• Kapriolen um Gamestop finden kein Ende
    • US-Wirtschaft wächst etwas stärker
    • DAI: Aktionärszahlen in Deutschland steigen sprunghaft an
    • ESI: Euro-Wirtschaftsstimmung verbessert sich deutlich
    • Vorbild Israel: Kurz plädiert für EU-Impfpass
    • Frankreich: Angespannte Corona-Lage
    • Zweistelliger Milliardenverlust für Bayer in 2020
    • SAP hebt Dividende an
    • „Irritierende“ Rally bei Gamestop-Aktien
    • GfK: Leichte Erholung vom Lockdown-Schock
    • Bafin soll Wirecard geschützt haben

    DAX

    • Die Angst vor steigenden Zinsen hat die Aktienmärkte auch am Donnerstag belastet. Der DAX sank um 0,69 Prozent auf 13.879,33 Punkte. Noch deutlich schwächer präsentierten sich erneut die Aktien an der US-Technologiebörse Nasdaq. Aktuell notiert der Leitindex unter der Marke von 13.950 Punkten. Ein kurzes Aufflackern gab es doch. Am Vormittag schaffte es der DAX kurzzeitig über die 14.000-Punkte-Marke - nach den starken Vorgaben von der Wall Street. Da hat der Dow Jones gestern ein neues Rekordhoch erreicht. Aktuelle Stimmungsdaten aus der Eurozone lassen auf bessere konjunkturelle Zeiten hoffen. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) ist im Februar überraschend deutlich gestiegen. Analysten hatten mit einem geringeren Anstieg gerechnet. Besonders verbesserte sich der Indikator für die Industrie. Diese ist von dem aktuellen Lockdown weniger betroffen als andere Sektoren wie der Einzelhandel. Die Corona-Krise hat auch positive Entwicklungen hervorgebracht: Die Zahl der Aktionäre in Deutschland ist letztes Jahr auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren geklettert. Dem Deutschen Aktieninstitut zufolge haben insbesondere jüngere Menschen die Corona-Krise genutzt, um sich mit ihren Finanzen zu beschäftigten.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • In den drei Monaten bis Ende Dezember verlor der US-Impfstoffentwickler Moderna unterm Strich 272,5 Mio. Dollar. Damit wurde das Minus im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Die Umsätze vervielfachten sich von 14,1 Mio. auf 570,7 Mio. Dollar. In diesem Jahr dürfte das Wachstum erst richtig an Fahrt aufnehmen. „Dies ist nur der Anfang", sagte CEO Bancel. Der US-Impfstoffentwickler will die Produktionskapazitäten für seinen Corona-Vakzine erweitern. Im kommenden Jahr solle so die Produktion von 1,4 Mrd. Impfdosen à 100 Mikrogramm möglich sein, teilte das Unternehmen mit. In diesem Jahr könne die geplante Produktion von 600 Mio. um 100 Mio. Dosen aufgestockt und auch noch weiter ausgebaut werden.
    • T-Mobile US hat sich mit Blick auf den geplanten Netzausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G bei einer Frequenzauktion in den USA für 9,3 Mrd. Dollar 142 Lizenzen gesichert. Verglichen mit seinen Konkurrenten musste T-Mobile US weniger zahlen: AT&T kaufte den Angaben nach rund 1.600 Lizenzen für 23,4 Mrd. Dollar, Verizon erwarb 3.500 Lizenzen für 45,5 Mrd. Dollar. Das liegt daran, dass die Frequenzaustattung von T-Mobile US bereits als gut galt.
    • Eine hohe Nachfrage nach Technik für Rechenzentren und Grafikkarten hat den Umsatz und Gewinn von Nvidia im vergangenen Quartal angetrieben. Finanzchefin Colette Kress sagte auch, das Wachstum resultiere aktuell vor allem aus dem Geschäft mit Computerspielen.
    • Die Kapriolen um Gamestop finden kein Ende. Nachdem die Aktien am Mittwoch vorübergehend vom Handel ausgesetzt waren und mit einem Plus von 104 Prozent geschlossen hatten, ging es vorbörslich am Donnerstag nun um weitere 65 Prozent hoch. Der Vizechef der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway, Charlie Munger, sieht die Turbulenzen mit Sorge. Sie seien Anzeichen einer "irritierenden Blase", die irgendwann ein böses Ende nehmen müsse. Am Mittwoch hatte Gamestop bekannt gegeben, dass Finanzchef Jim Bell das Unternehmen verlässt, ohne einen speziellen Grund zu nennen. US-Medien berichteten, dass Bell auf Druck einflussreicher Anteilseigner seinen Rücktritt habe einreichen müssen. Dabei soll Investor Ryan Cohen eine Hauptrolle gespielt haben. Dieser wiederum gilt vielen Spekulanten als Hoffnungsträger für Reformen beim angeschlagenen Spielehändler.
    • Das Dessous-Label L Brands - Konzernmutter von "Victoria's Secret“ - verdiente in den drei Monaten bis Ende Januar netto 860 Mio. Dollar. Vor einem Jahr hatte es 192 Mio. Dollar Verlust gegeben. Der Umsatz stieg um gut 2 Prozent auf 4,8 Mrd. Dollar.
    • Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young wechselt seinen Deutschland Chef Hubert Barth aus, der in eine neue Rolle innerhalb des Unternehmens wechseln wird. Der Wirtschaftsprüfer gibt keinen Einblick in die Hintergründe des Personalwechsel, aber es wird vermutet, dass er eine Konsequenz aus dem Wirecard-Skandal darstellt.
    • Die Finanzaufsicht Bafin hat nach Ansicht des früheren Vorstands der Wirecard Bank, Rainer Wexeler mit dem Leerverkaufsverbot den Konzern vor Angriffen von Leerverkäufern geschützt. „Für mich hat die Bafin Partei ergriffen für die Wirecard AG", sagte Wexeler am Donnerstag im Wirecard-Untersuchungsausschuss. Im Februar 2019 hatte die Bafin ein zweimonatiges Leerverkaufsverbot für Wirecard-Aktien ausgesprochen. Begründet wurde die Maßnahme damals mit einer drohenden Marktverunsicherung. Wexeler bezweifelte den Einfluss von Wirecard auf die internationale Finanzstabilität. Mit einer Bilanzsumme von 2,2 Mrd. Euro sei die Wirecard Bank keinesfalls ein relevanter Akteur für das Finanzsystem gewesen. Auch das Kerngeschäft der Wirecard, die Abwicklung von Zahlungsdienstleistungen im Internet, sei dafür nicht relevant gewesen. „Wenn das wegfällt, passiert ja nichts", sagte er. Nach der Insolvenz des Unternehmens habe man ja gesehen, dass Wettbewerber den Markt übernehmen.
    • Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat 2020 vor allem wegen Milliardenrückstellungen für die Glyphosat-Rechtstreitigkeiten in den USA und hohe Abschreibungen in der Agrarsparte eine Nettoverlust von 10,5 Mrd. Euro angehäuft. Im Jahr davor war noch ein Plus von 4,1 Mrd. Euro erzielt worden. Nach dem Milliardenverlust müssen sich die Aktionäre mit weniger Dividende rechnen. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag sollen sie 2,00 Euro je Anteilsschein erhalten, nach 2,80 Euro im Vorjahr. Auf dem aktuellen Kursniveau bedeutet das aber immer noch eine Dividendenrendite von rund 3,6 Prozent. Konzernchef Werner Baumann rechnet für 2021 mit einem Umsatz von etwa 41 Mrd. Euro. Davon sollen als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten rund 26 Prozent hängen bleiben. Damit peilt das Unternehmen ein operatives Ergebnis von 10,5 bis 10,8 Mrd. an.
    • Der Softwarehersteller SAP hat im vergangenen Jahr netto 5,28 Mrd. Euro verdient und damit 57 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Aktionäre sollen von dem gestiegenen Gewinn im Vorjahr profitieren. Die Dividende soll um 27 Cent auf 1,85 Euro je Aktie erhöht werden, wie Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung am Donnerstag vorschlugen. Mit dem Vorschlag liegt SAP über den Analystenschätzungen von rund 1,70 Euro. Finanzchef Luka Mucic hatte bereits eine erhöhte Ausschüttung angekündigt.
    • Der Rückversicherer Munich Re hat im vergangenen Jahr wie erwartet einen hohen Gewinneinbruch verzeichnet. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 1,2 Mrd. Euro und damit etwa 55 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Dabei erreichte die Munich Re ihre erst Anfang Dezember ausgegebene Gewinnprognose. Im Rückversicherungsgeschäft verbuchte der Konzern coronabedingte Schäden von 3,4 Mrd. Euro, bei der Erstversicherungstochter Ergo fielen 64 Mio. Euro an. Derweil sollen die Aktionäre für 2020 eine stabile Dividende von 9,80 Euro erhalten.
    • Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr will 2021 wieder wachsen. So soll der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr auf 3,45 bis 3,65 Mrd. Euro zulegen, nachdem die Erlöse 2020 um rund 15 Prozent auf rund 3,3 Mrd. Euro gesunken waren. Die Ebit-Marge soll im neuen Jahr zwischen 3,3 bis 4,3 Prozent liegen und sich damit wieder deutlich verbessern. 2020 war sie um 4,7 Prozentpunkte auf nur noch 0,3 Prozent eingebrochen. Auch beim Auftragseingang musste Dürr 2020 herbe Einbußen hinnehmen. Konzernchef Ralf Dieter verwies darauf, dass das Geschäft im zweiten Halbjahr nach dem Tiefpunkt des zweiten Quartals wieder spürbar zugelegt habe.
    • Der Abfüll- und Verpackungsanlagenhersteller Krones hat im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen nach vorläufigen Berechnungen einen Fehlbetrag von 79,7 Mio. Euro, wie Krones am Donnerstag mitteilte. Ein Jahr zuvor war noch ein Gewinn von 9,2 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Bei Krones gingen die Aufträge deutlich zurück und lagen fast ein Fünftel unter dem Vorjahr, wenngleich der Konzern für das Schlussquartal „erste positive Anzeichen der Besserung" vermeldete. Der Umsatz sank auf Jahressicht um 16 Prozent auf 3,32 Mrd. Euro.
    • Der Büromöbelhändler Takkt bleibt vorsichtig. Wegen der Verlängerung der Lockdowns in vielen Regionen sei mit einem herausfordernden ersten Quartal zu rechnen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Im Jahresverlauf sollte sich die Geschäftsentwicklung bei Takkt aber spürbar bessern, hieß es weiter. „Der weitere Verlauf der Pandemie, die Fortschritte bei den Impfungen sowie Zeitpunkt und Umfang der Lockerungen werden einen erheblichen Einfluss auf das laufende Geschäftsjahr haben", hieß es in der Mitteilung.
    • Der Chipindustrie-Ausrüster Aixtron will das Wachstum 2021 stark beschleunigen. Das Management erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von bis zu gut einem Drittel auf 320 bis 360 Mio. Euro. 2020 hatte das Plus dank eines starken Schlussquartals vier Prozent auf rund 269 Mio. Euro betragen. Zudem sollen die Anteilseigner erstmals seit fast einem Jahrzehnt wieder eine Dividende erhalten - und zwar 11 Cent je Aktie, wie das Unternehmen am Donnerstag mit.
    • Nach einem mauen Schlussakt im Corona-Jahr 2020 schaut der Telekommunikationsanbieter Freenet vorsichtig optimistisch auf 2021. Am Markt wurde insbesondere auf eine enttäuschende Entwicklung der Erlöse wegen der coronabedingten Lockdown-Maßnahmen verwiesen.
