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Tokio (BoerseGo.de) – Die japanische Regierung denkt laut über neue Konjunkturhilfen nach. Damit könnten etwaige negative Folgen der geplanten kommenden Steuererhöhung im Herbst 2015 abgefedert werden. Die Regierung wird im Dezember entscheiden, ob sie die nächste Stufe der Steuererhöhungspläne zündet. Laut Finanzminister Taro Aso sollen aber zunächst die Konjunkturdaten aus dem Sommerquartal auf Herz und Nieren geprüft werden. Erst dann ließe sich entscheiden, ob neue Stimuli notwendig und hilfreich seien, so Taro am Dienstag gegenüber Journalisten.

Im Frühjahr war die japanische Wirtschaftsleistung eingebrochen. Grund war die Anhebung der Konsumsteuer im April. Diese erhöhte sich von fünf auf acht Prozent. Japan ist das am höchsten verschuldete Industrieland und auf höhere Staatseinnahmen zwingend angewiesen.

Derweil bescheinigen neueste Konjunkturdaten der japanischen Binnenkonjunktur eine aufsteigende Tendenz. So sind nach Regierungsangaben die japanischen Einzelhandelsumsätze im September um starke 2,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Ökonomen hatten lediglich einen Zuwachs von 0,9 Prozent erwartet, nachdem bereits im August ein solider Anstieg um 1,9 Prozent verzeichnet worden war.

Der Quartalsvergleich zeigt einen Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 3.3,5 Prozent somit eine leichte Erholung vom Einbruch im zweiten Quartal, als die Einzelhändler 7 Prozent weniger Erlöse verbuchen konnten als zum Jahresauftakt. Da auch die realen Einzelhandelsumsätze signifikant gestiegen sind, dürfte der private Konsum einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal geleistet haben.