Kronberg im Taunus/Smithfield, Rhode Island (BoerseGo.de) – „Die weltweit durchgeführte Umfrage von Pyramis, das zu Fidelity Investments in Boston gehört, hat zwar einen regional uneinheitlichen Ausblick in Sachen Volatilität ergeben. Allerdings sind die institutionellen Anleger mehrheitlich zuversichtlich, dass sie ihre Portfolios auf Wachstumskurs halten und ihren Finanzierungsstatus verbessern können", sagt Klaus Mössle, Leiter des institutionellen Geschäfts bei Fidelity Worldwide Investment in Deutschland.

Die Pyramis-Umfrage belege bei zahlreichen Themen erhebliche regionale Unterschiede. So etwa bei den Erwartungen zur Marktvolatilität, dem Ausblick für alternative Investments, den Anlagezielen und den Anlagechancen. Institutionelle Anleger in Europa und Asien rechneten langfristig mit abnehmenden Marktschwankungen: 91 Prozent der Befragten in Asien, beziehungsweise 79 Prozent in Europa, gingen von abnehmender Volatilität aus. Anders in den USA: Hier erwarteten nur sieben Prozent der institutionellen Investoren einen Rückgang der Volatilität, während 42 Prozent von einem Anstieg ausgingen, heißt es in einer Fidelity-Mitteilung.

,,Die Umfrage zeigt eine gewisse Ernüchterung bei institutionellen Anlegern aus den USA, die offenbar dabei sind, ihre Portfolios wieder auf traditionellere Strategien umzustellen und den Fokus zurück auf das Wesentliche zu richten", sagt Mössle. ,,Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch europäische und deutsche Investoren dem folgen werden."

Global betrachtet haben institutionelle Anleger der Umfrage zufolge Kapitalwachstum als vorrangiges Anlageziel genannt. Die Ergebnisse seien jedoch regional äußerst unterschiedlich. Für institutionelle Anleger in Europa genieße der Kapitalerhalt oberste Priorität - jeder dritte Befragte gebe diese Antwort. In Asien hingegen stehe für die überwiegende Mehrheit der Befragten, nämlich 64 Prozent, das Kapitalwachstum an erster Stelle. Pensionspläne in den USA hätten dagegen als wichtigstes Anlageziel die Verbesserung ihres Finanzierungsstatus angegeben (42 Prozent), so die Mitteilung weiter.

Bei der Frage nach den Anlagechancen habe die weltweite Umfrage ergeben, dass institutionelle Investoren über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren vor allem in den asiatischen Schwellenländern Chancen sähen (34 Prozent), gefolgt von Nordamerika (30 Prozent). „Auch bei dieser Frage ist die Aufschlüsselung nach Regionen interessant: Institutionelle Investoren aus Europa bevorzugen Nordamerika (33 Prozent), gefolgt von asiatischen Schwellenländern (21 Prozent) und den europäischen Industrieländern (19 Prozent)“, so die Mitteilung.