• Uni-Michigan-Konsumklima steigt stärker als erwartet
    • Bundestag beschließt strengere Frauenquote
    • Holzmann: Kräftiger Inflationsanstieg würde EZB auf den Plan rufen
    • Neue Hürde für Tesla-Fabrik in Grünheide
    • Laufende Impfkampagne: Ist CureVac aus dem Rennen?
    • Bundesbank erwartet kräftigen Aufschwung
    • China beschließt Anti-Sanktions-Gesetz
    • UK und USA vereinbaren neue Atlantik-Charta
    • Ermittlungsverfahren gegen Peugeot wegen "Dieselskandal"
    • Ex-Wirecard-Chef Braun soll noch 2021 angeklagt werden
    • Hedgefonds Elliott steigt bei Deutsche Wohnen ein
    • Apple greift sich ehemaligen BMW-Topmanager
    • BioNTech/Pfizer-Impfstoff schützt vor Varianten
    • Volkswagen steigert Auslieferungen kräftig

    Markt

    • Der DAX präsentierte sich am Freitag zunächst recht antriebslos, legte im Handelsverlauf aber immer deutlicher zu und beendete den Handel mit einem Plus von 0,78 Prozent bei 15.693,27 Punkten. Am Montag dieser Woche hatte der DAX bei 15.732 Punkten einen noch gültigen Rekord erreicht. Inzwischen liegt er auf Wochensicht nur noch leicht im Minus. Gestern hatte es von der EZB wichtige geldpolitische Signale gegeben, zudem zeigten die neuesten Inflationsdaten aus den USA einen erhöhten Preisdruck an. Doch offenbar ändert sich erst mal nichts an der lockeren Geldpolitik der Notenbanken. Zu großen Kurssprüngen an den Börsen führen die hochkarätigen Entwicklungen gestern nicht. „Die Aussicht auf weitere Notenbanker-Schützenhilfe durch die EZB und Fed, die wachsende Zuversicht auf ein greifbares Licht am Ende des Corona-Tunnels und die damit verbundene Hoffnung auf einen Konjunkturmotor welcher auf Hochtouren läuft, lockt die Anleger immer wieder zurück in die Aktienmärkte", sagte Marktexperte Timo Emden. Im weiteren Handel könnte das um 16 Uhr veröffentlichte US-Vebrauchervertrauen der University of Michigan für neue Volatilität sorgen.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Im US-Repräsentantenhaus wird ein Gesetzentwurf erwogen, der große Plattformbetreiber wie Amazon dazu zwingen könnte, sich in zwei Unternehmen aufzuspalten oder signifikante Teile ihres Geschäfts zu verkaufen. Dies berichtet das "Wall Street Journal". Der Gesetzentwurf, der sowohl von Abgeordneten der Demokraten wie der Republikaner unterstützt wird, würde es künftig verbieten, dass der Betreiber einer großen Internetplattform gleichzeitig noch andere Geschäfte verfolgt, die einen möglichen Interessenkonflikt mit dem Plattformgeschäft darstellen. Im Falle von Amazon könnte der Interessenkonflikt etwa darin bestehen, dass Amazon einerseits die Plattform betreibt, andererseits aber auch eigene Produkte herstellt und über diese Plattform vertreibt, wodurch ein Interessenkonflikt zu anderen Anbietern besteht, die ihre Produkte ebenfalls über Amazon verkaufen. Um Gesetzeskraft zu erlangen müsste der Gesetzentwurf sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat passieren. Im Senat wäre er auf signifikante Unterstützung der Republikaner angewiesen, die einem solchen Gesetz aber überwiegend skeptisch gegenüberstehen dürften.
    • Die Lufthansa wird wegen einer sehr hohen Nachfrage im Sommer auch Großraumflugzeuge der Typen Boeing 747-8 sowie Airbus A350 auf Flügen nach Palma de Mallorca einsetzen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Die Buchungszahlen für das Ziel Palma hätten sich zwischen April und Anfang Juni 2021 verfünfundzwanzigfacht.
    • Der chinesische Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing strebt einen IPO in den USA an. Dazu reichte das Unternehmen einen entsprechenden Antrag bei der Börsenaufsicht SEC ein. Der Uber-Rivale ließ offen, an welche US-Börse er den Schritt gehen will. Infrage kommen die New York Stock Exchange und die Nasdaq. Das Wall Street Journal berichtete, dass Didi eine Gesamtbewertung von mehr als 70 Mrd. Dollar ereichen wolle.
