Kurzfristig hat die EZB die Lage beruhigen können. Die Renditen von italienischen Anleihen sind gegenüber den Renditen von deutschen Anleihen nicht mehr überproportional gestiegen. Allein die Ankündigung eines Instruments, welches Renditedifferenzen begrenzen kann, erfüllte den Zweck. Nun hat die EZB ein neues Instrument (TPI: Transmission Protection Instrument), mit dem sie mehr oder weniger frei am Markt intervenieren kann. Die Idee ist nicht neu und wurde in der Vergangenheit bereits umgesetzt. Erstmals kaufte die EZB ab 2010 Anleihen von Krisenstaaten unter dem SMP (Securities Markets Programme). Zeitweise hielt die EZB unter diesem Programm mehr als 200 Mrd. an Anleihen. Das SMP wurde 2012 durch das OMT (Outright Monetary Transactions) Programm abgelöst. Die Namen sind unterschiedlich, doch der Zweck war der gleiche. Unter den Programmen können Staatsanleihen gekauft werden, um am Ende einen Zusammenbruch eines Landes zu verhindern.