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Tokio (BoerseGo.de) - Die Industrieproduktion Japans ist im Sommermonat Juni stärker geschmolzen als zunächst gemeldet. Wie das Wirtschaftsministerium (METI) am Dienstag in Tokio mitteilte, ist das Ausstoßvolumen der Betriebe in der der zweitgrößten Volkswirtschaft Asiens endgültigen Daten zufolge um 3,4 Prozent im Monatsvergleich zurückgegangen. Im Mai wurde noch ein Anstieg von 0,7 Prozent errechnet. Das Ministerium meldete für Juni zunächst einen Einbruch von 3,3 Prozent. Ökonomen hatten mit einem Rückgang in dieser Größenordnung im Juni gerechnet. Im Jahresvergleich ist die Erzeugung in Japan im Juni um 3,1 Prozent gewachsen.

Auch im Mai war bereits ein Minus von 2,2 Prozent im Monatsvergleich gemeldet worden. Neben der Mehrwertsteuererhöhung Anfang April belastete die schwache Binnennachfrage den Industrieausstoß, besonders im Transportsektor. Die Kapazitätsauslastung lag im Juni den weiteren Angaben zufolge um 3,3 Prozent niedriger als im Vormonat.

Da das zugrunde liegende Wachstum der japanischen Wirtschaft robust ist, dürfte sich die Industrieproduktion erholen. So wurde am Montag gemeldet, dass die wegweisenden Werkzeugmaschinenaufträge im Juli um 37,7 Prozent im Jahresvergleich angestiegen sind, nach plus 34,1 Prozent im Juni. In den Monaten Juli und August wird auch bei der industriellen Erzeugung wieder mit einer Zunahme gerechnet. Im Juli soll sie bei 2,5 Prozent und im August bei 1,1 Prozent liegen.