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Paris (Godmode-Trader.de) - Der französische Asset Manager DNCA Investments beobachtet immer deutlichere Anzeichen für einen künftigen Anstieg der Inflation. Besonders deutlich werde dies bei den Löhnen, sagt DNCA-Fondsmanager Igor de Maack. So würden amerikanische Unternehmen jetzt mit Lohn­steigerungen von 2,2 Prozent rechnen - gegenüber durchschnittlich plus 1,8 Prozent im Zeitraum 2015 bis 2017. Amazon habe bereits konkret beschlossen, seinen Stundenlohn zu erhöhen (von 12,45 US-Dollar auf 15 US-Dollar) – ein weiteres Zeichen für diese notwendige Umverteilung von Mehrwert.

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Auch wenn in Europa die Kernrate der Inflation wieder unter 1 Prozent gerutscht sei, so gebe es doch anekdotische Evidenz für Lohndruck, so der Fondsmanager des zu Natixis Investment Managers gehörenden Investmenthauses. Zur gleichen Zeit hätten die Zinssätze auf die Äußerungen von Jerome Powell über eine mögliche Beschleunigung der Zinserhöhungen reagiert. Zuletzt seien erste Anzeichen einer deutlichen Sektorrotation insbesondere zugunsten von Value- und Finanzwerten zu beobachten.

Eine wahrscheinliche Herabstufung Italiens durch Moody’s würde die Turbulenzen bei den zuletzt hochvolatilen Italien-Bonds nicht unbedingt verstärken, beruhigt der Manager mit Blick auf das hoch verschuldete Italien. Ein Katastrophenszenario wäre jedoch eine Senkung der Bonitätsnote durch die drei oder vier bedeutendsten Ratingagenturen, durch die das Land seinen Investment-Grade-Status verlieren würde. In Rom hält Igor de Maack das letzte Wort über den Haushalt und selbst über die jetzige Regierung für noch längst nicht gesprochen. „Die Geschichte, eine treue und hilfreiche Begleiterin jedes Fondsmanagers, lehrt, dass sie sich gerne wiederholt. Es ist also nicht allzu tollkühn, die Möglich­keit ins Auge zu fassen, dass Italien in nicht allzu ferner Zeit seine 66. Regierung vereidigen könnte“, sagt de de Maack.