Frankfurt/ Neubiberg (Godmode-Trader.de) - Infineon im Glück: Prall gefüllte Auftragsbücher und neue Rekordzahlen lassen den Vorstandschef Reinhard Ploss bei der Präsentation der Zahlen für das Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende September) über beide Backen strahlen.

Der Halbleiterspezialist glänzte mit einem Umsatzplus von 29 Prozent auf rekordhohe 11 Mrd. Euro. Der Gewinn konnte gegenüber dem Vorjahr auf 1,17 Mrd. Euro mehr als verdreifacht werden. Und im neuen Jahr soll alles noch besser werden: Für das Kerngeschäft rechnet der Vorstand, gemessen am operativen Gewinn, mit einer Marge von 21 Prozent. Der Wert liegt deutlich über der aktuellen Profitabilität. Der Umsatz soll auf 12,7 Mrd. Euro steigen - plus oder minus eine halbe Milliarde.

Auch Analysten sind voll des Lobes: Infineon habe im abgelaufenen Geschäftsjahr eine beeindruckende Wachstumsstory verbunden mit einer spürbaren Rentabilitätsverbesserung gezeigt, schrieb NordLB-Analyst Wolfgang Donie in einer Studie von Donnerstag. Angesichts von Megatrends wie Digitalisierung, Elektromobilität, IoT u.a. spreche aktuell vieles für eine langfristige Fortsetzung des Wachstumstrends, so dass die in der gesamten Branche forcierten Kapazitätsausweitungen auch langfristig absorbiert werden dürften, so Donie. Er erhöht sein Kursziel für Infineon auf 47,00 Euro und bleibt bei der Einschätzung „Kaufen“.

Die Privatbank Berenberg hat Infineon auf "Buy" mit einem Kursziel von 48 Euro belassen. Der Geschäftszyklus des Konzerns werde wohl 2022 noch nicht enden, heißt es in einer aktuellen Studie. Das enorm hohe Auftragsniveau werde aber schrittweise sinken.

Die US-Bank JPMorgan hob die großartige Bruttomarge des vierten Geschäftsquartals hervor - die höchste seit man den Chipkonzern beobachte. Nicht so gut sei, dass das Niveau wohl langfristig nicht zu halten sei. Positive Aspekte überwögen aber.

Infineon Technologies AG