Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Nach Auffassung des US-Anlegermagazins "Barron's" schenken Anleger der Aktie des deutschen Chipbauers derzeit zu wenig Aufmerksamkeit. Das ist aus Sicht der Autoren aber nicht gerechtfertigt, da die Investitionen in fortgeschrittene Wafer-Technologien und der Fokus auf den Automarkt sich auszahlen sollten. Infineon stehe hier besser da als viele Konkurrenten.

Denn während Intel, Micron & Co. auf Produkte wie Personal Computer oder Smartphones setzten, für die der Markt weitgehend gesättigt sei, stelle Infineon Chips und Sensoren her, die u. a. Automotoren, Maschinen oder Stromnetze steuerten. Das Unternehmen profitiere dabei davon, dass Computer sukzessive die Kontrolle von Dingen übernehmen, die zuvor mechanisch betrieben wurden - vor allem in Autos, so „Barron’s".

Zudem habe Infineon vor seinen Wettbewerbern in die Produktion von Leistungshalbleitern auf 300-mm-Wafern investiert. Die Investitionen hätten sich zwar zuletzt negativ auf die Margen ausgewirkt, dürften sich langfristig jedoch auszahlen. Denn: Je größer ein Wafer, desto mehr Chips gibt er her. „Größer bedeutet hier mehr Effizienz und Profitabilität.“ Die Experten sind deshalb überzeugt, dass die Infineon-Aktien bald „auf die Überholspur“ wechseln werde.

In den vergangenen drei Monaten habe die Infineon-Aktie ca. 15 Prozent an Wert verloren. Der marktbreite S&P-500-Index hingegen habe im selben Zeitraum nur halb so viel abgegeben. „Das bedeutet eine Kaufgelegenheit, denn Infineon widersetzt sich einem Einbruch im Halbleitermarkt, in dessen Sog beispielsweise die Wettbewerber Intel oder auch Micron Technology geraten sind“, so das Resümee der Experten des US-Anlegermagazins.