Mannheim/ Shanghai (Godmode-Trader.de) - Die CEP-Konjunkturerwartungen für China sind im Dezember erneut gesunken. Der entsprechende Indikator des Zentrums für Wirtschaftsforschung (ZEW) liegt bei minus 10,7 Punkten, 18,3 Punkte weniger als im November. „Der CEP-Indikator, der die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzmarktexperten für China auf Sicht von zwölf Monaten wiedergibt, liegt damit wieder erheblich unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 5,1 Punkten“, kommentierte das ZEW-Institut in einer Stellungnahme.

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    Allerdings ist diese Verschlechterung der Stimmung laut den Ökonomen in mehrfacher Hinsicht relativ zu sehen. Werden die Angaben der befragten Experten/-innen in den einzelnen Antwortkategorien betrachtet, so zeigt sich eine Verschiebung von „leicht verbessern“ zu „leicht verschlechtern“. Es gebe derzeit keine einzige Antwort in der Kategorie „stark verschlechtern“, betonte das ZEW. Außerdem seien die Einschätzung der konjunkturellen Lage in der aktuellen Umfrage mit 24,1 Punkten (November: 25,8 Punkte) nach wie vor relativ hoch.

    Die quantitativen Wachstumsprognosen für das vierte Quartal 2017 und das erste Quartal 2018 wurden nach unten revidiert, allerdings jeweils nur um 0,1 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent. Die schlechtere Konjunkturstimmung deutet daher nur auf eine geringe Verringerung des Wachstums hin. „Die Konjunkturaussichten für China sind daher insgesamt noch recht positiv, auch wenn die neuesten Umfrageergebnisse auf eine wachsende Skepsis hinweisen“, sagte Michael Schröder, Senior Researcher im ZEW-Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ und Projektleiter der CEP-Erhebung.

    Die sich eintrübende Stimmung schlägt sich auch in der Einschätzung fast aller Wirtschaftssektoren nieder. Lediglich die Sektoren „Versorger und Energie“, „Informationstechnologie und Telekommunikation“ sowie „Dienstleister“ weisen eine Verbesserung des Ausblicks auf. Der Bausektor ist derjenige Wirtschaftsbereich, der das mit Abstand niedrigste Bewertungsniveau aufweist. Die Ursache dafür könnten laut ZEW die von Chinas Staatspräsident Xi Jinping angekündigten Maßnahmen zur Begrenzung der Spekulation mit Wohnungen sein.