Frankfurt (GodmodeTrader.de) - In der Elfenbeinküste, dem weltgrößten Produzentenland von Kakao, dürfte die Zwischenernte, die von April bis zum Saisonabschluss im September eingebracht wird, in diesem Jahr rekordhohe 600.000 Tonnen erbringen. So lautet die Erwartung mehrerer am Freitag von der Nachrichtenagentur Reuters zitierter an Kakaoproduktion und -handel Beteiligter, wie Commerzbank-Analystin Michaela Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

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    Dies wären 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei sei schon im letzten Jahr ein neuer Rekord erzielt worden. Die zu Beginn des Winters diskutierte Gefahr von Ernteausfällen wegen übermäßiger Trockenheit durch das Auftreten eines El-Niño-Phänomens habe sich also nicht realisiert. Dabei herrschten derzeit laut US-Wetterbehörde NOAA tatsächlich El-Niño-Bedingungen. Diese sollten sogar mit einer Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent über die Sommermonate der nördlichen Hemisphäre und mit 55 Prozent Wahrscheinlichkeit auch bis in den Winter anhalten. Allerdings sei die Ausprägung des Phänomens in diesem Jahr mild, heißt es weiter.

    Im benachbarten Ghana, dem zweitgrößten Produzenten, erwarten die Beobachter dagegen wegen mäßiger Witterung und starkem Krankheitsbefall einen Einbruch bei der Zwischenernte um 50 Prozent auf nur 120.000 bis 130.000 Tonnen. Die sich immer mehr konkretisierende rekordhohe Gesamternte 2018/19 in der Elfenbeinküste macht dies in seinem Einfluss auf die Versorgung mit Kakao aber mehr als wett. Inoffiziellen Zahlen zufolge liegen die seit Saisonbeginn kumulierten Anlieferungen 17 Prozent im Plus und insgesamt sollen dort nach Einschätzung der Internationalen Kakaoorganisation 2,2 Millionen Tonnen produziert werden“, so Kuhl.

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