Düsseldorf (BoerseGo.de) - „Der indische Aktienmarkt hat nach dem historischen Machtwechsel im Juni weiter stark zugelegt. Die Anleger nahmen Signale der neuen Regierung, Reformen anzugehen, positiv auf. Die ausländischen Großanleger honorierten die Perspektiven erneut mit umfangreichen Wertpapierkäufen“, so Chris Adams, Produktspezialist Asien/Aktien Asien-Pazifik bei HSBC Global Asset Management.

In seinem aktuellen Marktkommentar fasst HSBC-Experte Adams die Lage an den Aktienmärkten der Berichtsregion Asien wie folgt zusammen: „Nach einer enttäuschenden Phase lässt die Produktionstätigkeit in ganz Asien wieder Zeichen des Wachstums erkennen. In China legt die Wirtschaft wieder zu und stützt damit die Konjunktur in der Berichtsregion. In Indonesien erreichte der Einkaufsmanagerindex ein Rekordhoch und auch in Taiwan gingen die Konjunkturindikatoren nach oben. Die Daten in den USA bleiben auf einem hohen Niveau, wovon die asiatischen Exporteure weiterhin profitieren dürften, wenn auch nicht wie im bisherigen Ausmaß. Die Perspektiven für die Exportwirtschaft der Berichtsregion könnten womöglich durch die schlechtere Entwicklung in der Euro-Zone getrübt werden.“

Die Bewertungen bleiben laut Adams „sehr attraktiv“. Das Kurs- Buchwert-Verhältnis für den MSCI Asia ex Japan Index betrage 1,5, heißt es. Mit Blick auf die Asset Allokation erklärt Adams: „Die breite Streuung der Bewertungen zwischen den teuren defensiven Aktien, den günstigeren zyklischen Titeln und den Finanzwerten bleibt bestehen – obwohl eine Trendwende zu erkennen ist. Wir finden an den Märkten weiterhin eine Reihe attraktiver Werte. Im Besonderen haben wir unter chinesischen Energietiteln, indischen Bankaktien sowie taiwanesischen und koreanischen Technologiewerten Gelegenheiten gefunden. Auf der Gesamtebene ist das Portfolio mit Technologie-, Energie- und Nichtbasiskonsum-Titeln übergewichtet. Basiskonsum-, Industrie- und Grundstoff- Aktien sind untergewichtet.“