Es wird in der Geldpolitik gerade wieder einmal Geschichte geschrieben. Negativzinsen sind wir bereits gewohnt. Allen ist klar, dass die Kaufkraft durch das Sparbuch nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Wer die Inflation ausgleichen will, muss anders anlegen. Bisher gab es hier mehrere Optionen. Man konnte etwa Anleihen kaufen. Anleihen zahlen für gewöhnlich einen höheren Zinssatz als ein Sparbuch. In der Eurozone liegt der Einlagensatz der EZB bei -0,5 %. Dieser wird von immer mehr Banken an seine Kunden weitergegeben. Anleihen sind in der Eurozone kaum ein Ausweg. Deutsche Anleihen haben Renditen, die teils noch tiefer als -0,5 % liegen. In Ländern wie den USA gibt es bei Staatsanleihen immerhin noch Zinsen. 10-jährige Anleihen werfen immerhin noch 1,3 % ab. Die Inflation gleicht das schon lange nicht mehr aus. Man konnte stattdessen zu Aktien greifen. Aktien sind natürlich volatil. Wer einen langen Anlagehorizont hat, sollte sich daran nicht stören. Hier konnten Anleger nach der Finanzkrise durch Dividenden und Aktienrückkäufe immerhin auf eine Rendite von 4-5 % setzen. Das glich die Inflation aus. Auch das ist seit letztem Jahr keine Option mehr. Die Rendite liegt inzwischen nur noch bei 2 % und damit unterhalb der Inflationsrate.

Artikel wird geladen