Nach wie vor zeichnen sich die europäischen Immobilienmärkte durch ein von einem erheblichen Rückgang der Anfangsrenditen angetriebenes Kapitalwachstum aus. Angesichts steigender Zinsen von langjährigen Staatsanleihen, die den aktuellen Preisvorteil von Immobilieninvestments teilweise verringern, rechnen einige Marktbeobachter nun mit einer Marktkorrektur. Der Europäische Immobilienmarktbericht von INVESCO hingegen sieht Potenzial für einen weiteren Rückgang der Anfangsrenditen. Wenn die von den meisten Marktteilnehmern aktuell erwartete Erholung am Mietmarkt tatsächlich eintritt, meinen die Autoren der Studie, dass sich die europäischen Immobilienmärkte ohne erhebliche Wertverluste für Investoren an die höheren Anleiherenditen anpassen sollten.

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„Immobilieninvestments haben vom allgemeinen Anstieg der Anlagewerte und der Nachfrage nach Anlagegütern profitiert wie auch von der zunehmenden Umschichtung weg von Aktien und hin zu Anleihen und Anleihesubstituten. Außerdem haben die zunehmende Transparenz der europäischen Immobilienmärkte und der bessere Zugang zu Immobilieninvestments für inländische und ausländische Investoren diese Anlageklasse gestützt“, erklärt Dr. Paul Kennedy, Head of European Research von INVESCO Real Estate, London.

Laut Kennedy kommt es nun darauf an, schnell zu agieren, da Investments, die Anfang 2006 getätigt wurden, voraussichtlich eine bessere Performance aufweisen werden als spätere Akquisitionen. „Obwohl kein Zweifel besteht, dass die europäischen Immobilienmärkte auch weiterhin attraktive Investmentchancen bieten werden, dürften die verfügbaren Gesamtrenditen im Rahmen des Anstiegs der langfristigen Anleiherenditen in den nächsten fünf Jahren zurückgehen“, so Kennedy.

Die INVESCO-Analyse zeigt, dass Immobilienanlagen in Mittel- und Osteuropa besser abschneiden dürften als Investments in anderen europäischen Märkten. Und während die Investmenterträge in den meisten Märkten in den nächsten fünf Jahren zurückgehen dürften, wird sich die Performance der deutschen Immobilieninvestments voraussichtlich verbessern. Insgesamt dürften sich Büro- und Logistikimmobilien besser entwickeln als Einzelhandelsimmobilien. Kurzfristig halten die INVESCO-Experten zweistellige Gesamtrenditen in Frankreich, bei Büroimmobilien in der Londoner Innenstadt und in Spanien für möglich.

„Unsere Prognose eines attraktiven Mietwachstums in den Spitzensegmenten basiert auf der Kombination einer moderaten Verbesserung der Mieternachfrage sowie einem Rückgang der Leerstandsraten angesichts einer verhaltenen Entwicklungsaktivitäten“, schreiben die Analysten von INVESCO.

Während der Ausblick für europäische Immobilien insgesamt günstig bleibt, merkt Kennedy an, dass „die Aussichten für Total-Return-Investoren angesichts der niedrigen und sinkenden Anfangsrenditen und dem zunehmenden Fokus auf Erträgen aus Mietwertsteigerungen besser sein dürften als für Investoren, für die die Erzielung eines attraktiven laufenden Einkommens im Vordergrund steht.“

Quelle: Invesco

INVESCO zählt als Teil der AMVESCAP Gruppe zu den führenden Asset Managern weltweit – mit über 380 Mrd. US-Dollar verwaltetem Vermögen. Über 5.900 Mitarbeiter, darunter rund 500 Investmentspezialisten, sind in 20 Ländern im Einsatz.