Hamburg/ Paris (Godmode-Trader.de) - Nach Einschätzung einer Regierungskommission in Berlin muss die Elektrifizierung des Straßenverkehrs in den kommenden Jahren deutlich an Tempo zulegen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Trotz erheblicher technischer Fortschritte konnte der Verkehrssektor in den letzten Jahren die CO2-Emissionen nicht reduzieren", heißt es im Abschlussbericht der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM), der am Mittwoch vorgelegt wurde.

Die Notwendigkeit zum Handeln sei dringender denn je, denn das „Verkehrsaufkommen wächst insbesondere im Güterverkehr bei gleichzeitiger Verschärfung der Klimaschutzziele weiter.“ Nach Einschätzung des Expertengremiums müssen bis 2030 "bis zu 14 Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland unterwegs sein, um einen ausreichenden Beitrag zur Umsetzung der im Juni 2021 erneut verschärften Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu liefern".

Dass es so wie bisher nicht weiterlaufen kann, das hat sich auch die Internationale Energieagentur IEA auf die Fahnen geschrieben. Nach Ansicht der Organisation müssen sich die Investitionen in Erneuerbare Energie bis 2030 verdreifachen. „Die Welt investiert nicht genug, um ihren künftigen Energiebedarf zu decken", teilte die IEA am Mittwoch mit. „Klare Signale und Anweisungen von Seiten der Politik sind unerlässlich“.

Den Angaben zufolge ist der Anteil an erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarenergie im vergangenen Jahr zwar weiter gewachsen. Diese Fortschritte reichten jedoch nicht aus, um die globalen Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Null zu bringen.

Um die Klimaziele zu erreichen, müssen nach Berechnungen der IEA fossile Brennstoffe auf knapp ein Viertel des Angebotsmixes bis Mitte des Jahrhunderts schrumpfen und Erneuerbare Energien auf etwas mehr als zwei Drittel steigen. Würde die Welt so weiter machen wie bisher, sei ein Anstieg der Temperaturen bis Ende des Jahrhunderts um 2,6 Grad zu befürchten.