• ADP-Jobdaten: Die Revision ist erstaunlich
    • ifo Institut erwartet schrittweisen Aufstieg aus dem Corona-Tal
    • BA: Zahl der Arbeitslosen steigt im Juni
    • Eurozone-Industrie nähert sich der Stabilisierung an
    • USA drohen 100.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag
    • Einzelhandel macht Umsatzeinbußen der Vormonate wett
    • „Tankan“-Umfrage: Japans Industrie am Boden
    • Deutschland übernimmt EU-Ratsvorsitz
    • In Corona-Krise: Biden wirft Trump Versagen vor

    • Kein neues VW-Werk in der Türkei
    • Ermittler durchsuchen Wirecard-Büros
    • Interessenten für Teile von Wirecard
    • Wirecard: Startschuss für die Zerschlagung
    • Diesel-Razzia bei VW und Continental
    • Adidas-Personalchefin tritt wegen Rassismus-Bemerkung zurück
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    DAX & Wall Street

    • Der deutsche Aktienmarkt kann sich weiter nicht für eine klare Richtung entscheiden. Der DAX gab am Mittwoch per Xetra-Schlusskurs um 0,41 Prozent auf 12.260,57 Punkte nach, während MDAX und TecDAX zulegen konnten. Der Handelstag war dabei geprägt von einem stundenlangen Ausfall des Xetra-Handels. Für rund drei Stunden war ein Handel über das System der Deutsche Börse nicht möglich. Der Parketthandel in Frankfurt und andere Handelssysteme waren nicht betroffen. Doch der weitaus größte Teil des Handels findet über Xetra statt. Am Mittag war die Störung behoben, offenbar handelte es sich um ein Software-Problem. Derzeit sind die Anleger hin- und hergerissen zwischen der Furcht vor einer erneuten Corona-Welle und der Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft. Für Letzteres mehren sich die positiven Signale. Die deutsche Industrie tastet sich in Richtung Wachstumszone vor. Der IHS Markit-Einkaufsmanagerindex ist im Juni nach endgültigen Berechnungen auf 45,2 Punkte gestiegen und damit etwas stärker als von Experten erwartet. Das Barometer nähert sich damit schrittweise, wieder der Wachstumsschwelle von 50 Punkten an. Das ifo-Institut erwartet nach dem Einbruch der Wirtschaft in Folge der Corona-Pandemie für die zweite Jahreshälfte einen kräftigen Aufschwung.
    • Die Wall Street wurde heute von guten Wirtschaftsdaten und Hoffnungen auf einen Corona-Impfstoff angetrieben und schloss bis auf den Dow im grünen Bereich. S&P 500 +0,50 %, Dow Jones -0,30 %, Nasdaq 100 +1,21 %.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmensnachrichten

    • Facebook hat Vorwürfe zurückgewiesen, von sogenannten Hassbotschaften zu profitieren. Man sei ein Spiegel der Gesellschaft und alles was gut, schlecht oder hässlich sei werde auch über Facebook zum Ausdruck gebracht, heißt es in einer Stellungnahme. Mehr als 100 Milliarden Nachrichten würden täglich über Facebook verschickt. Nur ein winziger Teil sei hasserfüllt. Im Zweifel stelle sich Facebook auf die Seite der Meinungsfreiheit, denn der beste Weg, um spaltenden Meinungen zu begegnen, sei mehr Meinungsäußerung und klärende Aufdeckung. Man werde vermutlich nie in der Lage sein, sämtliche Hassbotschaften zu verhindern, aber man werde immer besser darin, so das Unternehmen.
    • Der Flugzeugbauer Airbus sieht Chancen, mit einer Ausweitung der Kurzarbeit Arbeitsplätze zu retten. Wenn das Kurzarbeitergeld auf zwei Jahre verlängert werde, könne Airbus in Deutschland 1.500 der 5.100 gefährdeten Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte erhalten, sagte Produktionschef Michael Schöllhorn am Mittwoch zu Journalisten. Staatliche Forschungsgelder für die Entwicklung umweltfreundlicherer Flugzeuge könnten weitere 500 Stellen sichern, sagte er. Beschäftigte könnten ihre Arbeitszeit auch ohne staatliche Hilfsgelder reduzieren und im gleichen Maß auf Gehalt verzichten, bis das Geschäft wieder anziehe, so Schöllhorn. Über mögliche Lösungen wolle der Konzern mit Arbeitnehmervertretern beraten.
