• Kupfer - ISIN: XC0007203216
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 9.947,66 $/t

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die Metallpreise haben gestern teilweise deutlich zugelegt. Nickel ist vorübergehend um vier Prozent auf über 21.000 US-Dollar je Tonne gestiegen, womit es sich dem Siebeneinhalbjahreshoch von Ende Oktober genähert hat. Zinn hat sich zeitweise um 3,5 Prozent verteuert und ist erstmals über die Marke von 40.000 US-Dollar je Tonne geklettert, wie Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Auftrieb erhalten hätten die Metallpreise unter anderem von einer Meldung aus Indonesien: Dort habe Präsident Widodo auf dem Jahrestreffen der Zentralbank verkündet, in den nächsten Jahren den Export von immer mehr Rohmaterialien zu beschränken. So werde angeblich geprüft, das Verbot von Bauxit-Exporten um ein Jahr auf 2022 vorzuziehen. Bauxit sei der Ausgangsstoff für die Aluminiumproduktion. Indonesien sei gemäß Daten des World Bureau of Metal Statistics im letzten Jahr der weltweit fünftgrößte Bauxit-Produzent (sieben Prozent Anteil) und habe den Großteil seiner Produktion exportiert, heißt es weiter.

„Die Ausfuhren von Kupferkonzentrat sollen 2023 verboten werden. Das Land beheimatet mit 'Grasberg' die weltweit zweitgrößte Kupfermine. Widodo sprach auch davon, 2024 die Exporte von Zinn zu stoppen, wobei nicht ganz klar war, auf was er sich dabei bezog. Denn schon seit 2018 dürfen die Produzenten im Land Zinn nur noch in Raffinadeform ausführen“, so Briesemann.

Mit Beginn des letzten Jahres habe die indonesische Regierung bereits den Export von unverarbeitetem Nickelerz verboten und dadurch viele Investitionen in die verarbeitende Nickelindustrie (zwangsweise) angelockt, heißt es weiter.

„Dies will Widodo auch mit den zukünftigen Exportverboten der anderen Rohmaterialien erreichen. Mit der Herstellung (und dem Export) höherwertiger Produkte soll auch die Leistungsbilanz Indonesiens positiv werden. Um Investitionen in ihrem Land schmackhaft zu machen, stellt die indonesische Regierung über 400 GW erneuerbarer Energien und mehrere Tausend Hektar Land zur Verfügung“, so Briesemann.

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