DAX

    Überwiegend gute Quartalszahlen haben dem DAX heute Auftrieb verliehen. Zur Stunde gewinnt der Leitindex 0,47 Prozent auf 11.264Punkte hinzu. Etwas getrübt wurde die Stimmung von der erneuten Schwäche an den chinesischen Börsen. Der Shanghai Composite gab heute 2,20 Prozent nach. Wenig neues gibt es von der Fed. Die US-Notenbank hat gestern Abend weder ein Signal für eine Zinserhöhung im September gegeben, noch wurde dieser eine Absage erteilt. Klar ist aber, dass die Fed weiter auf eine Zinserhöhung zusteuert.

    Aktien im Blick

    Nach guten Zahlen hat sich Siemens mit einem Kursplus von 4,29 Prozent auf 96,27 Euro an die DAX-Spitze gesetzt. Die Gewinnkennziffern des Elektrokonzerns lagen über den Erwartungen der Analysten.

    Die Deutsche Bank hat die Gewinnschätzungen der Analysten im zweiten Quartal ebenfalls übertroffen. Die Erträge stiegen um 17 Prozent und der Überschuss hat sich auf 818 Mio. Euro verdreifacht. Die Aktie der Deutschen Bank gewinnt aktuell 3,00 Prozent auf 31,17 Euro.

    Konjunktur

    Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Juli um 61.000 gegenüber dem Vormonat auf 2,773 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Saisonbereinigt stieg die Zahl der Arbeitslosen im Juli um 9.000. Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang um 5.000 erwartet.

    Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Juli überraschend aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) kletterte von 103,5 Punkten im Vormonat auf 104,0 Punkte. Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang auf 103,2 Zähler erwartet.

    Währungen

    Die schwedische Krone präsentiert sich nach unerwartet starken BIP-Daten fester. Die Wirtschaftsleistung in Schweden ist im zweiten Quartal um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Volkswirte hatten nur ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet. Ein Teil der Gewinne wurde aber schon wieder abgegeben. EUR/SEK verliert aktuell 0,16 Prozent auf 9,4711.

    Die Aussagen der Fed vom Vorabend haben den US-Dollar gestützt und den Euro unter die Marke von 1,10 gedrückt. Die Beschlüsse der Notenbank zeigen, dass in diesem Jahr weiterhin mit einer Zinserhöhung zu rechnen ist. EUR/USD aktuell -0,15 Prozent bei 1,0963

    Rohstoffe

    Die Ölpreise haben ihren Abwärtstrend vorerst gestoppt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent steigt zur Stunde um 1,80 Prozent auf 54,34 US-Dollar. WTI-Öl verteuert sich um 1,05 Prozent auf 49,30 US-Dollar. Die Lagerbestände in den USA sind in der vergangenen Woche überraschen gesunken.