In der März-Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs hatten wir unsere Leser rechtzeitig auf eine anstehende Korrektur bei den Rohstoffen hingewiesen. Auch eine Bärenmarktrallye an den breiten Märkten hatten wir in Aussicht gestellt. Beides ist mittlerweile eingetroffen.

Doch noch viel wichtiger ist etwas anderes: Seit einigen Tagen fällt auf, dass sogar sehr schlechte Nachrichten kaum noch Kursverluste nach sich ziehen.

Die Meldungen am vergangenen Dienstag etwa waren wirklich schaurig: So war das Verbrauchervertrauen in den USA von 76,4 Punkten im Februar auf nur noch 64,5 Punkte im März massiv eingebrochen. Es ist der niedrigste Stand seit 35 (!) Jahren. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 73,5 Punkte gerechnet.

Und weiter: Der Hauspreisindex für die 20 größten Städte in den USA ist im Januar auf Jahressicht um 10,7 Prozent gesunken. Es ist der größte Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1987.

Doch das ist noch nicht alles: Gestern veröffentlichte das US-Handelsministerium die Zahlen zu den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter. Im Berichtsmonat Februar fiel der Wert um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die um den Transportsektor bereinigte Komponente gab um 2,6 Prozent nach. Die Prognosen hatten bei einem Minus von 0,3 Prozent (!) gelegen.

Auch ein Ende der Krise im kollabierenden US-Immobilienmarkt ist nicht in Sicht: Die Verkäufe neuer Häuser fielen im Februar um 1,3 Prozent auf 590.000. Analysten hatten einen Rückgang auf 578.000 erwartet. Auffallend ist, dass der mittlere Verkaufspreis um weitere 2,7 Prozent auf 244.100 Dollar gesunken ist.

Insgesamt ist das starker Tobak, der die Börsen eigentlich massiv in den Keller schicken sollte. Doch als antizyklisch agierende Anleger sehen wir da etwas genauer hin: Viel wichtiger als die Nachricht selbst, ist die Reaktion der Börsen auf so einem Nachrichten-Cocktail. Und hier sind erste Hoffnungsschimmer zu erkennen.

Das Erstaunliche ist nun, dass der Aufwärtstrend, der kürzlich nach unten verlassen worden war, in dieser Woche wieder zurückerobert werden konnte – und zwar TROTZ der katastrophalen Nachrichten von konjunktureller Seite. Das lässt den Schluss zu, dass jetzt womöglich mehr anstehen könnte als nur eine Bärenmarktrallye.

Wir werden die weitere Entwicklung jetzt sehr genau verfolgen: Bestätigt sich die Beobachtung, dass sogar schlechte Nachrichten Kursgewinne nach sich ziehen, dann ist es an der Zeit, Aktienengagements wieder aufzustocken.

Welche Aktien man dann kaufen sollte, das lesen Sie in der kommenden Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die in wenigen Tagen erscheint.

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs.

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