• Inflation: US-Notenbanker erwarten Normalisierung
  • Putin bei Parade: NATO bereitete Angriff auf Russland vor
  • Sentix: "Es kommt knüppeldick"
  • Chinas Außenhandel lahmt im April
  • Infineon hebt Prognose an
  • Biontech meldet Gewinnsprung für das erste Quartal

Markt

  • Der Kursrutsch an den Aktienmärkten geht weiter. Der DAX verlor zum Start der neuen Woche im Xetra-Handel 2,15 Prozent und sank auf 13.380,67 Punkte. Auch an der Wall Street geht es zum Wochenauftakt weiter abwärts, erneut sind angesichts steigender Zinsen vor allem Wachstums- und Technologietitel von den Kursverlusten betroffen. Der Ukraine-Krieg und seine Folgen lassen Börsianer so skeptisch auf die Konjunktur im Euroraum blicken wie seit rund zwei Jahren nicht mehr. Das von der Investment-Beratungsfirma Sentix veröffentlichte Barometer fiel im Mai den dritten Monat in Folge und auch stärker als erwartet. Der Stimmungsindikator bestätigt die Rezessionsängste der Anleger. Der Straffungskurs der US-Notenbank, der anhaltende Lockdown in einigen Metropolen Chinas und der Krieg in der Ukraine drückt auf die Stimmung an den Märkten. Die Aussicht auf eine anhaltende Inflation wegen Engpässen auf der Angebotsseite, dürfte die Zentralbanken dazu zwingen, die Zinssätze trotz eines sich stark verlangsamenden Wachstums zu erhöhen, schreiben unterdessen die Analysten von Barclays.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmen & Branchen

  • Der Corona-Impfstoffhersteller Biontech ist mit einem Gewinnsprung in das neue Jahr gestartet. Unterm Strich erzielten die Mainzer einen Nettogewinn von rund 3,7 Mrd. Euro nach rund 1,13 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Umsatz verdreifachte sich auf 6,37 Mrd. Euro zu. Biontech bekräftigte bei der Vorlage der neuen Zahlen seine Umsatzprognose für seinen Corona-Impfstoff in Höhe von 13 bis 17 Mrd. Euro für das laufende Geschäftsjahr. Biontech und Pfizer prüfen nach eigenen Angaben weiter mögliche Nachfolgeversionen des bisherigen Covid-19-Vakzins.
  • Der US-Datenspezialist Palantir hat ein durchwachsenes Quartal verzeichnet. Von Januar bis März verringerte sich der Fehlbetrag auf rund 101 Mio. Dollar von zuvor 123 Mio. Das Unternehmen meldete einen bereinigten Gewinn von 2 Cents je Aktie (Prognose 4 Cents/Aktie). Der Umsatz fiel jedoch höher als erwartet aus. Die Erlöse legten um 31 Prozent auf 446 Mio. Dollar zu. Palantir arbeitet unter anderem für das US-Militär, den Geheimdienst CIA und andere Behörden. Der Umsatz-Ausblick für das zweite Quartal enttäuschte - er liegt mit 470 Mio. Dollar unter den erwarteten 489 Mio.
  • Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford Motor hat sich von 8 Mio. seiner 102 Mio. Aktien an dem Elektrofahrzeughersteller Rivian getrennt, wie CNBC berichtet. Der Schritt erfolgte, nachdem die Sperrfrist für den Verkauf der Aktien für Insider beendet war.
  • Der Fahrdienst Uber plant, die Ausgaben für Marketing und Werbung zu kürzen und vorerst auf Neueinstellungen zu verzichten, wie aus einer E-Mail an die Mitarbeiter hervorgeht, die CNBC vorliegt. CEO Dara Khosrowshahi erklärte demnach, dass der Fahrdienst- und Essenslieferant ein schlankeres Unternehmen werden muss, um dem „seismischen Wandel" in der Investorenstimmung zu begegnen.
  • Der Kosmetikkonzern Coty erhöhte sein Jahresziel für das bereinigte Ergebnis je Aktie. Das Unternehmen geht weiter davon aus, dass der flächenbereinigte Umsatz am oberen Ende der Zielspanne liegen wird.
  • Elon Musk erläuterte in einer Investorenpräsentation, die der New York Times vorliegt, seine finanziellen Ziele für Twitter. Zu diesen gehören: Verfünffachung der Einnahmen bis 2028, Verringerung der Abhängigkeit von Werbung und Erreichen von 931 Mio. Nutzern bis 2028 im Vergleich zu 217 Mio. Ende 2021.
