Tokio (Godmode-Trader.de) - Der Handelsstreit zwischen den USA und China lähmt weiter den Außenhandel Japans. Nach Zahlen der Regierung vom Mittwoch gingen die Exporte im April um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Es ist der fünfte Rückgang in Folge. Dagegen stieg das Wachstum der Importwerte auf ein Fünf-Monatshoch von 6,4 Prozent. Diese Beschleunigung wurde jedoch durch Basiseffekte getrieben, da die Einfuhrmengen im Vergleichsmonat des Vorjahres aus verschiedenen Gründen sehr niedrig ausfielen. Der Exportüberschuss in der Handelsbilanz sank deutlich von 527,8 auf 60,4 Mrd. Yen.

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    Die Exporte in die USA stiegen im April allerdings weiter an. US-Präsident Donald Trump moniert seit langem den hohen Exportüberschuss Japans mit den USA und droht Zölle auf Autoimporte an.

    Die Analysten von Capital Economics sind der Meinung, dass der Außenhandel in diesem Quartal keinen positiven Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt Japans liefern kann. Der 0,4 Prozentpunkte starke Impuls aus dem Nettohandel im ersten Quartal werde sich im zweiten Quartal nicht wiederholen, heißt es in einem Kommentar. „Zugegebenermaßen deuten die heutigen Daten darauf hin, dass der Nettohandel im zweiten Quartal das BIP-Wachstum weiter gestützt haben könnte. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Importmengen in Kürze wieder erholen werden“. Vorerst habe man im zweiten Quartal einen Rückgang der Nettoexporte um 0,3 Prozentpunkte eingeplant, was der Hauptgrund dafür sei, dass ein wieder moderates BIP-Wachstum zu erwarten sei, so Capital Economics.