    • Ein US-Berufungsgericht hat einen früheren Gerichtsentscheid bestätigt, wonach zwei Patente des Biotechkonzerns Amgen für das Arthritis-Medikament Enbrel weiter gültig sind, nachdem dies von Sandoz (Novartis) angefochten wurde. Sandoz hatte zuvor die Vermarktung von Erelzi, einem Biosimilar von Enbrel, beantragt und war damit gescheitert.
    • Der experimentelle Covid-19-Impfstoffkandidat BNT162, der von Pfizer und der Biotech-Firma BioNTech aus Mainz entwickelt wird, fördert die Immunreaktionen bei gesunden Patienten, verursachte aber auch Fieber und andere Nebenwirkungen, insbesondere bei höheren Dosen. Die ersten klinischen Daten zu dem Impfstoff wurden am Mittwoch bekannt gegeben. So sei bei allen Probanden, die 10 oder 30 Milligramm des Impfstoffes erhalten hätten, an Tag 28 und damit sieben Tage nach der zweiten Impfung eine „signifikante Erhöhung" der Antikörper festgestellt worden, teilten die Unternehmen anhand vorläufiger Ergebnisse mit. Zudem seien neutralisierende Antikörper gegen SARS-CoV-2 festgestellt worden. Die große Testphase-2b/3-Studie zur Untersuchung der Sicherheit und Wirksamkeit soll bereits im Juli beginnen. Pfizer und BioNTech fahren bereits die Produktionskapazitäten der Hauptkandidaten auf eigenes Risiko hoch.
    • Der Sportwagenbauer Porsche übernimmt den Logistik-Spezialisten Serva Transport Systems aus Rosenheim. Das Unternehmen sei im Zuge der Coronakrise in finanzielle Schieflage geraten, teilte Porsche mit. Mit der Übernahme würden der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten und die Arbeitsplätze gesichert. Serva bietet fahrerlose Transportsysteme zur Automatisierung von Logistikprozessen an.
    • Tesla will für seine neue Europa-Fabrik in Grünheide nahe Berlin weiteren Wald roden und zum Teil Pfahlbauten einsetzen. Das geht nach Informationen der dpa aus dem geänderten Antrag hervor. Rund 90 Hektar Wald wurden auf dem 300-Hektar-Gelände bisher gerodet. Die Pfähle sind demnach unter der Gießerei und dem Presswerk geplant, die beantragte Größe stellt die maximale Größe dar. Auch ein Gefahrstofflager und eine Werksfeuerwehr sind geplant.
    • Die taumelnde US-Kaufhauskette Macy's ist angesichts der Corona-Krise noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. In den drei Monaten bis Ende Mai fiel ein Fehlbetrag von 3,6 Mrd. Dollar an. Im Vorjahreszeitraum hatte Macy's noch 136 Mio. Dollar verdient. Die Erlöse brachen um rund 45 Prozent auf 3,0 Mrd. Dollar ein. „Obwohl unsere Filialen wieder geöffnet sind, gehen wir davon aus, dass die Covid-19-Pandemie das Land für den Rest des Jahres weiterhin belasten wird", sagte Macy's-CEO Jeff Gennette.
    • Beim Logistikkonzern FedEx sind im abgelaufenen Quartal die Umsätze auf 17,4 Mrd. Dollar von 17,8 Mrd. gesunken. Analysten hatten mit stärkeren Einbußen gerechnet. Der bereinigte Nettogewinn ging auf 663 Mio. Dollar von 1,32 Mrd. Dollar zurück. Auf eine Prognose für 2021 verzichtete der Paketdienstleister.
    • Facebook hat auf seinen Plattformen rund 320 Konten, 28 Seiten und mehr als 100 Gruppen eines in den USA bekannten rechtsextremen Netzwerks gesperrt. Das regierungsfeindliche Netzwerk werde ab sofort als „gefährliche Organisation" eingestuft und von allen Plattformen verbannt, teilte Facebook am Dienstag mit. Auch Posts, die Unterstützung für die Organisation äußerten, würden künftig gelöscht, hieß es. Facebook war zuletzt - auch durch einen Werbeboykott - unter Druck gekommen, härter gegen hasserfüllte und rassistische Inhalte vorzugehen.
