Montag:
Die Arbeitslosenquote ist in der Schweiz im Oktober auf 2,9 % gestiegen von 2,8 % im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen lag Ende des Monats bei 115.178 und damit um 3.3834 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 24’187 Personen (-17,4%).

Die schweizerische Jahresteuerung lag im Oktober bei -0,1 % nach zuletzt 0,2 %. Im Monatsvergleich ist der Preisindex der Schweiz um 0,1 % gesunken.

Der sentix-Gesamtindex fällt im November auf -21,2, von -18,5 im Vormonat.

Der Einzelhandelsumsatz ist in der Eurozone im September gegenüber dem Vormonat in der ersten offiziellen Schätzung um 0,7 % gefallen. Im Jahresvergleich ist der Umsatz des Einzelhandels in der Eurozone im Berichtsmonat um 1,5 % gesunken.

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe ist in Deutschland im September zum Vormonat preis- und saisonbereinigt um 2,7 % gefallen. Erwartet wurde hingegen ein Rückgang in Höhe von 0,9 %. Im Vormonat war die Produktion um revidierte 0,4 % gesunken (revidiert von -1,0 %). Auf das Jahr gesehen kletterte die Produktion nach Bereinigung der Arbeitstage um 5,4 %.

Dienstag:

m August ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland insgesamt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,7 % auf 13.846 zurückgegangen. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist dabei binnen gleicher Frist um 2,9 % auf 2.583 gesunken.

Die deutsche Handelsbilanz weist für September einen Überschuss in Höhe von 17,4 Mrd. Euro aus nach 11,8 Mrd. Euro im Vormonat und 16,5 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Aufgelaufen sind im aktuellen Jahr bereits 118,9 Mrd. Euro, verglichen mit 113,9 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum im Vorjahr.

Die Leistungsbilanz in Deutschland zeigt im September Saldo ein Plus in Höhe von 15,7 Mrd. Euro. Im Vormonat lag der Überschuss bei 6,5 Mrd. Euro, im Vorjahr bei 15,1 Mrd Euro. In den ersten 12 Monaten 2011 lag der Überschuss bei 92,5 Mrd. Euro, im Vorjahr zur gleichen Zeit betrug das Plus 93,6 Mrd. Euro.

Die Ausfuhren sind im September zum Vorjahr um 10,5 % auf 95,0 Mrd. Euro geklettert. Die Einfuhren nach Deutschland sind gegenüber dem Vorjahres-September um 11,6 % auf 77,6 Mrd. Euro gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Gesamtumsatz im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland im September um 2,8 % gesunken. Im Vormonat hatte das Minus 0,4 % betragen. Der Inlandsumsatz ist im September-Jahresvergleich um 1,8 % gefallen, der Umsatz mit dem Ausland um 3,9 %.

Mittwoch:

Die britische Leistungsbilanz weist für September ein Defizit in Höhe von 3,9 Mrd. Britische Pfund aus.

Das Handelsdefizit liegt bei 9,8 Mrd. Pfund nach zuvor Mrd. Pfund. Die Dienstleistungsbilanz weist hingegen einen Überschuss in Höhe von 5,9 Mrd. Pfund aus. Im Vormonat hatte das Plus hier noch bei 3,6 Mrd. Pfund gelegen.

Der Wirtschaftsklimaindikator der Eurozone für das vierte Quartal ist auf 83,7 gefallen von noch 110,6 im dritten Quartal. Ein Jahr zuvor hatte der Wirtschaftsklimaindex bei 107,5 gestanden.

Der Index für die aktuelle Lage notiert bei 128,7 nach noch 156,6 im Vorquartal. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte der Indikator noch bei 131,5 notiert. Der Indikator für die Erwartungen fällt auf 57,4, verglichen mit 73,6 im dritten Quartal 2010. Im entsprechenden Quartal vor einem Jahr lag der Indikator noch bei 93,4.

Der Großhandelsumsatz in den USA ist im September um 0,5 % gestiegen.

Die US-amerikanischen Lagerbestände im Großhandel sind gleichzeitig um 0,1 % gefallen. Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich 0,6 bis 0,9 % nach zuvor +0,1 %. Damit wurde der Vormonatswert von veröffentlichten +0,4 % nach unten revidiert.

Das Verhältnis Lagerbestände gegenüber Umsatz (Inventories/Sales Ratio) liegt in den Staaten im Berichtsmonat unverändert bei 1,15.

Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind in der vorangegangenen Woche um 1,4 Mio. Barrel gefallen, nach zuvor +1,8 Mio. Barrel.

Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA im Wochenvergleich um 2,1 Mio. Barrel verringert, nach zuletzt einem Plus in Höhe von 1,4 Mio. Barrel.

Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten Staaten um 6,0 Mio. Barrel gefallen, nach zuvor -3,6 Mio. Barrel.

Donnerstag:

Die deutschen Großhandelspreise sind im Oktober gegenüber dem Vormonat um 1,0 % gefallen nach +0,3 % im Vormonat. Im Jahresvergleich ist der Preisindex des Großhandels in Deutschland um 5,0 % geklettert nach zuvor 5,7 %.

