• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 10.051,32 Pkt

Die Modellierung der University of Oxford kommt zum Ergebnis, dass womöglich bereits rund die Hälfte der Bevölkerung in Großbritannien mit dem Coronavirus infiziert war, ein Großteil davon aber gar nichts bemerkt hat, wie die "Financial Times" berichtet.

Der Untersuchung zufolge wäre das Coronavirus ebenfalls viel ungefährlicher als bisher gedacht, da nur rund jeder tausendste Infizierte so ernsthaft erkrankt, dass er stationär im Krankenhaus behandelt werden muss. Die bisher genannten höheren Quoten an gefährlich Erkrankten würde demnach an einer zu niedrigen Erfassung der Anzahl aller Infizierten basieren.

Die dramatischen Reaktionen der Politik in vielen westlichen Ländern basierten auf einer Modellierung anderer Wissenschaftler des Imperial College London. Deren Modellierung wurde unter anderem in Deutschland und den USA mit zur Begründung für die drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens herangezogen. Professor Sunetra Gupta von der Oxford University kritisierte das gegenüber der Financial Times. "Ich bin überrascht, dass es eine so unqualifizierte Akzeptanz des Modells vom Imperial College gegeben hat." Gleichzeitig wollte sie die Maßnahmen der Regierungen nicht ausdrücklich kritisieren, da das Oxford-Modell erst noch bestätigt werden müsste.

Sollte die Modellierung der Oxford-Wissenschaftler zutreffen, wäre die Coronavirus-Krise voraussichtlich viel schneller vorbei als gedacht. Denn demnach wäre wohl auch in anderen Ländern wie Deutschland oder Italien der Höhepunkt der Epidemie bald erreicht oder sogar jetzt schon überschritten. Das Coronavirus würde demnach so schnell wieder in der Versenkung verschwinden, wie es aufgetaucht ist und die bisherigen Maßnahmen würden sich als völlig übertriebene Panik erweisen.

Allerdings hat sowohl die Oxford-Modellierung als auch die Modellierung der Kollegen vom Imperial College London einen dramatischen Schwachpunkt: Es ist bisher nicht klar, welcher Anteil der Gesamtbevölkerung tatsächlich bereits mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen ist und in welchem Stadium sich die Epidemie deshalb wirklich befindet. Der nächste Schritt müssen deshalb großangelegte Antikörper-Tests sein, um zu bestimmen, welcher Anteil der Bevölkerung tatsächlich schon infiziert wurde. Mit solchen Antikörper-Untersuchungen in der breiten Bevölkerung wollen die Wissenschaftler der University of Oxford in dieser Woche beginnen.

Die "Financial Times" berichtete bereits am Dienstag über die neue Modellierung der Wissenschaftler in Oxford. Der Bericht könnte mitverantwortlich für die deutliche Erholung der Aktienmärkte seit gestern sein. So verzeichnete der DAX den drittgrößten Tagesgewinn seiner Geschichte, während der Dow Jones Industrial Average in den USA den größten Tagesgewinn seit dem Jahr 1933 verzeichnete.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Ergebnisse der Wissenschaftler aus Oxford tatsächlich bestätigen. Die Ergebnisse widersprechen allerdings dem, wovon die allermeisten Epidemologen und Virulogen bisher ausgegangen sind. Eine gewisse Skepsis bleibt also sicherlich angebracht.

Ist-die-Coronavirus-Krise-viel-schneller-vorbei-als-gedacht-Kommentar-Oliver-Baron-GodmodeTrader.de-1
DAX-Chart

Tipp: Testen Sie jetzt Guidants PROmax! Sie finden dort Tradingideen, direkten Austausch mit unseren Börsen-Experten in einem speziellen Stream und spannende Tools wie den Formel-Editor oder den Aktien-Screener. Auch GodmodePRO ist inklusive. Jetzt das neue PROmax 14 Tage kostenlos testen!

Wir freuen uns über die Nominierung als „Bestes Zertifikate-Portal“ bei den ZertifikateAwards 2020 – und noch mehr auf Ihre Stimme! Setzen Sie in einer kurzen Umfrage Ihren Haken bei „GodmodeTrader". Es dauert lediglich wenige Minuten. Versprochen! Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Hier geht es zur Umfrage