1. Die Auftragseingänge in Japan sind im April um 1,0 % gegenüber dem Vormonat gefallen. Der Rückgang fiel damit geringer aus als von den Märkten und uns erwartet (Bloomberg-Median und DekaBank: -2,0 % mom). Auf Jahressicht ergab sich dadurch ein Zuwachs um 2,3 %. Auch wenn dies der erste Rückgang nach zwei Anstiegen in Folge ist, so beunruhigt dies nicht. Schließlich ist der volatile Charakter der Zeitreihe hinreichend bekannt. Positiv war vielmehr die Tatsache, dass die Komponente für das verarbeitende Gewerbe im April mit +14,4 % recht kräftig stieg, nachdem die Entwicklung in den vergangenen Monaten eher mau war. Zudem war auch bei den Auslandsorders ein starker Zuwachs von 31,3 % mom zu verzeichnen. Im ersten Quartal stand hier noch ein Rückgang um 20,7 % qoq in den Büchern. Ein Rückgang war hingegen bei den Auftragseingängen des nicht-verarbeitenden Gewerbes zu sehen.

2. Es lohnt in diesem Monat, einen genaueren Blick auf die Entwicklung der Auftragseingänge im Automobilsektor zu werfen. Hier war im April ein kräftiges Plus von 17,6 % festzustellen, nachdem die Zuwachsraten in den Vormonaten lediglich leicht positiv gewesen waren. Dies deckt sich mit den Verkaufszahlen japanischer Pkws in den USA, welche im April kräftig zulegen konnten. Hier scheint offensichtlich der hohe Ölpreis erste Wirkung zu zeigen. Zumal es in den USA erste Indikationen gibt, dass die Konsumenten ob der hohen Benzinpreise zumindest beim Kauf von Neuwagen doch langsam stärker in Richtung kleinerer, sprit-sparenderer Varianten tendieren. In diesem Segment dürften japanische Produzenten klar im Vorteil gegenüber ihren amerikanischen Konkurrenten sein, was sich auch in den nächsten Monaten positiv auf die Automobilexporte auswirken sollte.

Quelle: DekaBank

Die DekaBank ist im Jahr 1999 aus der Fusion von Deutsche Girozentrale - Deutsche Kommunalbank- und DekaBank GmbH hervorgegangen. Die Gesellschaft ist als Zentralinstitut der deutschen Sparkassenorganisation im Investmentfondsgeschäft aktiv. Mit einem Fondsvolumen von rund 130 Mrd. Euro gehört die DekaBank zu den größten Finanzdienstleistern Deutschlands. Im Publikumsfondsgeschäft hält der DekaBank-Konzern einen Marktanteil von etwa 20 Prozent.