Die Internationale Energieagentur IEA schlägt heute in die gleiche Kerbe wie die OPEC, und rechnet mit einem sich verlangsamenden Nachfragewachstum am Ölmarkt.

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    Für 2018 nahm man die Schätzung um 110.000 bpd auf 1,3 Mio bpd zurück, für 2019 senkte man die Erwartungen um den gleichen Betrag auf 1,4 Mio bpd.

    Auf der anderen Seite nimmt das globale Angebot stark zu. Im September lag die Erdölproduktion auf einem neuen Rekordhoch bei rund 100 Mio bpd, ein Wert der 2,6 Mio bpd höher lag als noch ein Jahr zuvor.

    Für das laufende Jahr geht die Behörde von einem Wachstum der Produktion um 2,2 Mio bpd aus, im nächsten Jahr soll ein Plus von 1,8 Mio bpd verzeichnet werden können.

    Die Gründe für die reduzierten Nachfrageschätzungen sind vor allem im wirtschaftlichen Ausblick, dem Handelskonflikt und revidierten Daten zum chinesischen Wachstum zu finden.

    Strukturell ist das Zeitalter der fossilen Brennstoffe allerdings alles andere als vorbei. Die IEA geht davon aus, dass die Nachfrage, hauptsächlich getrieben von den sich verbessernden Lebensstandards in den Entwicklungsländern und der Petrochemischen Industrie (Plastik), weiter stark in die Höhe getrieben wird.

    Auf der Angebotsseite heißen die Risiken derzeit Iran, Venezuela und Libyen. Hinzu komme die bis an ihre Grenzen ausgereizte Industrie und die stark gesunkene Reservekapazität.

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