    • Der Streamingriese Netflix vollzieht mit einem Online-Shop für Fanartikel den Einstieg ins Merchandising-Geschäft. Anders als Walt Disney verzichtete Netflix auf diese Erlösquelle bislang. Am Donnerstag ging nun ein eigener Internetshop an den Start.
    • Der Elektroautohersteller Tesla hat mit der Auslieferung seines „Model S Plaid“ begonnen, einer neuen High-Performance-Variante der Flaggschiff-Limousine. Vorstandschef Elon Musk hatte Fahrzeug zuletzt als das „schnellste Serienauto aller Zeiten" angepriesen.
    • Microsoft will den Fernseher per App zur Spielekonsole machen. Microsoft arbeite zudem an eigenen Streaming-Geräten für dieses Cloud-Gaming, mit denen man komplett auf eine Konsole verzichten könne, hieß es in einem Blogeintrag.
    • Der Online-Sporthändler Signa Sports United geht über eine Special Purpose Acquisition Company (SPAC) an die Börse in New York. Durch das Zusammengehen werde das neue Unternehmen mit rund 3,2 Mrd. Dollar bewertet, teilte Signa mit. Die bisherigen Aktionäre des Sporthändlers bringen alle ihre Anteile in die neue börsennotierte Aktiengesellschaft ein. Zu Signa Sports zählen Portale wie Fahrrad.de, Tennis Point und Outfitter.
    • Die Umweltverbände Nabu und Grüne Liga haben beim Landesamt für Umwelt (LfU) Widerspruch gegen die 15. vorzeitige Zulassung für den Bau der Tesla-Fabrik in Grünheide eingelegt. Der Antrag auf Aussetzung der Vollziehung sei gestellt worden, sagte der Geschäftsführer der Grünen Liga, Michael Ganschow, der dpa. Die zuständige Behörde werde aufgefordert, die Genehmigung zu widerrufen. Dazu sei eine Frist bis nächste Woche gesetzt worden.
    • Laut Kreisen hat Intel für den Chipdesigner SiFive ein Angebot in Höhe von mehr als 2 Mrd. Dollar abgegeben. SiFive soll bereits mehrere anderweitige Angebote abgelehnt haben, weshalb auch eine Übernahme durch Intel keinesfalls als gesichert anzusehen ist.
    • Das Cloud-Computing-Unternehmen Snowflake hat auf seinem Investorentag seine neuen Ziele vorgestellt. Snowflake will bis 2029 demnach einen jährlichen Produktumsatz von 10 Mrd. Dollar erreichen. Zum Vergleich: Im vergangenen Geschäftsjahr (per Ende Januar) setzte das Unternehmen 554 Mio. Dollar um.
    • Der US-Einzelhändler für Haustierprodukte, Chewy, verdiente im vergangenen Quartal 9 Cents je Aktie, während der Markt einen Verlust von 3 Cents je Titel erwartet hatte. Der Umsatz lag ebenfalls über den Erwartungen. Chewy warnte aber vor Arbeitskräftemangel und Lieferkettenproblemen, was sich negativ auf die Produktverfügbarkeit auswirken könnte.
    • American Airlines hat 25 Mio. Dollar in das Flugtaxi-Startup Vertical Aerospace investiert. American Airlines sicherte sich damit auch die Option auf bis zu 250 der elektrischen Flugzeuge, die noch in diesem Jahr erste Testflüge absolvieren sollen.
    • Vertex Pharmaceuticals hat die Entwicklung eines experimentellen Medikaments gegen eine seltene Erbkrankheit, die Leber und Lunge befällt, gestoppt. Die Beendigung des Projekts sei ein herber Rückschlag für die Bemühungen, die eigene Produktpalette zu verbreitern, hieß es.
    • Der Covid-19-Impstoff von Biontech/Pfizer schützt laut einer neuen Studie auch vor der in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2). Zudem auch vor mehreren anderen Varianten wie der in Nigeria aufgetretenen Mutante B.1.525 schütze das Vakzine, schreiben Wissenschaftler um Pei Yong Shi von der University of Texas im Fachjournal "Nature".
