Im heute journal des ZDF wurde in dieser Woche über den dramatischen Anstieg der Krebserkrankungen berichtet. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll die Zahl der Krebstoten in den kommenden 15 Jahren um rund 60 Prozent ansteigen. Ähnliche Zuwächse werden bei den Neuerkrankungen erwartet Doch glücklicherweise hatten die ZDF-Redakteure für diese schlechte Nachricht gleich den richtigen Experten an ihrer Seite:

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Professor Christof von Kalle vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg, angeblich der Krebsexperte Nummer eins in Deutschland, rückte die Besorgnis erregenden Zahlen zurecht: Schuld an den vielen Neuerkrankungen sei lediglich die gestiegene Lebenserwartung der Menschen.

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Nach dieser Argumentation könnte man daher auch sagen: Freuen wir uns darüber, dass so viele Menschen an Krebs sterben, denn dies ist der eindeutige Beweis dafür, wie gut es uns doch in Wahrheit geht, weil wir alle immer älter werden.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2081168/Erschreckend-Krebszahlen-steigen#/beitrag/video/2081168/Erschreckend-Krebszahlen-steigen

http://www.derwesten.de/gesundheit/zahl-der-krebserkrankungen-steigt-dramatisch-an-id8948212.html

Das Dumme ist nur: Das Argument mit der steigenden Lebenserwartung stimmt nur auf den ersten Blick. Tatschlich sind die Menschen in zurückliegenden Jahrzehnten immer älter geworden. Daraus aber Trends für die Zukunft abzuleiten, ist ähnlich riskant wie an der Börse: In jüngster Zeit scheint sich dieser Trend nämlich umzukehren, wie einige Zahlen aus den USA zeigen.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/lebenserwartung-sinkt-ia.html

Es bietet sich an, an dieser Stelle noch etwas weiter zu graben. Längst ist es kein Geheimnis mehr, dass etwa das massenhafte Sterben der Bienen auch (!) mit der rasanten Ausbreitung des Mobilfunks zusammenhängt:

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/nachgewiesen-mobilfunk-mitverantwortlich-fuer-bienensterben

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Foto: dpa

Warum man über dieses Thema und mögliche weitere Auswirkungen dieser Technologie so wenig hört oder liest und auch im Internet kaum etwas zu finden ist?

Sagen wir mal so: Die Versteigerung der Mobilfunklizenzen hat die beteiligten Unternehmen Unsummen gekostet. Dem stehen jetzt entsprechende Einnahmen gegenüber. Der Staat machte ebenfalls ein Bombengeschäft: Bei der ersten Auktion im Jahr 2000 wurde ein Erlös in Höhe von 50,8 Milliarden Euro erzielt.

Das Interesse der Telekomkonzerne, wie auch der Politik, an Aufklärung der Bevölkerung über mögliche Risiken des Mobilfunks hält sich da naturgemäß in Grenzen.

Hinzu kommt: Der Großteil der Bevölkerung nutzt Handy und WLAN erst seit wenigen Jahren intensiv. Die Zeitspanne ist zu kurz, um langfristige Auswirkungen, etwa das Risiko einer Krebserkrankung in 15 oder 30 Jahren beurteilen zu können. Dass die meisten Studien, in denen die Sicherheit von Handys zweifelsfrei „bewiesen" wurden, von der Telekomindustrie finanziert wurden, macht die Sache nicht einfacher.

Wer ein wenig sucht, der findet im weltweiten Datennetz natürlich trotzdem interessante Hinweise zu dem Thema, etwa den folgenden Bericht über den Krebstod von Senator Edward Kennedy, dem jüngeren Bruder von John F. Kennedy. Edward Kennedy war an einem Gehirntumor gestorben. An seinem Todestag veröffentlichte eine internationale Arbeitsgemeinschaft ihren Bericht, wonach Handys Gehirntumore verursachen können.

http://www.zeitenschrift.com/artikel/bienensterben-mobilfunk-quasseln-oder-essen#.UvTiPydGxkQ

Im folgenden Artikel heißt es dazu:

„Gemäß einer auf wissenschaftlichen Daten basierenden statistischen Hochrechnung, welche Forscher um den US-Amerikaner und ehemaligen Mobilfunk-Insider Dr. George Carlo gemacht haben, könnte 2012/13 zu einem Schicksalsjahr für die Menschheit werden. Geht das Wachstum des Mobilfunks im jetzigen Stil weiter, so wird zu jenem Zeitpunkt ein Maß an globaler Mikrowellenbelastung erreicht sein, dem das Immunsystem der meisten Menschen nicht mehr wird standhalten können. Dann, so fürchtet man, könnten Hirntumore und andere Krebsarten „plötzlich“ und praktisch überall auf der Welt epidemisch ausbrechen“.

http://www.zeitenschrift.com/artikel/mobilfunkschaeden-der-beruehmte-tropfen-zuviel#.UvTjOSdGxkQ

Und damit wären wir wieder bei der Meldung des ZDF von dieser Woche über den dramatischen Anstieg der Krebsfälle: Wie man sieht, ist es durchaus naheliegend, dafür mehr als nur die steigende Lebenserwartung ins Feld zu führen.

In diesem Zusammenhang wollen wir Ihnen noch einige Bilder zeigen. Zunächst die Mikroskopaufnahme von Blutzellen vor einem Handytelefonat mit einer Dauer von drei (!) Minuten. Im linken Teil der Grafik sehen Sie die Blutzellen vor dem Telefonat. Rechts das Blut, wie es anschließend aussieht:

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Was viele Menschen offenbar gar nicht wissen: Bei der Bundesnetzagentur lassen sich Standorte von Mobilfunksendern abrufen. Im folgenden Bild sehen Sie einen Straßenausschnitt aus dem Zentrum Münchens. Die orangefarbenen Dreiecke sind Mobilfunksender.

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Hier nun ein Schaubild aus einer ländlichen Region. Dargestellt sind die Mobilfunkanlagen im Zentrum von Holzkirchen, im Münchner Süden gelegen. Der Maßstab ist identisch:

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Wer bereits weiß oder befürchtet, dass er in der Nähe von Mobilfunkanlagen gesundheitliche Probleme zu erwarten hat, der sollte diese Informationen bei einem Wohnungswechsel mit berücksichtigen.

http://emf3.bundesnetzagentur.de/karte/

Was das alles mit der Börse zu tun hat? Zunächst einmal gar nichts. Andererseits zeigt sich hier nur ein weiteres Mal, wie die Medien Meinungen manipulieren und es dabei mit der Wahrheit nicht sonderlich genau nehmen.

Dass dies bei Nachrichten über Arbeitslosenzahlen, die Konjunkturentwicklung, den Euro oder die Börsenkurse ganz genauso ist, versteht sich allerdings von selbst...

Wie wir die Lage an den Börsen nach dem Januar-Gewitter einschätzen, das haben wir in der Februar-Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs ausführlich erläutert:

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Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de