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Die Wichtigsten Meldungen am Nachmittag:

US-Börsen - Die Vereinigten Staaten stehen vor ihrem 18. Regierungsstillstand

Der drohende US-Finanzkollaps lähmt die US-Börsen bereits seit längerem, nun aber schlägt die Stunde der Wahrheit: Morgen beginnt in den USA das neue Haushaltsjahr. Sollte sich der Kongress nun in den letzten Stunden nicht mehr auf einen Kompromiss im Budgetstreit einigen, droht die Zwangsschließung von Behörden, der sog. Government Shutdown. Während dieses Notbetriebs müsste etwa ein Drittel der staatlichen Behörden vorübergehend die Arbeit einstellen.

Eine Folge wäre auch, dass das Arbeitsministerium seinen für Freitag angesetzten monatlichen Arbeitsmarktbericht nicht veröffentlichen würde. Zudem sinken die Aussichten, dass es im Streit um die Erhöhung der Schuldenobergrenze eine baldige Lösung geben wird. Damit droht der weltgrößten Volkswirtschaft am 17. Oktober, wenn die Schuldenobergrenze von 16,7 Billionen Dollar erreicht sein wird, die Zahlungsunfähigkeit.

Die Fronten sind verhärtet, die Unsicherheit belastet: Entsprechend überwiegt zum Handelsstart an der Wall Street die Farbe Rot. Der marktweisende Dow Jones liegt aktuell um 0,96 % bei 15.110 Punkten tiefer, der Nasdaq100 notiert mit einem ähnlich hohen Abschlag bei 3.203 Punkten.

Konjunkturdaten aus der Region Chicago

Der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago ist im September überraschend stark um knapp drei Punkte auf 55,7 Zähler angestiegen. Im Vormonat lag der Indikator bei 53,0 Punkten wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung mitteilte. Ökonomen hatten nur einen Anstieg auf 54,0 Punkte erwartet.

Der Chicago Fed Produktionsindex des verarbeitenden Gewerbes für den mittleren Westen ist im August um 1,5 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich zugleich ein Zuwachs von 4,0 %.

Japan erhöht Mehrwertsteuer und beschließt milliardenschweres Konjunkturpaket

Die Japanische Regierung hat sich auf eine Mehrwertsteuererhöhung um drei Prozentpunkte von 5 % auf 8 % mit Wirkung ab April des kommenden Jahres verständigt. Als Ausgleich für die höheren Belastungen will Ministerpräsident Abe ein 45 ein Konjunkturpaket im Volumen von sechs Billionen Yen auflegen.

Boeing-Dreamliner: Neue Probleme

Eine Boeing 787 der polnischen Airline LOT musste am Sonntag unplanmäßig aus Island zwischenlanden. Wegen Problemen mit einem Identifikationssystem verweigerte Norwegen der Maschine den Überflug, wie ein Boeing-Sprecher sagte. Zudem hat die norwegische Billigfluglinie Norwegian einen ihrer zwei Dreamliner aus ihrem Flugplan genommen.

Von der Fluggesellschaft Alaska Airlines hat Boeing laut Angaben von Freitag eine Bestellung über fünf Mittelstreckenmaschinen des Typs 737-900ER im Wert von 481 Mio. US-Dollar erhalten.

Apple verliert wertvolles Patent

Die Präsentation des ersten iPhone-Prototypen im Januar 2007 kostet Apple ein wertvolles Patent zur Touchscreen-Bedienung. Das Bundespatentgericht erklärte das Europäische Patent mit der Nummer 2059868 für ungültig, weil die Vorstellung vor dem Patentantrag stattfand. Das Patent beinhaltete einen Bildschirm-Effekt beim Benutzen der Fotogalerie.

Spanien: Schuldenberg wächst und wächst

Die Staatsschulden Spaniens werden im Jahr 2014 aufgrund einer hohen Neuverschuldung erstmals die Marke von 1 Bio. Euro überschreiten.

Italien: 
Fitch warnt das Land

Die Ratingagentur Fitch warnt Italien: Durch den möglichen Kollaps der Regierung würden die Haushaltsziele aufs Spiel gesetzt, was sich negativ auf die Kreditwürdigkeit auswirken könnte. Derzeit hat Italien bei Fitch die Bonitätsnote „BBB+“ und liegt damit lediglich drei Stufen über Ramsch-Niveau.

Ministerpräsident Letta lässt für den 2. Oktober das Parlament zusammenkommen. Ein Misstrauensvotum ist aber nach jetzigem Stand offenbar doch nicht geplant.

J. C. Penney im Fokus

Der Einzelhändler J. C. Penney hatte am Freitag mitgeteilt, über eine Kapitalerhöhung bis zu 932 Mio. US-Dollar einsammeln zu wollen. Die Aktie setzte daraufhin ihren Abwärtstrend fort und verlor zweistellig. Dabei wurden 84 Millionen Aktien verkauft, das entspricht beim Schlusskurs vom Freitag einem Volumen von rund 760 Mio. US-Dollar.

CAL Maine Foods verfehlt Erwartungen

Der US-Lebensmittelkonzern CAL Maine Foods verfehlt im ersten Quartal per Ende August mit einem Gewinn je Aktie von 0,36 die Analystenschätzungen deutlich um 13 Cents. Der Umsatz belief sich auf 319,5 Mio. US-Dollar.