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Tokio (BoerseGo.de) - Die Bank of Japan (BoJ) hält an ihrer ultralockeren Geldpolitik unverändert fest. Das beschlossen die Währungshüter am Freitag einstimmig, wie die Notenbank nach zweitägigen Beratungen mitteilte. Demnach wird die BoJ weiterhin Wertpapiere in Höhe von jährlich 60 bis 70 Billionen Yen im Jahr aufkaufen. Die Notenbank hält seit April vergangenen Jahres an einer extrem lockeren Geldpolitik fest.

Nicht mehr ganz so zuversichtlich geben sich die Währungshüter aber im Hinblick auf die Entwicklung des Exports und der heimischen Industrieprodukiotn. Zwar betonten sie in ihrer Stellungnahme, dass sich die Wirtschaft des Landes insgesamt weiterhin tendenziell moderat erhole, die Exporte würden aber „einige Schwäche" offenbaren. Zuvor war die Rede davon, dass sich der Außenhandel ausgewogen darstellt. Auch die Industrieproduktion habe zuletzt gewisse Schwäche gezeigt, hieß es nun von den Notenbankern. Zuvor hatten sie eine moderate Erholung gesehen. Experten sehen in der skeptischeren Einschätzung die Erkenntnis, dass die Binnenkonjunktur Japans entgegen der Aussagen der Regierung die jüngste Mehrwertsteuererhöhung im April doch nicht so locker wegsteckt und länger mit deren Folgen zu kämpfen hat.

Die jüngsten Aussagen signalisieren zudem, dass in den kommenden Monaten eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Erwägung gezogen wird. Japan will die jahrelange Deflation überwinden und peilt u. a. mit geldpolitischen Mitteln eine Jahresinflationsrate von mittelfristig 2 Prozent an.