    • Die Aktionäre des Personaldienstleisters Adecco dürfen sich über eine unveränderte Dividende und über die Wiederaufnahme des Rückkaufprogramms mit einem Volumen von 600 Mio. Euro freuen. Im Ausblick gibt sich Adecco wenig konkret. Die Umsätze im Januar seien wie im Dezember um 2 Prozent zurückgegangen und der Trend im Februar sei ähnlich. Die neuerlichen Lockdowns hätten die Nachfrage nicht stark geschmälert, auch wenn sich die Erholung verlangsamt habe. Die Unsicherheit bleibe aber hoch, betont Adecco

    Politik & Konjunktur

    • Unternehmen müssen künftig veröffentlichen, wie viel Steuern sie in jedem EU-Mitgliedsstaat zahlen und welche Umsätze sie erzielen. Der EU-Wettbewerbsfähigkeitsrat beschloss eine entsprechende Pflicht zum Country-by-country-Reporting, wie das Bundesfinanzministerium in Berlin mitteilte.
    • In den USA ist die Zahl der noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe im Januar um 2,8 Prozent zum Vormonat gefallen, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit einer Stagnation gerechnet. Im Dezember waren die Verkäufe noch um revidiert. 0,5 Prozent gestiegen.
    • Die Wirtschaft der USA ist im vierten Quartal mit annualisiert 4,1 Prozent stärker gewachsen als zunächst ausgewiesen. Eine erste Schätzung des US-Handelsministeriums hatte einen Zuwachs um 4,0 Prozent ergeben. Im dritten Quartal war die Wirtschaft um annualisiert 33,4 Prozent gewachsen. Da die Beschränkungen im Herbst verschärft wurden, wurde auch die wirtschaftliche Erholung gehemmt.
    • Die US-Unternehmen haben im Januar zum Vormonat 3,4 Prozent mehr Aufträge für langlebige Gebrauchsgüter erhalten, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten nur mit einem Anstieg um 1,1 Prozent gerechnet. Es wurde zudem der Anstieg im Dezember von 0,5 auf 1,2 Prozent nach oben revidiert.
    • Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der Woche bis zum 20. Februar auf 730.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das sind 111.000 Anträge weniger als in der Woche zuvor. Derzeit nehmen noch immer 4,42 Mio. Amerikaner Arbeitslosenhilfe in Anspruch.Analysten hatten 825.000 Erstanträge erwartet.
    • Der Economic Sentiment Indicator (ESI), der die Wirtschaftsaktivität in der Eurozone abbildet, ist im Februar um 1,9 auf 93,4 Punkte gestiegen, wie die Europäische Kommission am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit einem milderen Anstieg gerechnet. In der EU insgesamt war die Entwicklung ähnlich. Besonders deutlich verbesserte sich der Indikator für die Industrie. Im Dienstleistungssektor und beim Verbrauchervertrauen war der Anstieg weniger deutlich. Einen Rückgang gab es hingegen beim Vertrauen im durch die Geschäftsschließungen in der Corona-Krise belasteten Einzelhandel.
    • Die Zahl der Aktionäre in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren gestiegen. 12,35 Mio, Menschen haben nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts (DAI) Anteilsscheine von Unternehmen und/oder Aktienfonds besessen. Das sind knapp 2,7 Mio. mehr als im Jahr 2019. Dem DAI zufolge haben insbesondere jüngere Menschen die Corona-Krise genutzt, um sich mit Aktien und Fonds einzudecken, vor allem zur Altersvorsorge. Etwa jeder Sechste in Deutschland ab 14 Jahren hat nach den jüngsten Zahlen Aktien, Aktienfonds oder ETFs im Depot. „Offenbar haben viele Deutsche die Corona-Krise genutzt, um erstmals, nach längerer Zeit wieder oder stärker in die Wertpapieranlage einzusteigen", erklärte Union-Investment-Manager Alexander Schindler. „Da Sparbücher keine Erträge mehr abwerfen, beobachten wir ein zunehmendes Interesse der Sparer an der Fondsanlage. Die niedrigen Zinsen schaffen also das, woran jahrelange Finanzbildung oder die Förderung der Aktienkultur gescheitert sind." Im Vergleich zu anderen Industrieländern ist der Anteil der Aktionäre in Deutschland mit 17,5 Prozent der Bevölkerung allerdings noch unterdurchschnittlich. In den USA etwa fördert der Staat die Altersvorsorge über den Kapitalmarkt noch stärker.
