Tokio (Godmode-Trader.de) - Die Scharte aus dem Vormonat wetzte die japanische Exportwirtschaft im März aus. Angetrieben von einer starken Nachfrage nach Autos und Halbleitern sei der Wert der Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 16,1 Prozent gestiegen, teilte das japanische Finanzministerium am Montag mit. Dies ist der stärkste Anstieg seit November 2017. Im Februar waren die Ausfuhren noch um 4,5 Prozent gefallen

Die Exporte nach China vervielfachten sich im März von 4,3 Prozent auf ein Plus von 37,2 Prozent, während die Ausfuhren nach Nordamerika um 5,8 Prozent, nach -13,8 Prozent im Februar anstiegen. Ebenfalls deutlich stiegen die Ausfuhren in die Europäische Union, die sich zum Vorjahresmonat um fast 13 Prozent erhöhten. Es war der stärkste Zuwachs seit etwa drei Jahren. Die Handelsbilanz Japans wies einen Exportüberschuss von 663 Mrd. Yen (gut 5,1 Mrd. Euro) auf.

Derweil stiegen die Importwerte im März um 5,7 Prozent, nach einem Anstieg von 11,8 Prozent im Februar. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Importwerte um 0,7 Prozent. Die Importe aus China schwächten sich von einem Vormonatsplus von 114,5 Prozent auf 10,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab. Allerdings stiegen die Importe aus Nordamerika im März um 5,7 Prozent, nach einem Rückgang um 1,3 Prozent im Februar.

Für das erste Quartal deuten die Daten zum Warenhandel darauf hin, dass der Außenhandel das BIP-Wachstum im letzten Quartal nur um 0,1 Prozentpunkte geschmälert hat. Da die Warenexporte bereits deutlich über dem Vor-Krisen-Niveau liegen, dürften sie in diesem Jahr aber kaum noch weiter ansteigen. Tatsächlich deutet die Komponente der neuen Exportaufträge des PMI für das Verarbeitende Gewerbe darauf hin, dass sich das Exportwachstum in diesem Monat wieder abschwächen wird.