Kräftige Kursverluste bei den US-Aktienfutures haben in der Nacht zu mehrfachen Handelsunterbrechungen geführt. Der Börsenbetreiber CME Group teilte mit, dass der Handel im E-mini S&P 500-Future mehrfach für 10 Sekunden unterbrochen wurde. Während dieser Zeit konnten keine Market- oder sogenannten IOC-Order, sondern nur noch Limit-Order platziert werden. Offenbar hatten automatische platzierte Aufträge (sogenanntes Algo-Trading) zuvor zu einer regelrechten Verkaufslawine am Markt geführt.

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    Hinter den scharfen Kursverlusten in der Nacht standen offenbar vor allem Befürchtungen, dass die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Huawei-Konzerns in Kanada den Handelsstreit zwischen den USA und China wieder verschärfen könnte. Die USA werfen dem Huawei-Konzern und seiner Finanzchefin vor, das US-Handelsembargo gegen den Iran verletzt zu haben. Außerdem steht Huawei seit längerer Zeit im Verdacht, mit seinen Geräten Spionage durch die chinesischen Geheimdienste zu erleichtern. China reagierte mit scharfen Worten auf die Festnahme und forderte die sofortige Freilassung von Meng Wanzhou.

    Trotz der Interventionen notieren die US-Futures weiter kräftig im Minus. Am Mittwoch waren die US-Aktienmärkte wegen der Trauerfeier für den früheren US-Präsidenten George H.W. Bush geschlossen geblieben. Am Dienstag waren die wichtigen US-Aktienindizes mit einem Minus von rund drei Prozent aus dem Handel gegangen.

    Indikation für den S&P 500

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