  • Volkswagen-Chef Herbert Diess will Tesla bis 2025 als Weltmarktführer bei Elektroautos ablösen, allerdings sieht er noch viel Arbeit auf diesem Weg. „Das wird ein enges Rennen", sagte er am Montag bei einer Veranstaltung der "Financial Times". Der Hauptkonkurrent aus den USA baue seine Kapazitäten schnell aus. Volkswagen tue dies auch und verfüge zudem über mehr Marken und ein breiteres Fahrzeug-Angebot. Er sehe daher immer noch die Chance, das Ziel zu erreichen. „Wir geben nicht auf." Auch ein längerer Krieg in der Ukraine werde die Pläne von Volkswagen nicht umstoßen, den Anteil von E-Autos am Absatz weltweit bis zum Ende des Jahrzehnts auf 50 Prozent zu steigern, sagte Diess weiter.
  • Der Halbleiterhersteller Infineon blickt ungeachtet des Ukraine-Krieges etwas zuversichtlicher auf das laufende Geschäftsjahr und erwartet beim Umsatz nun einen um 500 Mio. Euro höheren Wert von 13,5 Mrd. Die Segmentergebnis-Marge soll bei mehr als 22 Prozent liegen, bislang hatte Infineon rund 22 Prozent angepeilt. Nach wie vor übersteige die Nachfrage das Angebot deutlich, sagte Infineon-Chef Jochen Hanebeck am Montag. Im vergangenen zweiten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um vier Prozent zu auf 3,3 Mrd. Euro, die Segmentergebnis-Marge erhöhte sich auf 23,1 Prozent.
  • Der Baukonzern Hochtief hat dank einer steigenden Nachfrage im ersten Quartal seinen um Sondereffekte bereinigten Konzerngewinn im Jahresvergleich um 19,2 Prozent auf 118,2 Mio. Euro gesteigert. Inklusive Sondereffekten wies Hochtief einen Gewinn von 106,1 Mio. Euro aus. Das waren Prozent 23,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz verbesserte sich um 8,1 Prozent auf 5,33 Mrd. Euro. Für das laufende Jahr strebt Hochtief weiterhin einen bereinigten Konzerngewinn von 475 bis 520 Mio. Euro an. Das wären bis zu rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Zuversichtlich stimmen den Konzern die vollen Auftragsbücher und gute Aussichten auf noch mehr Orders. Hochtief habe zudem für 2022 und darüber hinaus in Nordamerika, in der Region Asien-Pazifik und Europa Zielobjekte im Wert von über 600 Mrd. Euro identifiziert, hieß es.
  • Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im März laut ihrem Branchenverband ZVEI Umsatz und Produktion gesteigert. Im Berichtsmonat wuchsen zudem die Auftragseingänge um 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei einem Umsatz von 19,7 Mrd. Euro (+6,9 Prozent) lag der Zuwachs der preisbereinigten Produktion bei 1,1 Prozent über dem Wert aus dem Vorjahresmonat. Die Auftragsreichweite erreichte den Höchstwert von 5,7 Monaten.
  • Der Lkw-Zulieferer SAF-Holland hat den früheren Finanzvorstand Wilfried Trepels erneut für den Posten des CFO engagiert. Es handelt sich um eine Interimslösung. Es zeichne sich ab, dass „eine dauerhafte Neubesetzung nicht zu einem zeitnahen Termin umgesetzt werden kann", so Aufsichtsratschef Martin Kleinschmitt. "Wir wollen den Posten aber nicht so lange unbesetzt lassen, um Vorstandschef Alexander Geis zu entlasten".
  • Der Markt mit den vegetarischen oder veganen Alternativen zum Fleisch boomt. Im Jahr 2021 produzierten die Unternehmen hierzulande im Vergleich zum Vorjahr knapp 17,0 mehr Fleischersatzprodukte, im Vergleich zum Jahr 2019 erhöhte sich die Produktion sogar um 62,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Jahr 2021 wurden demnach 97.900 Tonnen Fleischersatzprodukte produziert, im Vorjahr waren es rund 83.700 Tonnen und zwei Jahre zuvor noch 60.400 Tonnen. Der Wert dieser Produkte erhöhte sich im vergangenen Jahr um 22,2 Prozent zum Vorjahr auf 458,2 Mio. Euro. Im Vergleich zum Jahr 2019 stieg der Wert um 68,0 Prozent. Auch die Zahl der Unternehmen, die in Deutschland produzieren, erhöhte sich von 34 in den Jahren 2019 und 2020 auf 44 im Jahr 2021.

Konjunktur & Politik

  • EU-Ratspräsident Charles Michels Besuch in der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist von einem Raketenangriff überschattet worden. Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Premierminister Denys Schmyhal am Montag mussten die Teilnehmer Schutz suchen, da Raketen in der Region einschlugen, wie es aus EU-Kreisen hieß.