    • Die Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch im Zuge ihrer Ermittlungen zum Diesel-Abgasskandal Geschäftsräume von Volkswagen und dem Autozulieferer Continental durchsucht. Grund der Razzien seien die Ermittlungen zu von VW verwendeten Abschaltvorrichtungen in der Abgasreinigung bei Diesel-Motoren, hieß es. Auch Volkswagen bestätigte die Razzia, über die als erstes die „Wirtschaftswoche“ berichtete. Nach Continental-Angaben waren die Ermittler unter anderem in Hannover, Frankfurt und Regensburg am Werk.
    • Dutzende Ermittler haben in einer groß angelegten Razzia fünf Wirecard-Gebäude in Deutschland und Österreich durchsucht. Darunter waren die Firmenzentrale in Aschheim und zwei Objekte in Österreich, wie die Münchner Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. „Zwölf Staatsanwälte vor Ort werden dabei von 33 Polizeibeamten und weiteren IT-Fachleuten des Polizeipräsidiums München und ihren österreichischen Kollegen unterstützt“, hieß es. Grund der Durchsuchung sind die Vorwürfe, die gegen Ex-CEO Markus Braun erhoben werden: falsche Angaben in den Büchern und Marktmanipulation.
    • Das neue „Osteuropa-Werk“ des Volkswagen-Konzerns in der Türkei fällt ins Wasser. Die Wolfsburger haben ihre Pläne für ein neues Mehrmarkenwerk im türkischen Manisa verworfen, wie die „Automobilwoche“ berichtete. In der Fabrik in der Nähe von Izmir sollten 4.000 Arbeitsplätze entstehen, VW wollte rund eine Milliarde Euro dort investieren. „Hintergrund ist der durch die Corona-Krise erfolgte Einbruch der globalen Automobilnachfrage“, bestätigte das Unternehmen am Mittwoch. „Der Aufbau zusätzlicher Kapazitäten ist daher aus heutiger Sicht nicht notwendig“. Der Konzern hatte die Milliarden-Investition nach der türkischen Militäroffensive im angrenzenden Syrien im Herbst auf Eis gelegt und die Entscheidung später mehrfach verschoben.
    • Der Versicherungskonzern Allianz will seine Industrieversicherungstochter AGCS mit einem Umbau bis 2024 wieder an die Spitze bringen. „Die neue AGCS wird in unseren Zielsegmenten Marktführer sein", kündigte der neue Spartenchef Joachim Müller am Mittwoch an. „Wir erwarten ab 2021 eine deutliche Profitabilitätsverbesserung unseres versicherungstechnischen Ergebnisses und streben den vollständigen Turnaround und die Transformation unseres Unternehmens bis 2024 an."
    • Der nach dem Bilanzskandal in die Insolvenz gefallene Zahlungsabwickler Wirecard zieht reges Interesse von Investorenseite auf sich. Es hätten sich bereits zahlreiche Investoren aus aller Welt gemeldet, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Mittwoch mitteilte. Der vorläufige Gläubigerausschuss habe daraufhin einem internationalen Investorenprozess unter Einschaltung von Investmentbanken den Weg geebnet. Gestern war bereits bekannt geworden, dass sich die US-Tochter Wirecard North America selbst zum Verkauf stellt. Der Präsident der Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, muss sich heute den Fragen der Abgeordneten im Bundestag-Finanzausschuss zum Fall Wirecard stellen. Seine Behörde ist wegen des Bilanzskandals beim Zahlungsabwickler massiv in die Kritik geraten. Außerdem hat der Versicherungskonzern Allianz mitgeteilt, das die Bezahl-App Pay & Protect wegen der Situation bei Wirecard eingestellt werde. Damit ist die Allianz das erste Schwergewicht der deutschen Finanzwirtschaft, das die Einstellung einer Kooperation mit Wirecard öffentlich macht.
