Neu Delhi (BoerseGo.de) - Die schwache Dynamik bei den jüngsten Einkaufsmanagerindizes deutete es bereits an: Indiens Industrieproduktion erlebte im August eine tiefgreifende Schwächephase. Das Volumen der Erzeugung wuchs lediglich marginal um 04 Prozent zum Vorjahresmonat, während Ökonomen einen Anstieg von 2,6 Prozent erwartet hatten. Dies aktuellen Zahlen teilte die Regierung am Montag in Neu Delhi mit.

Besonders enttäuschend verlief die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe. Dort schrumpfte der Produktionswert um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die schwache Tendenz hatte sich in den zuletzt äußerst schwachen Projektabschlusszahlen angedeutet. Innerhalb der Industrie war bei den Herstellern von langlebigen Gebrauchsgütern mit minus 15,0 Prozent der höchste Rückgang zu verzeichnen. Die Produktion von Konsumgütern ging um 6,9 Prozent Prozent zurück. Die Daten bestätigten die Einschätzung von Ökonomen, dass die Wirtschaftskraft Indiens im dritten Quartal schrumpfen wird.

Das Land hat jüngst unter dem seit Mai im Amt weilenden Premierminister Narendra Modi eine Kampagne gestartet, um mehr ausländische Investoren anzulocken. Unter dem Motto „Make in India" sollten bürokratische Hürden abgebaut und Steuerregeln vereinfacht werden. Außerdem würden nun Arbeiter besser ausgebildet sowie Industriekorridore und -parks geschaffen. In Indien werden vergleichsweise verhältnismäßig wenig Güter produziert. Die Warenproduktion beträgt derzeit nur 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, dafür ist Indien im Dienstleistungssektor stark.