Montag:
Der Großhandelspreisindex für japanische Waren ist im April zum Vormonat um 0,4 % gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Preisrückgang um -0,2 %.

Im saisonbereinigten Monatsvergleich ist der Wert des japanischen Auftragseingangs im Maschinenbau im März um 3,6 % gestiegen nachdem er im Vormonat noch um 1,6 % geklettert war. Die Kernrate ohne volatile Orders ist im privaten Sektor binnen gleicher Frist um 5,4 % gestiegen, nach -3,8 % im Vormonat.

Die Kfz Neuzulassungen sind im Bereich der EU und der EFTA im April verglichen mit dem Vorjahr um -7,4 % gefallen nach +10,8 % im Vormonat und +3 % im Monat davor.

Im Vergleich Januar bis April mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sind die Neuzulassungen bei den Pkws um 4,8 % gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten im Bereich des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland insgesamt im März um -4,3 % auf 4,9 Mio. gefallen. Gleichzeitig wurden 3,5 % mehr, nämlich insgesamt 694 Mio., Arbeitsstunden registriert. Die Entgelte stiegen im selben Zeitraum um 1 % auf 16,7 Mrd. Euro.

Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um -3,6 % auf 651.000 zurückgegangen. Gleichzeitig fiel auch die Zahl der Sterbefälle um 2.000 bzw. -0,2 % auf 842.000. Damit wurden im Jahr 2009 per Saldo 190.000 weniger Kinder geboren als Menschen verstarben.

Der New York Empire State Index der New York Fed notiert im Mai bei 19,11. Im Vormonat hatte er noch bei 31,86 gestanden. Erwartet wurde er im Bereich 30.

Dienstag:

Der Ausgabenindex im Dienstleistungsbereich ist gegenüber dem Vormonat um -3,0 % zurückgegangen.

Der Index für das japanische Verbrauchervertrauen notiert im April bei 42,0. Einen Monat zuvor hatte der Vertrauensindex bei 40,9 gelegen, im Vergleichsmonat ein Jahr zuvor bei 32,4.

Mit der aktuellen Veröffentlichung setzte der Index zum japanischen Verbrauchervertrauen seinen Aufwärtstrend ausgehend vom letzten Tief bei 26,2, erreicht im Dezember 2008, fort.

Der britische Verbraucherpreisindex (CPI) ist im April-Jahresvergleich um 3,7 % gestiegen. Im Vormonat hatte er noch bei 3,4 % gelegen. Erwartet worden war aktuell ein Anstieg um 3,5 %.

Der Einzelhandelspreisindex (RPI) ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,3 % gestiegen, verglichen mit 4,4 % im Monat zuvor.

Die Handelsbilanz der Euro-Zone weist in der ersten Schätzung für März einen Überschuss von 4,5 Mrd. Euro aus verglichen mit einem Überschuss in Höhe von 1,6 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Das Plus des Vormonats wurde auf 2,4 Mrd Euro revidiert von zuvor veröffentlichten 2,6 Mrd. Euro.

Die Ausfuhren sind im Berichtsmonat zum Vormonat saisonbereinigt um 7,2 % gestiegen , die Einfuhren um 10,3 % geklettert.

Die Jahresteuerung in der Eurozone liegt im April bei 1,5 %. Die offizielle Vorabschätzung war von 1,5 % ausgegangen. Im Vormonat lag die jährliche Inflationsrate bei 1,4 %. Der Monatsvergleich wird mit 0,5 % angegeben. Prognostiziert wurden hier 0,4 % nach zuvor +0,9 %.

Die Jahresteuerung für den gesamten Bereich der EU liegt im Berichtsmonat bei 2,0 % nach 1,9 % im Vormonat und 1,3 % im Jahr zuvor. Auf Monatssicht liegt die Inflationsrate bei 0,4 %.

Der ZEW Konjunkturindex für Deutschland notiert im Mai bei 45,8. Erwartet wurde der Index mit 46. Im Monat zuvor hatte er noch bei 53 gelegen. Den historische Mittelwert des Konjunkturindikators gibt das ZEW mit 27,4 Punkten an. Die aktuelle konjunkturelle Lage Deutschlands hat sich nach Angaben des ZEW auf -21,6 Zähler erhöht von noch -32,9 im Monat zuvor.

Die Konjunkturerwartung für die Eurozone verschlechterte sich zum Vormonat um 8,4 Punkte und notiert im Berichtsmonat bei nun 37,6 Zählern. Die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum gewinnt 3,9 Zähler auf nunmehr -48,5 Punkte.

Die Zahl der US-amerikanischen Wohnbaugenehmigungen liegt im April bei 606.000. Erwartet wurden 680.000 bis 715.000. Im Monat davor waren es 685.000 gewesen. Damit wurde der Vormonatswert von ehemals veröffentlichten 680.000 nach oben revidiert.