    • Der Flugzeugbauer Airbus will wegen der Luftfahrt-Krise weltweit 15.000 Stellen streichen. In Deutschland fallen rund 5.100 Jobs weg. Dies sei notwendig, um die langfristige Zukunft von Airbus zu schützen, sagte Konzernchef Guillaume Faury am Dienstagabend. Airbus beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 46.000 Mitarbeiter an fast 30 Standorten. Die Gewerkschaft IG Metall hat ihren Widerstand angedroht. „Das wird die IG Metall nicht hinnehmen. Das Virus darf nicht als Vorwand für Einschnitte dienen, um auf Kosten der Beschäftigten die geplanten Renditeziele zu erreichen", kritisierte Jürgen Kerner, zuständig für die Luft- und Raumfahrtbranche. „Wir erwarten verbindliche Perspektiven, insbesondere für die Premium Aerotec. Nur mit einer soliden Basis kann nach der Krise ein Neustart gelingen."
    • Adidas-Personalchefin Karen Parkin räumt nach Kritik an ihrem Umgang mit dem Thema Rassismus ihren Posten. Der Aufsichtsrat habe ihr Rücktrittsgesuch zum Monatsende angenommen, teilte das Unternehmen mit. Eine Gruppe von Mitarbeitern hatte sich über die 55-Jährige beschwert, wie das „Wall Street Journal“ berichtete. Sie hatte im vergangenen Jahr bei einer internen Veranstaltung der US-Tochter Reebok Rassismus als „Lärm“ bezeichnet, über den nur in den USA debattiert werde. Zudem habe sie gesagt, dass sie nicht glaube, dass Adidas ein Rassismusproblem habe. Parkins Entschuldigung wurde im Konzern als unzureichend kritisiert. „Um das Unternehmen zu einen, ist es besser, wenn ich mich zurückziehe und den Weg für einen Wandel bereite", begründete Parkin nun ihren Rücktritt.
    • Der Modehändler Hugo Boss will sein maues Onlinegeschäft auf Vordermann bringen. Bis 2022 soll der Onlineumsatz von 151 Mio. im Jahr 2019 auf mehr als 400 Mio. Euro gesteigert werden, teilte Hugo Boss am Mittwoch mit. Dies soll sowohl über den eigenen Onlineshop als auch über das Konzessionsgeschäft mit Partnern erreicht werden. „Die wachsende Bedeutung des Onlinegeschäfts ist 2020 noch deutlicher geworden. Unsere Branche ist mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert und das Einkaufsverhalten der Kunden verlagert sich zunehmend von stationär auf online", sagte der für das E-Commerce-Geschäft verantwortliche Manager Matthew Dean mit Blick auf die Corona-Pandemie.
    • Wie das „Handelsblatt“ erfuhr, vermittelt Amazon nun Kredite der ING an ausgewählte Amazon-Verkäufer. Dabei geht es um Darlehen zwischen 10.000 und 750.000 Euro mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren. „Als digitalaffine Bank ist die Kooperation mit einem solchen ‚Big Tech‘ für uns ein logischer Schritt“, sagte Sven Foos, Head of Business Banking bei der ING.
    • Der Handelskonzern Steinhoff International hat im vergangenen Geschäftsjahr 2018/19 einen Milliardenverlust verzeichnet. Per Ende September 2019 stand unter dem Strich ein Minus von 1,6 Mrd. Euro, wie das Unternehmen im südafrikanischen Stellenbosch mitteilte. Im Vorjahr war ein Fehlbetrag von 1,25 Mrd. Euro ausgewiesen worden. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft nahm um 5 Prozent auf knapp 12 Mrd. Euro zu.

    Konjunktur & Politik

    • Der Einkaufsmanagerindex ISM für die US-Industrie ist im Juni von 43,1 Punkten im Vormonat auf 52,6 Zähler gestiegen, wie das Institute for Supply Management am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten mit einem schwächeren Anstieg auf 45,2 Punkte gerechnet. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Expansion.
    • In den USA sind die Bauausgaben im Mai gegenüber dem Vormonat um 2,1 Prozent gesunken, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten dagegen mit Zuwächsen gerechnet.
    • Der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing hat seinen monatlichen Bericht über das Beschäftigungswachstum in der Privatwirtschaft vorgelegt. Laut dem Report kam es zu einem Jobaufbau in den USA außerhalb der Landwirtschaft von 2,37 Mio. Analysten hatte ein Stellenplus von 3 Mio. erwartet. Im Vormonat Mai waren der Revision zufolge allerdings 3,065 Mio. Arbeitsplätze hinzugekommen. Ursprünglich hatte ADP einen Verlust von 2,760 Mio. gemeldet. Der ADP-Bericht gilt als wichtiger Indikator für den am Donnerstag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht.
