Frankfurt (BoerseGo.de) - Die Metallpreise stehen seit einigen Wochen teilweise massiv unter Druck, nachdem sie Anfang Mai gemessen am LME-Industriemetallindex den höchsten Stand seit viereinhalb Monaten erreicht hatten, wie die Analysten der Commerzbank im aktuellen „Rohstoffe kompakt Industriemetalle“ schreiben. „Neben zwischenzeitlich schwachen Konjunkturdaten sehen wir die spekulativen Finanzinvestoren für den Preisrückgang mitverantwortlich. Deren aktuell wenig optimistische Einstellung sollte unseres Erachtens aber nicht von Dauer sein und ein Sprungbrett für höhere Preise darstellen“, so die Commerzbank-Analysten.

    Kurzfristig betrachtet könnten die Metallpreise wegen der negativen Stimmung weiter unter Druck stehen. Der Preisrückgang scheine mittlerweile aber übertrieben und das Ausmaß sei aus fundamentaler Sicht nicht zu rechtfertigen. Viele Metallmärkte seien wesentlich angespannter als es die niedrigen Preise andeutete, heißt es weiter. „Mittel- bis langfristig erwarten wir wieder deutlich höhere Metallpreise“, so die Commerzbank-Analysten.