Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni deutlich eingetrübt. Der Ifo- Geschäftsklimaindex sank von 110,4 Punkten im Vormonat auf 109,7 Punkte im Juni, wie das Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Erwartet wurde nur ein leichter Rückgang auf 110,3 Punkte. Mit dem Rückgang im Juni ist der Ifo-Index auf den tiefsten Stand seit Dezember 2013 gefallen.

    Negative Zukunftsaussichten angesichts der Krisen in der Ukraine und im Irak drückten im Juni auf die Stimmung der Unternehmen. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate werden deutlich negativer beurteilt als noch im Mai. Der entsprechende Index verschlechterte sich von 106,2 Punkten im Mai auf 104,8 Punkte im Juni. „Die deutsche Wirtschaft befürchtet mögliche Auswirkungen der Krisen in der Ukraine und im Irak“, betonte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Der Index für die aktuelle Geschäftslage verblieb auf dem überdurchschnittlich guten Vormonatsniveau von 114,8 Punkten.

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    Das Ifo-Geschäftsklima gilt als wichtigster Frühindikator für die deutsche Wirtschaft. Es basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels.