Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die von Henkel für das zweite Quartal veröffentlichten Umsatz- und Ergebniszahlen lagen unter den Markterwartungen. Der Konzernumsatz ging um 0,4 Prozent auf 5,121 Mrd. Euro zurück (Markterwartung: 5,226 Mrd. Euro), bei einer gleichzeitig von 46,8 auf 46,4 Prozent gesunkenen Rohertragsmarge, einer Abschwächung des bereinigten Konzern-EBIT um 8,6 Prozent auf 846 Mio. Euro (Markterwartung: 861 Mio Euro) und einem Rückgang des bereinigten Ergebnisses je Vorzugsaktie um 9,5 Prozent auf 1,43 Euro (Konsens: 1,45 Euro).

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Das Management erwartet nun für das Gesamtjahr einen organischen Umsatzrückgang in einer Bandbreite zwischen 0 und minus 2 Prozent (vorherige Prognose: Erwarteter Anstieg zwischen 2 und 4 %) und jetzt erwarteter Rückgang beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie auf währungsbereinigter Basis im mittleren bis hoch einstelligen Prozentbereich (vorherige Prognose: Erwarteter Rückgang im prozentual mittleren einstelligen Bereich).

Bei Vorlage der Q2-Zahlen hat das Henkel-Management die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2019 nach unten revidiert, wie DZ Bank-Analyst Herbert Sturm laut einer am Dienstag vorgelegten Studie konstatiert. In Reaktion hierauf habe er seine Umsatz- und Ergebnisschätzungen für die Geschäftsjahre 2019 und folgende einer Überprüfung unterzogen und jeweils nach unten revidiert. Der neue ermittelte faire Wert je Aktie betrage 85 (nach zuvor: 92) Euro. Das Anlageurteil laute unverändert „Halten".

JPMorgan hat das Kursziel für Henkel von 91 auf 84 Euro gesenkt und die Bewertung auf "Neutral" belassen. Nach einem schwachen zweiten Quartal senke sie ihre Gewinnschätzungen für die Jahre 2019 und 2020 um bis zu fünf Prozent, schrieb Analystin Celine Pannuti. Die Perspektive für eine Trendwende zum Positiven sowohl im Klebstoff- als auch im Konsumentengeschäft bleibe gering.

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Henkel AG & Co. KGaA Vz