    • Die US-Regierung hat sich einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge des Corona-Mittels Remdesivir des Herstellers Gilead Sciences gesichert. Laut US-Gesundheitsministerium wurde der Kauf von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500.000 Behandlungen vereinbart. Das entspreche 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September. Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen.
    • Die britische Regierung hat das neue Sicherheitsgesetz für Hongkong scharf kritisiert. Das Gesetz aus Peking stelle einen „deutlichen und ernsten Bruch" der Vereinbarung über die Übergabe der ehemaligen britischen Kronkolonie 1997 dar, sagte Premierminister Boris Johnson. Es verletzte Hongkongs Autonomierechte und stehe im Widerspruch zu den Gesetzen der chinesischen Sonderverwaltungszone.
    • Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist wegen der Folgen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren 2,853 Mio. Menschen ohne Job - 40.000 mehr als im Mai und 637.000 mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 6,2 Prozent. Üblicherweise sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Juni saisonbedingt. Laut der BA ist zudem im April der bisher höchste Stand an Kurzarbeitern in der Bundesrepublik erreicht worden. Demnach waren in den Berichtsmonat 6,83 Mio. Menschen in Kurzarbeit, nach 2,49 Millionen, die noch im März gemessen wurden. Insgesamt sei in der Corona-Krise mittlerweile von Seiten der Betriebe für mehr als 12 Mio. Menschen Kurzarbeit angemeldet worden.
    • Infolge der zunehmenden weltweiten Lockerungen der Coronavirus-bedingten Restriktionen hat sich die Talfahrt der Eurozone-Industrie im Juni verlangsamt. Dies signalisiert der finale IHS Markit Eurozone Einkaufsmanager Index, der gegenüber dem Vormonat um 8 Punkte auf ein Vier-Monatshoch von 47,4 Zähler gestiegen ist und damit die Vorabschätzung um 0,5 Punkte übertroffen hat. Ungeachtet der erneuten Verbesserung gegenüber dem Allzeittief im April notiert der Index jedoch den 17. Monat in Folge unter der Wachstumsmarke von 50 Punkten und zeigt laut IHS Markit damit, dass der Industriesektor nach wie vor vor großen Herausforderungen steht. „Mit den finalen PMI-Daten verstärken sich die Hinweise darauf, dass sich die Eurozone-Industrieunternehmen dank der COVID-19- Lockerungen auf einen starken Aufschwung gefasst machen können“, kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson. „So deutet der Juni-Anstieg auf einen Rückgang der Industrieproduktion um nur noch 2 Prozent auf Jahresbasis hin. Während des Höhepunkts der Ausgangssperren im April lag die Schrumpfungsrate noch bei nahezu 30 Prozent. Dieser beachtliche Turnaround impliziert, dass die offiziellen Produktionszahlen in den letzten beiden Monaten ausgesprochen stark zugelegt haben müssen“.
    • Das ifo Institut erwartet für die deutsche Wirtschaft einen Aufstieg aus dem Corona-Tal. Nachdem die Wirtschaftsleistung im ersten Vierteljahr um 2,2 Prozent zurückgegangen ist und 11,9 Prozent im zweiten Quartal, sieht das ifo Institut ein Wachstum von 6,9 Prozent im dritten und von 3,8 Prozent im letzten Vierteljahr. „Von nun an geht es schrittweise wieder aufwärts“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Das beruht allerdings auf Annahmen über den weiteren Verlauf der Epidemie und die politischen Reaktionen darauf, über die hohe Unsicherheit besteht. „Die kräftigen Raten in der zweiten Jahreshälfte erklären sich durch die niedrige Produktion an Waren und Dienstleistungen während der Schließung der Wirtschaft. Mittlerweile wurde dies gelockert oder für manche Wirtschaftszweige aufgehoben“, ergänzt Wollmershäuser. Insgesamt aber dürfte die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 6,7 Prozent im Vergleich zu 2019 schrumpfen. Im kommenden Jahr erwartet das ifo Institut ein Wachstum von 6,4 Prozent, sodass die Wirtschaftsleistung von Ende 2019 dann Ende 2021 wieder erreicht wird. Die Zahl der Arbeitslosen soll im Jahresdurchschnitt von 2,3 auf 2,7 Mio. steigen. Im nächsten Jahr hingegen wird sie auf 2,6 Mio. sinken. Die Zahl der Kurzarbeiter ist nach Berechnungen des ifo Instituts von Mai auf Juni von 7,3 auf 6,7 Mio. zurückgegangen.