Die Verbraucherpreise sind zum Vormonat unverändert. Die Jahresteuerung liegt bei 2,5 % nach zuletzt +2,6 %. Das Statistische Bundesamt bestätigt damit sein vorläufiges Ergebnis für den Verbraucherpreisindex vom 27. Oktober 2011.

Der für Europa berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 2,9 % erhöht. Im Monatsvergleich kletterte der harmonisierte Index um 0,1 %. Die Schätzung für den HVPI vom 27. Oktober 2011 wird damit leicht nach oben korrigiert.

Die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland ist im September gegenüber dem Vorjahr um 3,0 % auf rund 40,2 Mio. geklettert.

Die Bank of England belässt die Zinsen bei 0,5 %. Damit war im Vorfeld mehrheitlich gerechnet worden.

Die US-amerikanische Handelsbilanz weist für September ein Defizit in Höhe von 43,1 Mrd. US-Dollar aus. Erwartet wurde ein Minus im Bereich 45,8 bis 46,0 Mrd. US-Dollar. Im Vormonat hatte das Defizit noch bei 45,9 Mrd. US-Dollar gelegen. Somit wurde der Vormonatswert von zunächst veröffentlichten -45,6 Mrd. US-Dollar revidiert.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 390.000 gefallen. Erwartet wurden 400.000 neue Anträge nach zuvor 400.000 (revidiert von 397.000).

Die US-amerikanischen Exportpreise sind im Oktober insgesamt um 2,1 % gefallen nach zuvor +0,4 %. Ohne landwirtschaftliche Erzeugnisse sind die Ausfuhrpreise um 1,5% gefallen nach zuletzt +0,2. Damit wurde der Vormonatswert von zunächst veröffentlichten +0,3 % nach unten revidiert.

Die US-amerikanischen Importpreise sind im Oktober um 0,6 % gefallen. Nach zuletzt +0,0 % (revidiert von 0,3 %). Ohne Öl sind die Einfuhrpreise in den Vereinigten Staaten um 0,2 % gefallen nach zuvor +0,2 %.

Unser Kommentar:

Von der allseits beschriebenen und vielfach gefürchteten Inflation ist zumindest in den USA praktisch nichts zu sehen. „Kommt schon noch“, sagen da regelmäßig die Anhänger einer Inflations- oder gar Hyperinflationstheorie.

Das ist sicherlich richtig. Die historisch einzigartige Ausweitung der Geldmenge durch die Notenbanken lässt in der Tat kaum einen anderen Schluss zu.

Es fragt sich nur, wann es soweit ist. Sollte es vorher nämlich zu einer ausgeprägten deflatorischen Entwicklung kommen, werden sich daran all jene die Finger verbrennen, die sich zu einseitig auf ein inflationäres Szenario vorbereitet haben.

Antizyklisch geschulte Beobachter wissen, dass an den Kapitalmärkten jene Entwicklungen die größten Turbulenzen verursachen, mit denen niemand gerechnet hat – eben weil die meisten Anleger dann auch vollkommen unvorbereitet sind.

Und jetzt fragen Sie sich einmal selbst: Welches Szenario wird häufiger diskutiert? Eben. Mit Deflation rechnet praktisch niemand, dabei ist sie weitaus gefährlicher als eine Inflation. Seien Sie also auf der Hut...

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte ("Nat Gas Inventories") sind in der letzten Woche um 37 Bcf auf 3.831 Bcf gestiegen. In der vorangegangenen Woche waren die Bestände in den USA um 78 Bcf geklettert, im Vorjahr hatten sie bei 3.837 Bcf gelegen.

Freitag:

Der japanische Großhandelspreisindex für Waren ist im Oktober zum Vormonat um 0,7 % gefallen.

Input-seitig sind die britischen Erzeugerpreise im saisonbereinigten Monatsvergleich im Oktober um 0,8 % gefallen. Zuvor waren sie noch um 1,8 % geklettert. Im Jahresvergleich sind die Preise der Erzeuger um 14,1 % gestiegen nach +17,7 % im Vormonat.

Output-seitig sind die britischen Erzeugerpreise im Monatsvergleich stabil geblieben, nach zuvor +0,3 %. Auf das Jahr gesehen kletterten Sie um 5,7 % nach +6,3 % im
Vormonat.

Der Konsumklimaindex der Uni Michigan notiert in den USA im November bei 64,2, erwartet wurde ein Wert von 61,0 nach 60,9 zuvor. (vorläufig)

Unser Kommentar:

Die leichte Verbesserung des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan klingt zwar toll, ist langfristig aber kaum der Rede Wert, wie die folgende Abbildung zeigt. Mit aktuell 64 Punkten bewegt sich das Barometer immer noch auf tiefem Krisenniveau. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession (graue senkrechte Balken) ist für das kommende Jahr nach wie vor groß – erst bei einem Anstieg des Verbrauchervertrauens in die Nähe von 80 Punkten wird dies in Frage gestellt.

Mehr dazu in der November-Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de