    • Der Volkswagen-Konzern hat im Mai deutlich mehr Fahrzeuge ausgeliefert als im pandemiebedingt schwachen Vorjahrsmonat. Nur der chinesische Markt entwickelte sich rückläufig. Konzernweit verkaufte VW weltweit 860.300 Fahrzeuge - ein Plus von 41,2 Prozent zum Vorjahr. In China kam es zu einem Rückgang um 7,5 Prozent. Für die ersten fünf Monate ergab sich für den Konzern weltweit ein Anstieg um 33,4 Prozent.
    • Die Aktie von CureVac fiel am Freitag in der Spitze um fast 14 Prozent zurück. Seit Dienstag haben die Anteilsscheine bereits mehr als 20 Prozent an Wert verloren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant den Impfstoff des Herstellers offenbar nicht mehr für die laufende Impfkampagne ein. Das habe Spahn den Gesundheitsministern der Länder während der vergangenen Ministerkonferenz gesagt, berichtete der "Mannheimer Morgen" unter Verweis auf Regierungskreise. Demnach sprach Spahn von einer "der größeren Enttäuschungen". Der Gesundheitsminister Baden-Württembergs, Manfred Lucha (Grüne) sprach diese Woche von "Komplikationen" beim Zulassungsprozess des CureVac-Impfstoffs und berief sich auf Angaben Spahns. Demnach hatte der Bundesgesundheitsminister in vertraulichen Gesprächen nun August als frühest möglichen Zeitpunkt für eine EU-Zulassung genannt.
    • Der Flugverkehr im deutschen Luftraum zieht wieder an. Im Mai zählte die Deutsche Flugsicherung (DFS) 97.806 Starts, Landungen und Überflüge. Vom Vorkrisenniveau sei das Verkehrsaufkommen aber noch weit entfernt. Im Mai 2019 wurden mit 301.582 Flugbewegungen über Deutschland mehr als drei Mal so viele gezählt. Die DFS rechnet nach Angaben vom Freitag aber damit, dass die Zahlen im Sommer und Herbst weiter steigen werden.
    • Die RTL Group darf den Fernsehsender Super RTL komplett übernehmen. Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss freigegeben, wie die Behörde mitteilte.
    • Der Hotel- und Gastronomiebranche macht ein erheblicher Personalmangel zu schaffen. Die Chefin des Branchenverbandes Dehoga, Ingrid Hartges, sagte der „Passauer Neuen Presse“, die Zahl der Beschäftigten habe sich um 12 Prozent reduziert, die Zahl der Auszubildenden sei zuletzt um 25 % eingebrochen.
    • Das Kraftfahrt-Bundesamt hat in seinen Untersuchungen bei einigen Wohnmobilen hohe Stickoxidemissionen aufgrund von Unzulässigkeiten festgestellt", wie ein Sprecher der Behörde mitteilte. Das KBA habe die zuständige Typengenehmigungsbehörde und die Europäische Union darüber informiert.
    • Der österreichische Investor Siegfried Wolf übernimmt das bedrohte Werk des Nutzfahrzeugherstellers MAN in Steyr. Ein entsprechendes Übereinkommen bestätigte der Vorstandsvorsitzende von MAN, Andreas Tostmann.
    • Milliardär Paul Singer will mit seinem aktivistischen Hedgefonds Elliott auch bei der geplanten Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia ein Wörtchen mitreden. Laut einer Stimmrechtsmitteilung vom späten Donnerstagnachmittag kontrolliert Singer nun drei Prozent der Anteile der Deutsche Wohnen. Singer verfolgt oftmals die Strategie, sich bei Unternehmen einzukaufen, die übernommen werden sollen, um dann einen höheren Preis herauszuschlagen.
    • Apple hat seine Ambitionen im Autobereich erneut offenbart. Der iPhone-Konzern hat einen ehemaligen BMW-Manager verpflichtet, der zuletzt das Elektrofahrzeug-Startup Canoo führte. Ulrich Kranz arbeite jetzt für Apple, bestätigte der Konzern aus Cupertino. Nach Informationen von Bloomberg wird Kranz bei Apple im Team des ehemaligen Tesla-Managers Doug Field arbeiten, der ein Autoprojekt leitet. Kranz gehörte bei BMW zu den Entwicklern des Elektromobils i3 und des Sportwagens i8.