    • Einen Tag nach der Verabschiedung des sogenannten Sicherheitsgesetzes für Hongkong durch das chinesische Parlament hat es erste Festnahmen gegeben. Die Polizei führte nach eigenen Angaben gut 30 Menschen ab, die an einer nicht genehmigten Demonstration teilgenommen hatten.
    • Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Mai nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real (preisbereinigt) 3,8 Prozent und nominal 4,6 Prozent mehr um als Vergleichsmonat des Vorjahres. Dabei hatte der Mai 2019 mit 25 Verkaufstagen sogar einen Verkaufstag mehr. Im Vergleich zum Vormonat April erhöhten sich die Einnahmen der Einzelhändler real um 13,9 Prozent und nominal um 13,4 Prozent. Damit konnte der Einzelhandel die Corona-bedingten Umsatzeinbußen der Vormonate laut Bundesamt wieder ausgleichen.
    • Der prominente US-Immunologe Anthony Fauci hat vor einer Zuspitzung der Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten gewarnt. Falls der Anstieg in den betroffenen Bundesstaaten nicht unter Kontrolle gebracht werden könne, seien landesweit bald bis zu 100.000 Neuinfektionen pro Tag vorstellbar, warnte Fauci am Dienstag bei einer Anhörung im Senat. In Amerika liegt die Zahl der Neuinfektionen derzeit bei rund 40 000 pro Tag - mehr als an den meisten Tagen der Hochphase der Pandemie im April. „Ich bin sehr besorgt“, sagte Fauci, der Direktor des nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten ist. „Wir bewegen uns in die falsche Richtung.“ Die Pandemie könne derzeit nur eingedämmt werden, wenn die Menschen in der Öffentlichkeit konsequent Masken trügen und auf ihren Sicherheitsabstand achteten.
    • Im Mai waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes rund 44,6 Mio. Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber Mai 2019 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,1 Prozent ab (-483.000 Personen). „Damit hat sich der Rückgang der Erwerbstätigenzahl im Vorjahresvergleich verstärkt fortgesetzt“; kommentierte das Bundesmat. Im Vormonat April hatte die Veränderungsrate zum Vorjahresmonat noch bei minus 0,5 Prozent gelegen.
    • In Japans Industrie hat sich die Geschäftsstimmung wegen der Corona-Pandemie massiv verschlechtert. Wie aus der Quartalsumfrage ("Tankan") der Bank of Japan unter rund 10.000 Unternehmen des Landes hervorgeht, sank der ermittelte Stimmungsindex für die grossen Produktionsunternehmen zum März von minus 8 auf minus 34. Das ist der tiefste Stand seit Juni 2009. Ein negativer Index bedeutet, dass die Pessimisten in der Mehrheit sind.
    • Deutschland übernimmt heute bis zum Jahresende die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union. Wichtigstes Thema: die Überwindung der Corona-Pandemie und ihrer schweren Folgen. Dazu soll schon im Juli ein Milliarden-Konjunkturprogramm vereinbart werden. Wichtig werden zudem der geplante Handelspakt mit Großbritannien sowie die Themen Klimaschutz, Digitalisierung und Migration.
    • Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, hat dem Amtsinhaber Trump Versagen in der Corona-Krise vorgeworfen. „Es scheint, dass unser „Kriegspräsident" sich ergeben, die weiße Flagge geschwenkt und das Schlachtfeld verlassen hat", sagte er. Trump habe Zeit für wirksame Maßnahmen gegen die Ausbreitung vergeudet.

    Dividendenausschüttungen

    • Vonovia (€1,57 je Aktie)
    • Knorr-Bremse (€1,57 je Aktie)
    • Cancom (€0,50 je Aktie)
    • NORMA (€0,04 je Aktie)

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