• Kaffee - ISIN: US6289851031
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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - In seinem halbjährlichen Bericht zu Kaffee hat das US-Landwirtschaftsministerium USDA aufgrund der Corona-Pandemie die Zahlen für die Nachfrage in der laufenden Saison 2019/20 nach unten angepasst. So soll etwa der Importbedarf der EU eine halbe Million Tonnen niedriger sein, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Bei einem Importvolumen von 47,5 Millionen Tonnen sei dies eine sehr moderate Anpassung. Dies gelte auch für die Kürzung der globalen Exporte um 3,4 Millionen auf 112 Millionen Tonnen. 2020/21 erwarte das USDA dann einen kräftigen Anstieg der Nachfrage, heißt es weiter.

„Noch deutlich stärker soll allerdings das Angebot wachsen. Allein Brasilien soll neun Millionen Sack mehr Kaffee als in der aktuellen Saison und damit rekordhohe 67,9 Millionen Sack produzieren. Höhere Ernten werden auch in Kolumbien, Indien und Mittelamerika erwartet“, so Helbing-Kuhl.

Im zweitgrößten Kaffeeland Vietnam dürfte die Produktion zwar sinken, dies allerdings von einem Rekordniveau aus und nur um gut eine Million auf 30,2 Millionen Sack. Etwas weniger werde wohl auch in Indonesien geerntet werden. Global solle die Kaffeeproduktion aber rekordhohe 176 Millionen Sack betragen. Nach Schätzung des USDA werde die Produktion die Nachfrage um 6,4 Millionen Sack übersteigen, heißt es weiter.

„Die internationalen Bestände sollen dadurch auf den höchsten Stand seit sechs Jahren anschwellen, nachdem sie 2019/20 leicht rückläufig sein dürften. Das absehbar sehr üppige Angebot und die bereits angelaufene brasilianische Ernte lasten auf den Kaffeepreisen. Hinzu kommen neue Sorgen um eine stärkere Verbreitung des Coronavirus oder eine zweite Welle“, so Helbing-Kuhl.

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