Obwohl der Rückgang etwas geringer ausfiel als befürchtet, stellt die Veröffentlichung des U.S. Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das zweite Quartal noch immer einen denkwürdigen Rekord dar. Die wirtschaftliche Aktivität sank verglichen zum Vorjahr um stattliche 9,5 Prozent - der größte Rückgang in der Nachkriegsgeschichte.

Offensichtlich als direkte Konsequenz der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie brach der private Konsum um 10,7 Prozent im Jahresvergleich ein. Die Bemühungen um eine frühzeitige „Wiedereröffnung“ der amerikanischen Volkswirtschaft könnten im zweiten Quartal sicherlich etwas unterstützt haben.

Dies hat jedoch seinen Preis, wie andere, heute ebenfalls veröffentlichte Daten vermuten lassen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, in diesen Tagen die vom Markt bevorzugte Messgröße für den Zustand der Wirtschaft, stieg in der zweiten Woche in Folge an. Dies deutet mehr und mehr darauf hin, dass die Wirtschaft auf einen flacheren Pfad hin zur endgültigen Erholung eingeschwenkt ist.