Im Anschluss an die Bekanntgabe der Zahlen für das vierte Quartal 2018 verzeichnete die IBM-Aktie am 23. Januar mit einem Kurssprung von rund neun Prozent den größten Tagesgewinn seit zehn Jahren. Ausschlaggebend hierfür ist aus Sicht von Independent Research-Analyst Markus Friebel der überwiegend positive Ausblick für 2019 gewesen, was angesichts der sich stetig eintrübenden Weltwirtschaft und den eher schwachen Perspektiven für den Technologiesektor überrascht habe.

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    Analyst Friebel geht allerdings davon aus, dass zumindest der Ausblick von IBM für das berichtete EPS (Gewinn je Aktie) für 2019 zu optimistisch ausgefallen ist. Die wesentliche Kenngröße für den Markt sei aber das operative EpS und dieses dürfte IBM in 2019 erreichen können, so der Experte.

    Die Zahlen zum vierten Quartal fielen Friebel zufolge insgesamt nur gemischt aus. Bei einem auf 143,00 (alt: 130,00) US-Dollar angehobenen Kursziel bestätigt das Analysehaus Independent Research aber das „Halten“-Votum. „Wir glauben nach wie vor nicht, dass IBM in absehbarer Zeit eine nachhaltige Trendwende bei der Geschäftsentwicklung gelingen wird“, führt Friebel weiter aus. Die verhältnismäßig niedrige Bewertung der Aktie, die Aktienrückkäufe sowie die attraktive Dividendenrendite stünden den gestiegenen globalen Unsicherheiten, der sich eintrübenden Weltwirtschaft und den hohen Risiken aus der aus seiner Sicht überteuerten Übernahme von Red Hat - sofern sie genehmigt werde - gegenüber, resümiert der Aktien-Fachmann.

    Int. Business Machines (IBM)