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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Kräftige Regenfälle haben die Aussichten für die laufende Zwischenernte im weltgrößten Kakaoproduzentenland Elfenbeinküste verbessert. Diese läuft von April bis September. Kakaobauern sprechen davon, dass die Ernte an Dynamik gewinnt und viele Bohnen die Plantagen verlassen würden, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Mitunter sorge der viele Regen aber auch dafür, dass die Bohnen lange Zeit zum Abtrocknen benötigten, was das Risiko von Schimmelbefall erhöhe. Andere Bauern sprächen hingegen von ausgezeichneten Wachstumsbedingungen und erwarteten daher eine reichliche Zwischenernte. Wiederum andere erwarteten kein abruptes Ende der Zwischenernte, wenn es weiterhin Regen gebe, heißt es weiter.

„Dadurch könnte es gelingen, den Ernterückstand im Vergleich zum Vorjahr wettzumachen. Die Kakaoanlieferungen in die Häfen der Elfenbeinküste lagen in der letzten Berichtswoche laut einer mit den Daten vertrauten Person bei knapp 37.000 Tonnen. Seit Beginn des Erntejahres im letzten Oktober summieren sie sich gemäß Daten der Regierung bis Mitte Mai auf 2,1 Millionen Tonnen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es nur unwesentlich mehr“, so Fritsch.

Die Internationale Kakaoorganisation sei in ihrem letzten Quartalsbericht im Februar für die Elfenbeinküste von einer Ernte in Höhe von 2,2 Millionen Tonnen ausgegangen, was etwas unter der Erntemenge im Vorjahr liegen würde. Dabei sei allerdings zu bedenken, dass zwischen Anlieferungen und Ernte Abweichungen auftreten könnten, da erstere auch aus den Lagerbeständen erfolgen könnten, die aus dem vorherigen Erntejahr stammten, heißt es weiter.

„Genaueres wird man Ende Mai erfahren, wenn die ICCO in ihrem neuen Quartalsbericht aktualisierte Prognosen veröffentlicht. Der Kakaopreis in New York fiel Ende letzter Woche auf gut 2.400 US-Dollar je Tonne, den niedrigsten Stand seit Anfang Januar. Dies war allerdings größtenteils auf den festen US-Dollar zurückzuführen. Der Kakaopreis in London handelte dagegen zu Wochenbeginn bei 1.845 Britischen Pfund je Tonne nur unweit des Anfang Mai verzeichneten Siebenmonatshochs“, so Fritsch.