Hannover (Godmode-Trader.de) - Der Halbleiterkonzern Infineon hat mit den Zahlen zum ersten Quartal 19/2020 positiv überrascht. Während der Umsatzrückgang Prozent um 7,1 auf 1,9 Mrd. Euro im Rahmen der Erwartungen sowie des Unternehmensausblick lag, übertrafen das Segmentergebnis mit 297 Mio. Euro bzw. die Segmentergebnismarge mit 15,5 Prozent die Erwartungen deutlich. Das Management hatte eine Marge von lediglich 13 Prozent in Aussicht gestellt. Hierbei unterstütze allerdings ein positiver Sondereffekt aus einer differenzierten Verteilung produktionsbezogener Gemeinkosten auf die gesamte Wertschöpfung. Ohne diesen wäre die Segmentergebnismarge bei 13,6 Prozent ausgelaufen, hierbei zeigte sich, dass Kostensenkungsmaßnahmen zu greifen beginnen.

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Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2019/20 blieb unverändert. Für das zweiten Quartal (Jan.-März) stellte das Unternehmen auf Basis eines EUR/USD-Wechselkurses von 1,13 und unter der Voraussetzung, dass sich aus der Corona-Virus-Epidemie keine signifikanten Geschäftsbeeinträchtigungen ergeben, einen Umsatzanstieg zwischen 3 und 7 Prozent bei einer Segmentergebnismarge von 14 Prozent in Aussicht.


Während die konjunkturell bedingt schwache Umsatzentwicklung die Markterwartungen getroffen habe, sei die Segmentergebnismarge von 15,5 Prozent an der Börse euphorisch gefeiert worden, schreibt NordLB-Analyst Wolfgang Donie in einer am Montag vorgelegten Studie. Nach Sondereffekten seien immerhin noch 13,6 Prozent übrig geblieben. Donie: „Eine ordentliche Entwicklung, die insbesondere auf Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen ist“. Trotzdem bleibe das aktuelle Geschäftsjahr mit vielen konjunkturellen Unsicherheiten behaftet. Die NordLB hebt das Kursziel auf 20,50 Euro an und bestätigt die „Halten“-Empfehlung für die Aktie.

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Infineon Technologies AG