Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Bedingt durch eine geringer als von ihm unterstellte Risikovorsorge habe das den Aktionären zurechenbare Nettoergebnis der größten US-Bank J.P. Morgan Chase im dritten Quartal mit 7,95 (Vj.: 6,62) Milliarden US-Dollar seine Prognose von 7,49 Milliarden übertroffen, schrieb Independent Research-Analyst Markus Rießelmann in einer Studie von Montag.

    ANZEIGE

    Wie schon in den beiden ersten Quartalen habe insbesondere die Stärke im heimischen Privat- und Firmenkundengeschäft überzeugt, das weiterhin von einem starken Kreditwachstum profitieren könne, so der Experte. Demgegenüber sei im Handelsgeschäft ein Erlösrückgang verzeichnet worden, den er aber aufgrund der Aussagen von CFO Lake im Rahmen einer Konferenz Mitte September erwartet habe, so Rießelmann.

    Den Kursrückgang der JPMorgan-Aktie in einem insgesamt freundlichen Aktienmarktumfeld am Tag der Zahlenbekanntgabe (12.10: -1 %) führt der Analyst vor allem auf Aussagen von CEO Dimon zurück, der vor möglichen geopolitischen Konsequenzen, wie dem Brexit, Italien, oder der Handelskonflikte, warnte, die irgendwann auch eine bisher florierende US-Wirtschaft belasten könnten. Diese Sorgen spiegeln sich für Rießelmann in der Aktienkursperformance in 2018 wider - einem Jahr, in dem J.P. Morgan regelmäßig die Erwartungen übertreffe.