• Kaffee - ISIN: US6289851031
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 0,930 $/lb

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Der Preisverfall bei Kaffee nimmt kein Ende. Am vergangenen Donnerstag stürzte der Arabica-Preis unter die Marke von 90 US-Cent je Pfund und schloss auf einem Dreizehneinhalbjahrestief. Kurz vor dem langen Osterwochenende erholten sich die Notierungen dann jedoch wieder ein wenig.

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Nachrichten, die den Preisrückgang erklären könnten, gab es nicht. Es sind vielmehr die altbekannten Nachrichten einer bevorstehenden sehr hohen Ernte in Brasilien gepaart mit technischen Verkäufen, nachdem das bisherige Tief bei 91 US-Cent und das psychologisch wichtige Niveau von 90 US-Cent unterschritten wurden, wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

Der zuletzt wieder schwächere brasilianische Real habe ein Übriges getan, da er die brasilianischen Kaffeeexporte preislich günstiger mache und somit einen Anreiz für zusätzliche Exporte gebe. Die von der brasilianischen Regierung angekündigten Maßnahmen zur Unterstützung der unter den niedrigen Preisen leidenden Kaffeebauern seien auch nicht dazu angetan, den Preisrückgang zu stoppen. Denn eine Marktbereinigung, die unrentable Anbieter aus dem Markt drücke, werde dadurch verhindert, heißt es weiter.

„Der Preis kann daher durchaus noch weiter fallen, solange die Regierung die zu höheren Preisen von den Kaffeebauern aufgekauften Bohnen nicht für längere Zeit vom Markt nimmt. Die Aussicht, dass dieses Angebot jederzeit auf den Markt gelangen kann, dürfte eine Preiserholung im Keim ersticken. Helfen könnten die bereits hohen spekulativen Netto-Short-Positionen. Nur bedarf es für Short-Eindeckungen eines Auslösers. Der ist momentan nicht in Sicht“, so die Commerzbank-Analysten.

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