• Nikkei225 - Kürzel: N225 - ISIN: XC0009692440
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 21.066,56 Pkt

London/ Tokio (Godmode-Trader.de) - Japans Industrie hat im März ihre Produktion weiter gedrosselt. Die Reduzierung fiel so hoch aus wie seit fast drei Jahren nicht mehr, wie der am Freitag veröffentlichte Markit/Nikkei-Einkaufsmanagerindex zeigt. Der Teilindex zur Produktion fiel auf 46,9 Zähler nach 47,4 Punkten im Februar. Hintergrund sei die schwächere Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland, kommentierte Joe Hayes, Volkswirt bei IHS Markit. Der Gesamt-Einkaufsmanagerindex für die japanische Industrie verharrte im März mit 48,9 Punkten auf dem Vormonatsniveau. Ab einem Wert von über 50 Zählern wird Wachstum signalisiert.

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Auch die japanische Regierung blickt skeptischer auf die konjunkturelle Lage in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt. Vergangene Woche stellte Tokio im Monatsbericht März fest, dass sich die Exporte und die Industrieproduktion zuletzt schwach entwickelt hätten. Dennoch geht die Regierung nach wie vor davon aus, dass sich die japanische Wirtschaft weiterhin moderat erhole. Die schwächeren Bewertungen kommen etwa ein halbes Jahr vor einer seit langem geplanten Erhöhung der Verbrauchsteuer im Oktober, die den Binnenkonsum weiter belasten dürfte.

Japan bekommt die Konjunkturschwäche bei seinen wichtigsten Handelspartnern China und den USA zu spüren. Auch die weltweiten Handelsstreitigkeiten machen sich bemerkbar. Die Beziehungen zu den USA haben sich verschlechtert, weil US-Präsident Donald Trump von Japan ausgewogenere Handelsbeziehungen fordert.