  • Die EU-Kommission will voraussichtlich im Juni ihre offizielle Stellungnahme zum Beitrittsantrag der Ukraine vorlegen. Das kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Twitter an. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Hoffnungen auf einen schnellen EU-Beitritt der Ukraine derweil gedämpft. Das Verfahren könne „Jahrzehnte“ dauern, sagte Macron am Montag in einer Rede im Europaparlament in Straßburg. Stattdessen plädierte er für eine verstärkte Zusammenarbeit mit Kiew.
  • Der frühere US-Präsident Donald Trump hat im juristischen Kampf gegen die Sperrung seines Twitter-Kontos eine Niederlage erlitten. Ein Bundesrichter im US-Bundesstaat Kalifornien wies am Freitag eine entsprechende Klage Trumps ab. Die Kläger würden nicht aus einer starken Position heraus argumentieren, hieß es in der Urteilsbegründung. Twitter sei ein privates Unternehmen und der erste Verfassungszusatz, der die Meinungsfreiheit schützt, gelte für staatliche Eingriffe, nicht aber für angebliche Eingriffe privater Unternehmen.
  • Nach Ansicht von Atlantas Fed-Präsident Raphael Bostic muss die US-Notenbank bis Jahresende den Leitzins in der neutralen Range zwischen 2 und 2,5 Prozent angesiedelt haben. Die Fed werde möglicherweise dreimal die Zinsen anheben und dann abwarten, wie die Wirtschaft reagiere.
  • Der chinesische Premier Li Keqiang sprach am Wochenende von einer „komplizierten und ernsten" Beschäftigungssituation in der Volksrepublik. Er rief alle lokalen Stellen auf, Unternehmen zu helfen, die Probleme zu bewältigen und Arbeitsplätze zu sichern. „Die Stabilisierung der Beschäftigung ist wichtig für das Wohlergehen der Menschen", sagte Li Keqiang. „Es ist auch eine wichtige Stütze für die Wirtschaft, um in einem vernünftigen Rahmen zu operieren.“ Die Regierung hat weitere Konjunkturmaßnahmen versprochen, um ihre 5,5-Prozent-Wachstumsvorgabe in diesem Jahr zu erreichen.
  • Minneapolis Fed-Präsident Neel Kashkari äußerte sich zuversichtlich, dass sich die Inflation wieder normalisiert, auch wenn dies länger als erwartet dauern könnte. „Ich gehe davon aus, dass wir die Inflation wieder auf unser 2 Prozent-Ziel bringen werden", sagte er im Interview mit CNBC. Zu welchem Zeitpunkt sich die Lieferkettensituation wieder entspannt, was ein Preistreiber sei, könne er aber noch nichts sagen.
  • Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Einmarsch in die Ukraine damit begründet, dass der Westen, die NATO eine Invasion Russlands und der Krim vorberiet. „Russland hat präventiv die Aggression abgewehrt, das war die einzig richtige Entscheidung", sagte Putin auf dem Roten Platz bei der Parade zum 77. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Moskau habe immer wieder versucht, ein Abkommen für eine internationale Sicherheitslösung zu erzielen, sagte Putin. Die NATO habe aber Russlands Argumente ignoriert und damit begonnen, das ukrainische Territorium militärisch zu erschließen. Er warf dem Westen auch erneut vor, „Neonazis" in der Ukraine bewaffnet zu haben. Er sprach erneut von einer „Spezialoperation“ im Nachbarland. Eine Generalmobilmachung oder den Einsatz neuer Waffensysteme kündigte er nicht an. Die Luftshow bei der Moskauer Militärparade wurde derweil abgesagt. „Der Luftteil findet wegen des Wetters nicht statt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Ursprünglich sollten 77 Flugzeuge und Hubschrauber an der Militärparade teilnehmen. Medienberichten zufolge war geplant, dass die Kampfflugzeuge ein "Z" am Himmel bilden. Kurz nach der Rede von Kremlchef Putin hat Russlands Verteidigungsministerium über mehr als 200 Angriffe auf die Ukraine in den vergangenen Stunden berichtet. Mit Raketen und Artillerie seien unter anderem Kommandoposten und Lager mit militärischer Ausrüstung beschossen worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.
  • Der Ukraine-Krieg lässt die Finanzmarktteilnehmer so skeptisch auf die Konjunktur im Euroraum blicken wie seit rund zwei Jahren nicht mehr. Gegenüber dem Vormonat fiel der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator um 4,6 Punkte auf minus 22,6 Zähler, wie Sentix am Montag mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit Juni 2020. Analysten hatten mit einer Verschlechterung auf minus 21,6 Punkte gerechnet. Die befragten Anleger und Investoren bewerteten sowohl die Lage als auch die Aussichten schlechter. Die Erwartungen sind dabei sogar auf das tiefste Niveau seit Dezember 2008 gesunken: „Damit ist klar, dass der Wirtschaftsabschwung nun eine Dimension annimmt, welche zu erheblichen Verwerfungen bei Aktien, aber auch zu einem Anstieg in der Risikovorsorge für Banken führen dürfte", erklärte Sentix. Die ökonomischen Spuren des Ukraine-Kriegs würden immer sichtbarer.Besonders hart treffe es Europa. In Deutschland fiel der Unterindikator, der die Konjunkturerwartungen beschreibt, auf ein Rekordtief von minus 32,8 Punkten. „Mit anderen Worten: es kommt knüppeldick“, warnte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.