Unser Kommentar:

Auch das noch: Nachdem schon der Arbeitsmarkt in den USA nicht auf die Beine kommt, zeigt auch der US-Immobilienmarkt weiterhin Schwäche. Die Zahlen zu den Wohnbaugenehmigungen werden wieder schlechter.

Wir wiederholen das an dieser Stelle seit vielen Monaten: Ohne eine Erholung auf dem Arbeits- und Immobilienmarkt in den USA wird das nichts mit einem nachhaltigen Aufschwung. An den Börsen rücken diese schlechten Nachrichten jetzt wieder stärker in den Mittelpunkt des Interesses.

Die Zahl der Wohnbaubeginne liegt in den USA im April bei 672.000. Erwartet wurden 656.000 bis 675.000 nach noch 635.000 im Vormonat. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 626.000 leicht nach oben revidiert.

Die US-amerikanischen Erzeugerpreise sind im April um 0,1 % gesunken . Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich von 0,1 %. Im Monat zuvor waren die Preise der Erzeuger um 0,7 % geklettert.

Die Kernrate der US Produzentenpreise ist um 0,2 % gestiegen. Erwartet wurde hier ein Bereich von 0,0 bis 0,1 % nach zuletzt noch 0,1 %.

Mittwoch:

Die japanische Industrieproduktion ist im März zum Vormonat in der revidierten Fassung um 1,2 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte die Produktion in der Industrie um 31,8 %.

Im ersten Quartal 2010 verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist die Erwerbstätigkeit in Deutschland insgesamt um -0,3 % auf 39,8 Mio. gesunken. Im Quartal zuvor war die Zahl der Erwerbstätigen um -0,4 % gefallen.

Die Aussaatflächen von Winterweizen (einschl. Dinkel) sind im Jahresvergleich in Deutschland um 2 % auf 3,3 Mio. ha gestiegen. Gleichzeitig fiel allerdings die Aussaatfläche von Roggen (-13 % auf 658.000 ha), während Wintergerste (-9 % auf 1,3 Mio. ha) und Triticale (1 % auf 404.000 ha) mehr ausgesät wurden.

Die Produktion im Baugewerbe ist im Bereich der Eurozone im März um 7,6 % gestiegen. Die Produktion des Vormonats wurde von -3,3 % auf nun -7,2 % nach unten revidiert. Im Jahresvergleich ist die Bauproduktion um -5,2 % gesunken nach zuletzt -15,2 %.

Der Weltwirtschaftsklimaindikator für das zweite Quartal ist auf 104,1 geklettert von noch 99,5 im ersten Quartal. Ein Jahr zuvor hatte der Wirtschaftsklimaindex bei 65,2 gestanden.

Der Index für die aktuelle Lage notiert bei 80,4 nach noch 67,3 im Vorquartal. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte der Indikator bei 39,3 notiert. Der Indikator für die Erwartungen sinkt auf 126,3 nach 129,8 im ersten Quartal 2008. Im entsprechenden Quartal vor einem Jahr lag der Indikator noch bei 89,5.

Die US-amerikanischen Verbraucherpreise sind im April um 0,1 % gestiegen . Erwartet wurde ein Anstieg um 0,0 bis 0,1 %. Im Monat zuvor waren die Preise der Konsumenten um 0,1 % geklettert. Auf das Jahr gesehen kletterten die US Verbraucherpreise um 2.2 %.

Die Kernrate ist in den USA mit 0,0 % unverändert geblieben. Damit war im Vorfeld bereits gerechnet worden.

Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind in der vorangegangenen Woche um 0,2 Mio. Barrel gestiegen, nach zuvor +1,9 Mio. Barrel.

Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA im Wochenvergleich um 0,6 Mio. Barrel ausgeweitet, nach zuletzt einem Plus in Höhe von 2,7 Mio. Barrel.

Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten Staaten um 1,0 Mio. Barrel gefallen, nach zuvor +1,4 Mio. Barrel.

Donnerstag:

Das japanische Wirtschaftswachstum ist im ersten Quartal um 1,2 % gestiegen. Annualisiert kletterte die Wirtschaftsleistung um 4,9 %, verglichen mit 4,2 % im Vorquartal.

Die deutschen Erzeugerpreise sind im April zum Vormonat um 0,8 % gestiegen. Einen Monat zuvor waren sie um 0,7 % geklettert.

Im Jahresvergleich verteuerten sich die Preise der Erzeuger in Deutschland um 0,6 % nach -1,5 % im Monat zuvor.

Die Zahl der Gasthörer an den deutschen Hochschulen lag im Wintersemester 2009 bei rund 41.900, das waren 13,6% mehr als im Vorjahr.

Der Frauenanteil bei den Gaststudierenden lag bei 47,4. Rund 6,5 % der Gasthörer besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Der britische Einzelhandelsumsatz ist im April gegenüber dem Vormonat um 0,1 % geklettert. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,3 %. Das Vormonatsplus wurde auf +0,5 % revidiert.