    • Der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta plant eine Börsenkotierung in China. Das in chinesischem Besitz stehende Unternehmen habe bereits die Banken für seinen IPO an der Schanghaier Technologiebörse Star Market ausgewählt, schreibt Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Mit dem Schritt könnte Syngenta mit bis zu 60 Mrd. Dollar bewertet werden, so Bloomberg. Zu den Beratern zählen laut dem Bericht die China International Capital Corporation (CICC) sowie Citic Securities.
    • Frankreichs Justiz hat gegen den Autobauer Peugeot ein Ermittlungsverfahren im „Dieselgate“-Skandal eingeleitet. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf Betrug, der eine Gefahr für Mensch oder Tier verursache, wie Peugeots Mutterkonzern Stellantis mitteilte. Die Ermittlungen laufen auch gegen die Tochterfirmen Citroen und Fiat Chrysler (FCA). Stellantis wies die Vorwürfe zurück.
    • Die Staatsanwaltschaft München bereitet nach Informationen des Handelsblatts eine Anklage gegen den ehemaligen Wirecard-Vorstandschef Markus Braun vor. Sie beschuldigt den ehemalige Manager des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs, der Marktmanipulation und der Untreue. Sollte die Anklage zugelassen werden, drohen Braun zehn Jahre Haft.
    • Der Waffenhersteller C.G. Haenel hat im Streit um einen Bundeswehr-Großauftrag über 120.000 Sturmgewehre den Kürzeren gezogen. Das Bundesverteidigungsministerium teilte am Donnerstagabend mit, dass die Vergabekammer des Bundes den Nachprüfungsantrag zu der Auftragsvergabe zurückgewiesen habe. Die Vergabekammer habe „ausdrücklich festgestellt, dass das Bundesministerium der Verteidigung zu Recht beabsichtige, den Zuschlag in diesem Vergabeverfahren der Firma Heckler & Koch GmbH zu erteilen". Haenel kann gegen die Bonner Kammerentscheidung Beschwerde vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht einlegen.

    Konjunktur & Politik

    • Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich stärker als erwartet aufgehellt. Das von der Uni Michigan ermittelte Konsumklima stieg nach vorläufigen Angaben von 82,9 Punkten im Mai auf 86,4 Zähler im Juni. Erwartet wurde ein schwächerer Anstieg auf 84,1 Punkte. Unterdessen haben sich die Inflationserwartungen der Verbraucher abgeschwächt. Auf Sicht von 12 Monaten wird jetzt nur noch eine Teuerung um 4,0 Prozent erwartet, nach 4,6 Prozent im Vormonat.
    • Der Bundestag hat mit den Stimmen der großen Koalition eine strengere Frauenquote für börsennotierte und paritätisch mitbestimmte Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten und mehr als drei Vorständen beschlossen. Demnach muss in den entsprechenden Unternehmen künftig mindestens eine Frau im Vorstand sitzen. Ist dies nicht der Fall, muss bei Neubesetzungen eine Frau zum Zuge kommen. AfD und FDP stimmten gegen das Gesetz, das von der AfD als "feministische Planwirtschaft" bezeichnet wurde. Grüne und Linke wollten noch strengere Regeln und enthielten sich.
    • Die Europäische Notenbank würde im Falle eines schnellen Inflationsanstiegs nach Ansicht von Österreichs Notenbankchef Robert Holzmann ihren geldpolitischen Kurs nochmals neu abwägen. Das würde sicherlich ein Überdenken der Strategie bedeuten, sagte Holzmann am Freitag laut Reuters auf einer Konferenz. „Wie darauf die Antwort ist, das kann ich Ihnen nicht sagen“. Die Europäische Zenralbank (EZB) strebt für den Euro-Raum eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent an. Im Mai lag die Inflation im Währungsgebiet mit 2,0 Prozent nach 1,6 Prozent im Vormonat etwas über der Notenbank-Zielmarke. Die EZB hält den aktuellen Preisschub aber nicht für nachhaltig.