  • Chinas Exporte lahmen. Die Ausfuhren der Volksrepublik legten im April in US-Dollar berechnet nur um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie der chinesische Zoll am Montag berichtete. Das war der niedrigste Wert seit Juni 2020. Im März waren die Ausfuhren noch um 14,7 Prozent gestiegen. Die Importe stagnierten im April. Hintergrund sind die Restriktionen für viele Unternehmen durch die strenge chinesische Null-Covid-Politik in China, die auch den Frachtverkehr stark beeinträchtigt. Dazu kommen Belastungsfaktoren wie der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die Probleme in den globalen Lieferketten. Chinas Außenhandel sehe sich einem „komplizierten und schwierigen externen Umfeld" gegenüber, sagte der Statistik-Direktor des Zolls, Li Kuiwen.
  • EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann von der Österreichischen Nationalbank hat sich für bis zu drei Zinserhöhungen um jeweils 0,25 Prozent in diesem Jahr ausgesprochen. Es hätte den Effekt, dass man 2023 bei den Einlagezinsen für Banken (derzeit -0,5 %), im positiven Bereich sei.
  • Der Anteil der Beschäftigten in Deutschland, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiteten, ist im April auf 24,9 Prozent gesunken. Im März waren es 27,6 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts hervor. „Die Homeoffice-Nutzung bleibt damit nach Abschaffung der Pflicht am 20. März auf einem hohen Niveau. Offenbar haben sich viele Unternehmen dauerhaft auf flexiblere Modelle eingestellt“, sagt Jean-Victor Alipour, Experte für Homeoffice beim ifo Institut. Allerdings hatte das ifo Institut ein Homeoffice-Potenzial von 56 Prozent über die gesamte deutsche Wirtschaft hinweg berechnet.
  • Die Ukraine wird nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Krieg gegen Russland gewinnen. „Der Weg dorthin ist schwierig, aber wir haben keinen Zweifel, dass wir siegen werden", so Selenskyj, der sich anlässlich des Sieges über Nazi-Deutschland vor 77 Jahren äußerte.
  • Laut dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell sollten eingefrorene russische Devisenreserven für den Wiederaufbau der Ukraine eingesetzt werden. Die EU solle eine Beschlagnahmung der Mittel erwägen, sagt er der "Financial Times". Nach dem Beginn des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine hat der Westen als Sanktionsmaßnahme internationale Reserven der russischen Zentralbank eingefroren.
  • Die CDU triumphiert in Schleswig-Holstein. Die Partei von Ministerpräsident Daniel Günther kommt auf 43,4 Prozent - ein Plus gegenüber der Wahl 2017 von 11,4 Prozent. Die bisherigen Koalitionspartner Grüne und FDP lagen bei 18,3 (2017: 12,9) bzw. 6,4 (2017: 11,5) Prozent. Die SPD musste mit nur noch 16,0 Prozent dramatische Verluste hinnehmen (2017: 27,3). Der SSW holte 5,7 Prozent (2017: 3,3). Die AfD landete bei 4,4 Prozent (2017: 5,9). Die Linke schnitt mit 1,7 noch deutlich schlechter ab.
  • Wie das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und das Statistische Bundesamt mitteilten, ist die Fahrleistung der mautpflichtigen Lastkraftwagen auf Bundesautobahnen im April gegenüber März kalender- und saisonbereinigt um 0,8 prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2021 lag der kalenderbereinigte Lkw-Maut- Fahrleistungsindex um 1,5 Prozent niedriger. Die Lkw-Fahrleistung auf Autobahnen gibt frühe Hinweise zur aktuellen Konjunkturentwicklung in der Industrie.
  • Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk die Fernsehansprache von Bundeskanzler Olaf Scholz zum Jahrestag des Weltkriegsendes in Europa kritisiert. Man hätte sich auch in der Rede „viel mehr Konkretes" dazu gewünscht, wie der Bundestagsbeschluss zur Lieferung schwerer Waffen umgesetzt werden solle, sagte Melnyk in der ARD-Sendung Anne Will. „Wenn wir den Bundeskanzler hören, der sagt, Russland darf nicht gewinnen, das heißt, dass man alles, wirklich alles unternehmen sollte, (...) um uns zu helfen in dieser schwierigen Situation, in diesem Krieg, der schlimmste Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg", forderte der Diplomat.

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