New York (Godmode-Trader.de) - Der schwedische Premierminister Stefan Lofven, hat heute im Parlament in Stockholm eine Vertrauensabstimmung verloren. Freilich gibt es mehrere Gründe für die Krise in Stockholm. Auslöser war jedoch die von der Regierung vorgeschlagenen Änderungen auf dem Mietwohnungsmarkt.

Regierungen auf der ganzen Welt müssen auf die Herausforderung des unaufhaltsamen Anstiegs der Kosten für Miete oder Kauf einer Immobilie reagieren. Und das Problem wird immer schlimmer, da die Immobilienpreise weltweit in einer Rally stecken.

Niraj Shah von Bloomberg Economics hat die Zahlen ausgewertet und eine Länderliste erstellt, wo Immobilienblasen drohen. Schweden liegt danach auf Platz 3, nach Neuseeland und Kanada. Großbritannien liegt auf Platz 5, die USA auf dem siebten Platz.

Immobilienblasen sind ein Indikator für kommende Probleme. Subprime-Hypotheken waren die Wurzel der Krise von 2008, die letztlich außerordentliche Maßnahmen erzwang, um das globale Finanzsystem zu stützen.

Diesmal könnte die Politik zu den ersten Leittragenden gehören. In Berlin gab es bereits hart ausgetragene Mietproteste, in Kolumbien (Platz 16 auf Shahs Liste) ist es sogar zu Massenunruhen gekommen. „Vor allem für Millennials und die jüngere Generation Z ist es zunehmend unerreichbar, die „Eigentumsleiter" zu erklimmen. Diese Realität macht den Zugang zu Wohnraum zu einer wichtigen Trennlinie in der Politik, da sich die traditionellen Vorstellungen von links und rechts auflösen“, schreibt Bloomberg.