Craig Steven Wright, der seit längerer Zeit von sich behauptet, der Bitcoin-Erfinder zu sein, hat sich bei einer US-Behörde als Urheber des Bitcoin-Whitepapers und großer Teile des Bitcoin-Quellcodes registrieren lassen. Mehrere Twitter-User verbreiteten einen Screenshot der Copyright-Registrierung beim "Copyright Office", das zur US-Kongressbibliothek gehört.

https://twitter.com/NeerajKA/status/1130809421423173632

Doch Craig Wright ist in der Bitcoin-Szene sehr umstritten und viele halten ihn für einen Betrüger. Nach der Copyright-Registrierung von White schoss die von ihm begründete Bitcoin-Variante Bitcoin Satoshi Vision (BSV) um mehr als 200 Prozent in die Höhe. Bitcoin Satoshi Vision (BSV) wird vor allem von Unternehmen unterstützt, die den Bitcoin als kommerzielles Zahlungssystem etablieren wollen.

https://twitter.com/cryptomanran/status/1130842799782486017

Doch die Copyright-Registrierung beweist überhaupt nicht, dass Wright tatsächlich der Bitcoin-Erfinder ist. Dies hat das Copyright Office inzwischen auch gegenüber der "Financial Times" bestätigt. Anders als bei Anmeldungen von Patenten oder Handelsmarken (Trademarks) wird bei Copyright-Registrierungen von der zuständigen Behörde überhaupt nicht geprüft, ob die Ansprüche inhaltlich berechtigt sind oder nicht. Prinzipiell kann jeder ohne Nachweis ein Copyright registrieren lassen und behaupten, der Urheber eines bestimmten Werkes zu sein.

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Tatsächlich können auch mehrere Personen behaupten, der alleinige Urheber eines Werkes zu sein und das "Copyright Office" würde dann jeden dieser Ansprüche registrieren, wie die Behörde erläuterte. Einzige Voraussetzung für die Registrierung: Es muss eine Anmeldegebühr von 55 Dollar entrichtet werden, wie die "Financial Times" weiter schreibt. Wenn es Dispute darüber gibt, wem ein Copyright tatsächlich zusteht, können die betroffenen Parteien den Klageweg beschreiten und eine gerichtliche Klärung erzwingen. Das Copyright Office wird hingegen von sich aus nicht tätig und registiert auch widersprüchliche Einreichungen.


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Fazit: Das Rätsel um den Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto ist durch den Schachzug von Craig Wright keineswegs gelöst. Durch die Registrierung eines Copyrights ist die Urheberschaft von Wright an Bitcoin nicht bewiesen, da von der Behörde inhaltlich nicht überprüft wird, ob die Ansprüche berechtigt sind oder nicht. Allerdings bedeutet die Copyright-Einreichung, dass Wright nun auch gegenüber den US-Behörden behauptet, der Bitcoin-Erfinder zu sein. Diese Behauptung kann durchaus auch rechtliche Folgen haben, sollte sie etwa eines Tages gerichtlich überprüft werden.

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