchtigt das Geschäft deutscher Firmen vor Ort. „Die Erwartungen der deutschen Unternehmen sind so niedrig wie seit Jahren nicht mehr", teilte die deutsche Handelskammer (AHK) in Peking mit. Laut dem aktuellen Geschäftsklimaindex erwartet lediglich ein Viertel der deutschen Firmen, in diesem Jahr ihre Geschäftsziele in China erreichen zu können.
  • Die Ausschreitungen in Hongkong finden kein Ende. Demonstranten blockierten am Montag Straßen und legten Teile des öffentlichen Nahverkehrs lahm. Angesichts der Gewalt forderten die USA Regierung und Demonstranten zu Zurückhaltung auf. Man beobachte die Situation mit Sorge, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums.
  • Der chinesische Präsident Xi Jinping hat sich mit der Führung Griechenlands getroffen. Es gehe nicht nur um die Kooperation von zwei Ländern, sondern um die Kooperation von zwei Kulturen, so Xi nach einem Treffen mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos. Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis bezeichnete die Beziehungen zu China als besser denn je.
  • Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die EU haben dem Iran mit einem Mechanismus des Atomabkommens gedroht, der am Ende zur Wiedereinführung von UN-Sanktionen führen könnte. In einer gemeinsamen Stellungnahme zeigte man sich „äußerst besorgt“ angesichts der wiederholten Verstöße des Iran gegen das Internationale Atomabkommen. Die Länder bekräftigten zugleich ihre Bereitschaft, den sog. Streitschlichtungsmechanismus heranzuziehen, der in der letzten Konsequenz Sanktionen zur Folge haben könnte. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte gestern bestätigt, dass der Iran mit seinem Vorgehen in Fordo erneut das Atomabkommen verletzt. Das Land lagert derzeit fast doppelt so viel angereichertes Uran, als mit dem Abkommen erlaubt. Außerdem bereitet Teheran eine neue Anlage zum Test von Anreicherungszentrifugen vor. Auch das ist ein Verstoß gegen das Atomabkommen.

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