    • Die Beziehungen der USA zu China verschlechtern sich weiter und haben sich auch unter Präsident Joe Biden nicht in der Weise "erholt", wie es viele zuvor erwartet hatten, sagt der ehemalige amerikanische Botschafter in China, Max Baucus. Bidens Politik gegenüber China sei „genauso robust wie die von Trump“.
    • Nach seinem ersten Treffen mit US-Präsident Joe Biden hat der britische Premierminister Boris Johnson die Beziehung zu den USA als „unzerstörbar“ bezeichnet. Den Begriff „special relationship“ wolle er hingegen vermeiden, bestätigte Johnson in einem Interview mit der BBC.
    • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die G7-Gruppe westlicher Wirtschaftsmächte ärmeren Staaten mit einer Milliarde Impfdosen helfen. Die bis nächstes Jahr geplante Unterstützung soll sowohl durch Verteilung als auch durch Finanzierung von Impfstoff möglich werden. Die Staats- und Regierungschefs wollen demnach auch einen Plan ausarbeiten, um die Impfstoffproduktion auszuweiten.
    • Der Bundestag hat am Freitag das Lieferkettengesetz beschlossen. Die Unternehmen müssen darin ihrer globalen Verantwortung für Menschenrechte und Umweltstandards besser nachkommen. Das Gesetz gilt vom 1. Januar 2023 an.
    • Die deutschen Unternehmen erwarten mehr Bürokratie durch das Lieferkettengesetz. Das geht aus der Mai-Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. „Vor allem in der Industrie geben 43 Prozent der teilnehmenden Unternehmen an, negative Auswirkungen durch Erhöhung der Bürokratie oder des Dokumentationsaufwandes zu erwarten, gefolgt vom Großhandel“, sagt Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft.
    • Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sein Ressort unterschätzt, wie stark der Strombedarf in Deutschland im Zuge der Energiewende steigen dürfte. „Wir müssen durch die verschärften Klimaziele Deutschlands und der EU von einem deutlich höheren Strombedarf ausgehen, als es bisher zugrunde gelegt wurde. Dazu wird mein Haus neue Berechnungen vorlegen", sagte Altmaier der „Wirtschaftswoche.
    • Aus Sicht von Kapitalmarktstratege Robert Halver von der Baader Bank ist nach dem gestrigen EZB-Entscheid die Diskussion über mögliche Drosselungen der Anleihenaufkäufe vom Tisch. Die Liquiditätsschwemme finde kein Ende. Selbst wenn sie PEPP im März 2022 planmäßig auslaufen ließe, könnte die EZB ihre konventionellen Anleihenaufkäufe (PSPP) von aktuell 20 Mrd. pro Monat kompensierend erhöhen.
    • Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau zufolge gibt es "keinen Grund, eine Geldpolitik zu ändern, die funktioniert". Die Inflation ziehe an, sie bleibe aber unter dem Notenbankzielt. Die EZB müsse daher ihre konjunkturstützende Geldpolitik beibehalten.
    • Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet einen starken Aufschwung. „Die Jahre 2021 und 2022 sind von einem deutlichen Aufholprozess geprägt", sagte Präsident Robert Holzmann laut Reuters. Nach einem BIP-Rückgang um 6,7 Prozent in 2020 erwartet die OeNB für 2021 und 2022 in Österreich ein Wachstum von 3,9 bzw. 4,2 Prozent.
    • Wirtschaftsminister Peter Altmaier wirft den Grünen beim Thema Klimaschutz Unausgewogenheit vor. Der CDU-Politker gegenüber der Wirtschaftswoche: „Dadurch dass Frau Baerbock die 16 Cent willkürlich in die Debatte geworfen hat, ohne ein schlüssiges Gesamtmodell vorzulegen, schadet sie der Debatte über Klimaschutz und seiner Akzeptanz. Im Entwurf des Grünen-Wahlprogramms gibt es leider mehr Allgemeinplätze als Brücken in Venedig. Wir brauchen außerdem soziale Ausgewogenheit, was bei den Grünen nicht der Fall ist: Ihre Vorschläge begünstigen gut verdienende Städter gegenüber Bürger auf dem Land eindeutig."