Die US-amerikanischen Frühindikatoren sind im April um 0,1 % gesunken. Erwartet wurde ein Plus im Bereich von 0,2 %. Im Vormonat war ein Plus in Höhe von 1,3 % verzeichnet worden. Damit wurde der Vormonatswert von 1,4 % nach unten revidiert.

Der Philly Fed Index notiert im Mai bei 21,4. Erwartet wurde er im Bereich von 20,7 bis 22,0. Im Vormonat hatte er bei 20,2 gestanden.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA in der vergangenen Woche um 25.000 auf 471.000 gestiegen. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 440.000 Erstanträge gerechnet.

Unser Kommentar:

Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich in der vergangenen Woche erstmals seit Anfang April wieder eingetrübt.
Wir hatten schon während der monatelangen Aufwärtsbewegung an den Börsen immer wieder darauf hingewiesen, dass eine nachhaltige konjunkturelle Erholung in den USA ohne eine Besserung auf dem Arbeitsmarkt eine Utopie ist.
Mit den wieder schwächeren Daten besteht jetzt die Gefahr, dass die Binnenkonjunktur in den USA weiterhin schwach bleibt.
Für ein Anhalten der Schwäche des Aktienmarkts spricht jetzt die Befürchtung, dass die Schuldenkrise in Europa das weltweite Wirtschaftswachstum zusätzlich behindern könnte.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte ("Nat Gas Inventories") sind in der letzten Woche um 76 Bcf auf 2.165 Bcf gestiegen. Im Vorjahr hatten sie bei 2.092 Bcf gelegen.

Freitag:

Kleiner Verfallstag - Verfall zahlreicher Aktien- und Index-Optionen an den internationalen Terminbörsen

Der japanische Frühindikator notiert in der revidierten Fassung für März bei 101,5. Im Vormonat hatte der Frühindikator Japans noch bei 98,5 notiert.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland legte von Januar bis März um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. Damit bestätigte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag eine frühere Schätzung. Am Jahresende 2009 hatte es ein Plus in gleicher Höhe gegeben. Im entsprechenden Quartal des Vorjahres hatte das Wachstum in Deutschland -3,5 Prozent betragen.

Im März ist die Zahl der im deutschen Straßenverkehr Getöteten zum Vorjahr um -19 % auf 660 gefallen. Gleichzeitig ist die Zahl der Verletzten um -10 % auf 67.700 zurückgegangen. Die Polizei nahm rund 571.400 Straßenverkehrsunfälle auf, das sind 6,1 % mehr als noch ein Jahr zuvor.

Der französische Dienstleistungsindex notiert in der ersten Veröffentlichung im Mai bei 60,5. Im Vormonat hatte der Index noch bei 59,2 gestanden. Erwartet wurde der Serviceindex bei 58,5.

Der französische Einkaufsmanagerindex für Mai notiert in der ersten Veröffentlichung bei 56,2. Im Monat zuvor war er mit einem Stand von 56,6 veröffentlicht worden. Erwartet wurde der Index hingegen mit einem Stand von 56,6.

Der deutsche Einkaufsmanagerindex notiert in der ersten Veröffentlichung für Mai im verarbeitenden Gewerbe bei 58,3. Im Vorfeld war hingegen mit einem Stand von 61,6 gerechnet worden, nach zuvor 61,5.

Der deutsche Dienstleistungsindex für Mai notiert in der ersten Veröffentlichung bei 53,7. Erwartet wurde der Index bei 55,5 nach 55,2 im Vormonat.

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert in der ersten Veröffentlichung für Mai im verarbeitenden Gewerbe bei 55,9. Im Vorfeld war hingegen mit einem Stand von 57,5 gerechnet worden.

Der Einkaufsmanagerindex im Bereich der Dienstleistungen für die Eurozone liegt nach der ersten offiziellen Schätzung bei 56, nach zuletzt noch 55,6.

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert in der ersten Veröffentlichung für Mai insgesamt bei 56,2. Im Vormonat hatte er bei 57,3 gelegen. Gerechnet wurde mit einem Stand von 57,5.

Nach Angaben des US Conference Board ist der deutsche Frühindikator im Berichtmonat um 1,5 % auf 99,5 gestiegen. Im Monat zuvor war der Index um 0,1 % geklettert, davor um -0,1 % gesunken.

Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland notiert für Mai bei 101,5. Im Vormonat hatte er noch bei 101,6 gestanden. Erwartet wurde er hingegen im Bereich 102.

Der Index für die Geschäftslage notiert bei 99,4 nach zuvor 99,3 und erwarteten 100,5. Der Index zur Geschäftserwartung liegt nun bei 103,7 nach 104 im letzten Monat. Die Erwartung hatte hier im Bereich zwischen 103,8 gelegen.

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de