Auf der Grundlage der Charttechnik setzt André Rain seine in 14 Jahren Börsenhandel gesammelte Erfahrung heute sehr erfolgreich in die Praxis um. In seinem Premium-Service „Rainman Trader“ lädt er die Teilnehmer dazu ein, den jeweils individuellen Tradingstil zu finden und auszubilden. Die Top-Performance seines Realdepots, das er mit einem hochspekulativen bis moderat spekulativen Ansatz führt, nehmen wir zum Anlass eines Interviews.

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    Herr Rain, seit wann besteht Ihr Premiumservice?

    Seit Ende Juni 2013 handele ich einen Teil meines privaten Tradingkapitals öffentlich im Rainman Trader. Zunächst war das Projekt frei zugänglich, über die Monate hat sich eine große Tradergemeinde zusammengefunden. Die Testphase lief sehr gut an, sodass dann im April dieses Jahres – nach einer Top-Performance in den vorangegangenen Monaten – der geplante Übergang in einen bezahlpflichtigen Service erfolgte.

    Was war der Hintergrund den Premiumservice auf den Weg zu bringen?

    Da ich ohnehin fast täglich trade, war es schon seit längerem ein Gedanke, einen eigenen Service zu starten. Mit Guidants stand dann vergangenes Jahr auch die richtige Plattform bereit, um Trading, Charting und Kommunikation im Stream unkompliziert miteinander zu verknüpfen. Und nach acht Jahren redaktioneller Tätigkeit bei GodmodeTrader freue ich mich nun über eine neue Herausforderung und willkommene Abwechslung.

    Wie ist die Ausrichtung? Was wird gehandelt?

    Ich handele überwiegend Aktien, direkt oder per Hebelzertifikat. Dazu kommen meist kurzfristig angesetzte DAX-Trades per Hebelzertifikat. Die Ausrichtung des Tradings ist klar spekulativ, jedoch aktuell mit moderatem Risikomanagement. Ich lasse aktuell keine größeren Verluste in den Einzelpositionen zu. Dazu aktiviere und beende ich Trades des Öfteren intuitiv, auch wenn die Entscheidung vom ursprünglichen Tradingplan abweicht. Mein Bauchgefühl besitzt einen ganz hohen Stellenwert in meinem Tradingalltag; es bedingt, dass ich immer die Möglichkeit habe, mit einem Veto dem Tradingplan dazwischenzufunken. Damit beschneide ich manchmal zwar mögliche Gewinne, aber verhindere auch viele Verluste durch Ausstoppen bzw. dass Gewinnpositionen wieder zu weit zurücklaufen.

    Wie sieht die Performance aus?

    Ich bin zufrieden bislang. Das Depot steht momentan mit knapp 64 Prozent im Plus. Allein in diesem Jahr konnte ich den Depotwert um 48 Prozent steigern, während der DAX auf der Stelle tritt und aktuell nur etwas mehr als 1 Prozent zulegen konnte. Was mich besonders freut ist die Tatsache, dass die beiden größten Drawdownphasen im Spätsommer 2013 und zum Jahreswechsel das Depot jeweils nur ca. 10 Prozent an Performance gekostet haben und ich größere Einbrüche bislang verhindern konnte.

    Wo liegen besondere Alleinstellungsmerkmale gegenüber anderen Premiumservices?

    Die Mischung aus unterschiedlichen Tradingservice-Angeboten von GodmodeTrader macht’s, würde ich sagen. Mein Service hat sowohl etwas von Rocco Gräfes „KnockOut Trader“ als auch von Marko Strehks „Aktien Premium Trader“. Zugleich binde ich die Community-Komponente der „Eisbär Trading Lounge“ ein.


    Wie sehen Sie die Entwicklung des Service in der Zukunft? Welche Schwerpunkte sollen gesetzt werden?

    Es ist nicht immer ganz einfach als Abonnent, insbesondere die DAX-Trades nachzubilden, da sie oftmals spontan und kurzfristig ausfallen. So werde ich versuchen, Tradingchancen noch rechtzeitiger zu definieren und die Leser darauf vorzubereiten. Außerdem werde ich versuchen, den bisherigen Fokus vom Daytrading weiter in Richtung mehrtägiger Trades zu verschieben, um so auch von größeren Bewegungen am Markt zu profitieren.

    Wie sind Sie zum Traden gekommen?

    Das war eher Zufall. Wirtschaft und Börse haben mich nie wirklich interessiert als Jugendlicher. Ein Freund war Banker und zeigte mir, wie „sicher“ die Gewinne sprudeln beim Zeichnen von Neuemissionen. Das war Ende 1999, Anfang 2000. Was dann folgte, ist Geschichte. Ich fiel natürlich vom hohen Ross und verlor viel Geld. Zu meinem Glück kam ich aber gleich mit Charttechnik in Berührung und erkannte die Chancen dieses Analyseansatzes. Letztendlich hat mich die intensive Beschäftigung mit der Charttechnik zu GodmodeTrader geführt und mein Trading wieder auf die Erfolgsspur gebracht.

    Welchen Rat würden Sie angehenden Tradern mit auf den Weg geben?

    Man sollte Zeit und Geduld mitbringen und sich vom Gedanken des schnellen Geldes an der Börse verabschieden. Auf alle Fälle sollte man sich mit Charttechnik beschäftigen, meiner Meinung nach eines der effektivsten Mittel für Finanzmarktprognosen. Mit viel Beobachtung und Trockenübungen im Musterdepot sollte man dann rasch ein erstes Gespür für seine Vorlieben bei den verschiedenen Handelsstrategien bekommen.

    Die Fragen stellte Helge Rehbein.

    Dieses Interview lesen Sie in unserer aktuellen GodmodeTrader-Sonderpublikation "Analyseplattform 2.0: Fintech in der Praxis". Sie können die Publikation hier abonnieren.

    André Rain teilt Anlegern sein Wissen und seine Erfahrungen in seinem Premium-Service Rainman Trader mit. Rain weiß: Das Wissen um die eigenen Stärken und Schwächen sowie die Erstellung und Umsetzung eigener Tradingpläne ist das A und O eines jeden erfolgreichen Traders. Schauen Sie André Rain täglich über die Schulter und beobachten Sie, wie er seine Handelsentscheidungen nach charttechnischen Kriterien und den Grundsätzen des Moneymanagement trifft und umsetzt. Dazu besteht über die interaktive Plattform Guidants die Möglichkeit ständiger Kommunikation mit dem Trader und anderen Teilnehmern. Weitere Infos hier: http://www.godmode-trader.de/premium/rainman-trader