    • Das Bundeswirtschaftsministerium will für den Ausbau der Onshore-Windkraft mehr Flächen ausweisen. Dazu soll die Deutschen Flugsicherung finanzielle Mittel für die Umrüstung von sog. Drehfunkfeuern erhalten. Letzteres sind Navigationsanlagen für den Luftverkehr, die durch Windenergieanlagen gestört werden können. Um diese Beeinträchtigungen zu vermeiden, werden Windenergieanlagen im Umfeld von Drehfunkfeuern häufig nicht zugelassen. Die Flugsicherung soll nun die Luftfahrtnavigation weitgehend auf satellitengestützte Verfahren umstellen. Am Boden könnten dadurch nicht mehr benötige Anlagen abgebaut und weitere Flächen für den Windenergiemarkt bereitgestellt werden.
    • Die Bundesbank geht für dieses Jahr von einem kräftigen Aufschwung der deutschen Wirtschaft aus. die Frankfurter Ökonomen prognostizieren ein Wachstum von 3,7 Prozent, nach dem coronabedingt schweren Einbruch in 2020 um 4,8 Prozent. „Die deutsche Wirtschaft überwindet die pandemiebedingte Krise", erklärte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann am Freitag zur neuen Prognose. Im Dezember hatte die Bundesbank für 2021 ein Wachstum von 3,0 Prozent vorhergesagt. Durch das Fortschreiten der Impfungen könne die Corona-Pandemie „rasch und nachhaltig zurückgedrängt" werden und Einschränkungen für Wirtschaft und Bevölkerung „zügig gelockert" werden, so Weidmann. „Schon in diesem Sommer könnte die Wirtschaftsleistung wieder das Vorkrisenniveau erreichen“.
    • China hat ein neues Gesetz verabschiedet, das Gegenreaktionen auf Sanktionen des Auslands beinhaltet. Die vom Nationalen Volkskongress verabschiedete Novelle sieht u. a. die Verweigerung von Einreisevisa, oder die Beschlagnahme von Vermögenswerten von Einzelpersonen oder Firmen vor, die sich an Sanktionen des Auslands gegen chinesische Personen oder Firmen halten.
    • Die britische Wirtschaft konnte im April zum Vormonat um 2,3 Prozent wachsen, wie das Statistikamt ONS am Freitag mitteilte. Das ist der stärkste monatliche Anstieg seit Juli vergangenen Jahres. Das BIP liegt laut ONS aber immer noch 3,7 Prozent unter dem Niveau vor der Corona-Krise im Februar 2020. Die britische Industrie hat sich im April hingegen schwach entwickelt. Die Gesamtherstellung sei gegenüber März um 1,3 Prozent gefallen, teilte ONS weiter mit. Analysten hatten einen Zuwachs um 1,2 Prozent erwartet.
    • Die G7-Gruppe westlicher Wirtschaftsmächte will ärmeren Staaten mit einer Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus unter die Arme greifen. Dies solle sowohl durch Verteilung als auch durch Finanzierung von Impfstoff möglich werden, teilte die britische Regierung in der Nacht zum Freitag mit. Die Staats- und Regierungschefs wollen auch die Impfstoffproduktion ausweiten. „Globale Lösungen sind gefordert", steht in dem Entwurf einer „Gesundheitserklärung von Carbis Bay", die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin verpflichten sich die Staats- und Regierungschefs, „die kollektiven Abwehrkräfte zu stärken, um durch wirksames multilaterales Handeln und ein gestärktes globales Gesundheitssystem besser gegen künftige Pandemien vorzubeugen, diese zu entdecken, darauf zu reagieren und sich davon zu erholen".
    • Großbritannien und die USA haben in einer Erklärung ihre gemeinsamen Werte dargelegt. Premierminister Boris Johnson und US-Präsident Joe Biden unterzeichneten vor dem G7-Gipfel in Cornwall eine neue Atlantik-Charta. Danach wollen die beiden Länder Freihandel und Menschenrechte fördern.
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Vier Tage nach der Präsidentenwahl in Peru hat die Staatsanwaltschaft gegen die Kandidatin Keiko Fujimori abermals Untersuchungshaft beantragt. Die rechtspopulistische Politikerin habe gegen ihre Auflagen verstoßen, hieß es am Donnerstag in der Begründung. Wegen Korruptionsvorwürfen war Fujimori in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in Haft. Unterdessen deutete alles auf einen knappen Sieg des Linkskandidaten Pedro Castillo gegen Fujimori hin.

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