    • Regierungen in aller Welt haben laut EU-Ermittlern insgesamt 400 Mio. Dosen Impfstoffe angeboten bekommen, die nicht direkt von den Herstellern kommen. „Wir nennen das Geisterimpfstoffe, also irgendwelche mehr oder weniger obskuren Angebote, die auch schon an viele Staats- und Regierungschefs wohl gegangen sind", hieß es aus Kreisen der EU-Kommission. Die EU-Anti-Betrugsbehörde Olaf und die Strafverfolgungsbehörde Europol hätten Ermittlungen aufgenommen.
    • Nach dem Lockdown-bedingten Einbruch zu Jahresbeginn hat sich die Konsumstimmung in Deutschland im Februar erholt. Der Marktforscher GfK prognostizierte für das Konsumklima für März einen Wert von -12,9 Punkten und damit 2,6 Punkte mehr als im Februar dieses Jahres (revidiert -15,5 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Februar 2021. Zum verbesserten Konsumklima tragen neben steigender Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung auch eine sinkende Sparneigung bei. „Die Verbraucher erholen sich etwas von dem Schock, der sie nach dem harten Lockdown Mitte Dezember erfasst hat. Die zuletzt gesunkenen Infektionszahlen und die angelaufenen Impfaktionen nähren die Hoffnungen auf eine baldige Lockerung der Maßnahmen“, so Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte.
    • Der bayerische Ministerpräsident, Markus Söder (CSU), setzt sich für gegen Corona geimpfte Menschen ein. Er bringt sich damit offenbar bewusst in Opposition zur Meinung von Kanzlerin Angela Merkel. Man müsse auf Dauer über „Sonderoptionen“ für Geimpfte sprechen, sagte er im Bayerischen Fernsehen. Aktuell sei es dafür aber noch zu früh, weil noch zu wenige Menschen geimpft seien. „Es kann auf Dauer nicht so sein, dass, wenn sich wahnsinnig viele Leute impfen lassen - andere nicht - für die, die sich nicht impfen lassen, alle andern ein Stück weit dieselben Einschränkungen haben", sagte Söder.
    • Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat einen EU-Impfpass nach dem Vorbild Israels vorgeschlagen. „Ich setze mich dafür ein, dass wir in Europa einen grünen Pass zusammenbringen, wie es ihn in Israel gibt, am besten digital am Handy, wo jeder wieder alle Freiheit zurückbekommt, die wir so sehr schätzen", sagte Kurz in einem Interview mit der "Bild". In Israel können Geimpfte oder Genesene mit dem „Grünen Pass" unter anderem wieder Fitnessstudios oder Theater besuchen.
    • Der Auftragseingang ist im Jahr 2020 im deutschen Bauhauptgewerbe real um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Er erreichte ein Gesamtvolumen von 86,5 Mrd. Euro. Nominal lag der Auftragseingang mit 0,5 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau.
    • Durch den fortgesetzten Lockdown ist der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland im Januar 2021 gegenüber dem Vormonat stark zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. So reduzierte sich der nominale Umsatz saison- und kalenderbereinigt um 8,6 Prozent. Nach dem kontinuierlichen Anstieg seit dem Tiefpunkt im April 2020 ist der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft erstmals wieder gesunken und liegt im Januar 2021 nun wieder 3,7 Prozent dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.
    • In Frankreich steigen die Corona-Fälle wieder, weitere Einschränkungen sind in Sicht. Das Land meldete am Mittwoch mit 31.518 Neuinfektionen den stärksten Anstieg seit Mitte November. Die Behörden registrierten 277 neue Todesfälle, nach 431 am Dienstag.
    • Die kassenmäßigen Einnahmen aus Gemeinschaftsteuern in Deutschland sind kalender- und saisonbereinigt im Januar 2021 im Vergleich zum Dezember 2020 um 8,2 Prozent gesunken. Diese Steuereinnahmen werden auf Bund, Länder und Gemeinden verteilt. Dazu gehören die Steuern vom Umsatz und vom Einkommen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sind die Einnahmen aus Bundes- und Landessteuern dagegen um 1,3 bzw. 0,8 Prozent gestiegen.

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