• Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 27.866,30 $
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 3.105,14 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 8.288,91 Pkt
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Handelskonflikt, Konjunktursorgen, rekordhohe Bewertungen am Aktienmarkt: All das kann die Bullen an der Wall Street offensichtlich nicht aufhalten.

Am Freitag starteten Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 gleich mit neuen Rekordhochs in den Handel. Unmittelbarer Auslöser sind Aussagen von Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow, der nicht nur eine baldige Einigung im Handelsstreit mit China, sondern auch neue Steuersenkungen durch US-Präsident Donald Trump in Aussicht stellte, falls dieser im kommenden Jahr wiedergewählt werden sollte.

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Dow Jones Industrial Average

Bereits seit Anfang Oktober überwiegt eindeutig die Euphorie an der Wall Street und die Kurse steigen fast ohne Korrektur. Bank of America Merrill Lynch ist in einer in dieser Woche veröffentlichten Studie der Frage nachgegangen, worauf die Rekordjagd am US-Aktienmarkt zurückzuführen ist. Grundlage ist eine Umfrage unter 230 Portfoliomanagern bei institutionellen Anlegern, die ein Vermögen von 700 Milliarden US-Dollar verwalten.

Das Fazit von Bank of America Merrill Lynch: Die institutionellen Anleger leiden an der "Fear of Missing Out" (FOMO) – der Angst, etwas zu verpassen. Der Sommer war noch von der Angst einer dramatischen, weltweiten Konjunktureintrübung geprägt. Doch die Angst war offensichtlich übertrieben, was auch immer mehr institutionelle Anleger erkannten.

Bei der anschließenden Erholung wollte nun niemand der letzte sein, weshalb wie verrückt gekauft wurde: "Die Bullen sind zurück ... die Sorgen um die globale Rezession verschwinden und die Angst etwas zu verpassen lässt den Optimismus und das Engagement in Aktien und zyklischen Titeln steigen", schrieb Michael Hartnett, Chef-Investmentstratege bei der Bank, in einer Mitteilung an die Kunden.

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S&P 500

Die Wachstumserwartungen haben sich laut Umfrage so schnell aufgehellt wie seit dem Jahr 1994 nicht mehr. Die institutionellen Anleger reduzierten ihre Cashbestände von 5 % auf 4,2 % und damit auf das niedrigste Niveau seit Juni 2013. Gekauft wurden vor allem Aktien.

Nach Einschätzung von Hartnett ist der "leichte Teil der Rally" nun allerdings vorüber und es beginnt der schwierigere Teil. Doch die Rally kann durchaus noch weitergehen, meint Hartnett. Dafür sorgen dürften die überschüssige Liquidität am Markt und die Aussicht auf wieder steigende Unternehmensgewinne, so der Experte.

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Nasdaq 100

Zu denken geben sollte allerdings, dass der Optimismus der institutionellen Anleger nicht von wohlhabenden Privatanlegern und auch nicht von Starinvestor Warren Buffett geteilt wird. Wie eine ebenfalls in dieser Woche veröffentlichte Umfage der UBS ergab, bereiten sich wohlhabende Privatanleger eher auf einen Crash vor und erhöhen die Cashbestände. Das gilt auch für Starinvestor Warren Buffett, dessen Investmentholding Berkshire Hathaway auf rekordhohen Cashbeständen von 128 Milliarden Dollar sitzt.

Während Privatanleger und Warren Buffett vorsichtig sind angesichts der rekordhohen Bewertungen am US-Aktienmarkt und ihre Cashbestände erhöhen, kaufen die institutionellen Anleger vorerst weiter. Wer wohl am Ende Recht behält?


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